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Die schwarzen Schafe

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Manche Betriebe scheinen es mit den Corona-Sicherheitsbestimmungen nicht ganz ernst zu nehmen. Eine Gewerkschaft kündigt an, entsprechende Meldungen den Behörden weiterzuleiten.

„Kurz nach Inkrafttreten der ersten Lockerung der Beschränkung von Arbeitstätigkeiten erhalten wir bereits Meldungen über die Nichtbeachtung von Sicherheitsbestimmungen betreffend Covid-19 am Arbeitsplatz“, berichtet die Gewerkschaft SGB-Cisl.

Sie hat deshalb die neue E-Mail-Adresse [email protected] freigeschaltet. „Unter dieser Adresse können eventuelle Nichteinhaltungen von Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz (Einhaltung des Sicherheitsabstands, Schutzausrüstung, Desinfektionsmaterial usw.) gemeldet werden. Die Meldungen werden absolut vertraulich behandelt. Es reichen die Angabe des Betriebes, dessen Adresse und des mutmaßlichen Verstoßes“, erklärt die Gewerkschaft.

Die Meldung werde, unter Wahrung der Anonymität der meldenden Person, an die zuständigen Behörden weitergeleitet. „Diese leiten dann die entsprechenden Kontrollen in die Wege.“

Ziel dieser Initiative sei es, eine digitale Anlaufstelle für betroffene Arbeitnehmer zu bieten und damit auch einen wichtigen Beitrag für die Infektionsvorbeugung und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten und deren Familienangehörigen zu leisten.

„Nachlässigkeiten im Umgang mit dem Coronavirus dürfen nicht unterschätzt werden, sie könnten alle Anstrengungen der letzten Wochen zunichte machen“, betont der SGB-Cisl.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (30)

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  • drago

    Wie war das mit dem Denunziantentum?

  • keinpolitiker

    Ach wie geil, jetzt kann der eine Handwerker den anderen verpfeifen 🙂

    Wie cool ist das denn. Wird ja immer interessanter die ganze Sache.

    Wenn mir der andere Handwerker auf die Socken geht, melde ich das halt mal, dann bekommt er eine Kontrolle und weg ist er.

    Natürlich anonym

  • leser

    Um den ganzen kriecher, falschspieler und denunzianten aus dem weg zu gehen
    Alles erst ab 1. Juli aufmachen und die sache hat sich

  • joachim

    Wie in Hitlers Zeiten gegen die Juden! Mir kommts gleich hoch!

  • meintag

    Ist kein Problem, wenn die Gewerkschaft genügend und nachvollziehbare Hinweise hat wird Anzeige gemacht und die SVP oberen müssen den nationalen Gesetzen Folge leisten.
    Dann heisst es nicht Mehr „Wir sind die Besseren“ sondern „siamo in Italia“.

  • sonnenschein

    Ist interressant, dass die Gewerkschaft sich jetzt so hineinzuknien scheint. Den Betrieben reichen eigentlich schon die zusammengebrochene Wirtschaft, die Kontrollen der verschiedensten Behörden, ob sie ja alle , aber wirklich auch alle Vorschrifte, Gesetze und Dekrete angewendet haben. Arbeitern, die dem Chef eines auswischen wollen, wird es immer geben, ob zu Recht oder zu Unrecht. Vielleicht sollten die Arbeitnehmer die Situation mal aus der Lage des Arbeitgebers sehen: viele davon überlegen, ob sie überhaut noch aufsperren werden und bei vielen wird die Rechnung nicht aufgehen und sie werden schließen müssen. Ist es besser, arbeitslos zu sein? Vielleicht sollte die gewerkschaft auch mal über den Rand des Glases hinausschauen .

    • meintag

      Den Slogan „gemeinsam sind Wir stark“ hat der Arbeitgeber gerade in diesen Zeiten immer noch nicht verinnerlicht.

    • bernhart

      Sonnenschein, du hast vergessen, wo waren die Gewerkschaften bis gestern, wer hat sich um die Arbeiter gekümmert, wer gibt Ihnen arbeit. Die Gewerkschaften sollen mal den Ball flach halten und nicht noch mehr auf den Sak gehen. Die meisten Gewerkschaftler haben in der freien Wirtschaft nichts zustande gebracht, jetzt glauben sie die Welt zuändern. Würde sofort austreten.

  • gestiefelterkater

    Corona fördert die ganze Idiotie des Systems zu Tage.
    Politmarionetten, Sinnlosberufler, Gaukler und Hütchchenspieler lassen ihre Masken fallen!

  • sepp

    Du wen suscht nix erreichsch noa muisch holt aso i glab die gewerkschaften hätten andere baustellen nett so an scheiss zu tien

  • bettina75

    Geschichte wiederholt sich !

  • gestiefelterkater

    Ich hoffe doch sehr, dass auch Denunzianten eine Vertretung, Gewerkschaft haben um ihre Interessen angemessen zu vertreten.
    Außerdem braucht es zusätzlich eine Denunzianten App, damit Denunzianten wissen wo bereits und wo noch nicht denunziert wurde.

  • watschi

    wie damals noch in det DDR. ich muss fast kotzen

  • issy

    Das ist keine gute Idee von der Gewerkschaft.
    Besser wäre es vorübergehend unschuldig Arbeitslose als Kontrolleure anzustellen, damit diese massiv kontrollieren.

    Polizisten wirft man ja auch kein Denunziantentum vor, wenn sie Verkehrsteilnehmer kontrollieren.

    Gut, dann werden wieder einige kommen, dass wir dann in einem Polizeistaat leben, aber lieber das, als eine 2te Welle zu bekommen und einen erneuten Lockdown erleiden zu müssen…

  • hubertt

    Denunziantentum hat noch einer jeden Gesellschaft geschadet. Solche Regeln werden von Bürokraten, die noch nie einen Tag richtig gearbeitet haben erlassen. Und wie ich sehe, gibt es hier einige Kommentatoren, die solche üblen Denunzianten sind, haben aber nicht den Mut den richtigen Namen zu benutzen. Was seid Ihr doch für erbärmliche Hosenschisser!

    • meintag

      Schon Allein dass der Arbeitnehmer in den letzten Wochen seine Freiheit abgegeben hat scheint hinsichtlich Denunziantentum von so manchem Hier auch noch der Versuch gestartet werden mit „sei still und friss, denn ich bin stärker“.
      Hubert ich würde mich schämen die Leute ungebildet so anzugehen.

  • fritz5

    Gewerkschafter versuchen krampfhaft ihre berufliche Existenz zu rechtfertigen, die seit vielen Jahren nicht mehr gegeben ist. Diese Aktion ist wohl der Gipfel.

  • luchs2.0

    Wirs sind schon ein armer feiger Haufen, wenn uns, nachdem wir fast 2 Monaten eingesperrt sind, nichts besseres einfällt als uns gegenseitig zu denunzieren.

  • freedolin

    Der größte Lump im ganzen Land,
    das ist und bleibt der Denunziant.

  • ghostwriter

    Wenn ein Arbeitnehmer nicht imstande ist eine sachliche Diskussion zum Thema mit seinem Arbeitgeber zu führen, stattdessen lieber eine Mail an die Gewerkschaft schicken muss, soll er sich zum Wohle des gesamten Betriebes schleunigst einen neuen Job suchen!

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