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„Drohender Ausschluss“

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Eine Initiativgruppe macht sich für die Bedürfnisse der Kinder und berufstätigen Eltern in der Coronavirus-Phase 2 stark. Was gefordert wird.

Mit großem Nachdruck haben sich die Wirtschaftsverbände für die rasche Wiederaufnahme der Tätigkeiten ihrer Interessensgruppen eingesetzt. „Viel zu spät im Blickfeld der Politik standen bisher die Bedürfnisse der Kinder nach sozialen Kontakten mit Gleichaltrigen, nach Bewegung und Spielen im Freien sowie ihr Recht auf Bildung“, heißt es vonseiten einer Initiativgruppe.

Diese setzt sich zusammen aus „Wnet-networking women“, dem Beirat zur Förderung des weiblichen Unternehmertums, der Allianz für Familie, der Sozialgenossenschaft „Die Kinderfreunde Südtirol“ und Rete Economia Donna.

Deren Vertreterinnen Marlene Rinner, Marina Rubatscher Crazzolara, Christa Ladurner, Sonja Weis und Letizia Lazzaro sagen: „Ebenso vernachlässigt wurde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für berufstätige Eltern. Nach zwei Monaten Lockdown sollen und wollen viele wieder zurück an ihre Arbeit. Doch was geschieht mit den Kindern, wenn Kitas, Tagesmütter, Kindergärten, Schulen geschlossen sind und Großeltern nicht zur Verfügung stehen?“

Betreuungsarbeit und Homeschooling werde wohl künftig jener Elternteil übernehmen müssen, der in Teilzeit arbeitet oder weniger verdient. Das betreffe vielfach Frauen.

„Werden nicht geeignete Maßnahmen gesetzt, gehen sie mittel- und langfristig als kompetente und qualifizierte Arbeitskräfte der Wirtschaft verloren. Diesem drohenden Ausschluss von Frauen aus dem Berufsleben ist unbedingt vorzubeugen“, betont die Initiativgruppe.

Daher fordert sie unter Einhaltung der Maßnahmen zum Gesundheitsschutz:

  • für Kinder: Kontakt mit anderen Kindern, Bewegung und Spielen im Freien sowie Aufholen der Lerninhalte in kleinen Gruppen.
  • für Eltern: mehr unbürokratische finanzielle Unterstützung, Kinderbetreuung für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Förderung der Nachbarschaftshilfe und der gegenseitigen Unterstützung durch Familien, Verlängerung des Elternurlaubs bis zum Schulbeginn sowie eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung in den Unternehmen.

 

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