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„Mehr Vorkehrung geht fast nicht“

Lorenzerhof in Lana: Ein Todesfall mit Covid-19-Infektion

Nun verzeichnet auch das Seniorenwohnheim Lorenzerhof in Lana ein Covid-19-Opfer. In Tscherms ist dagegen ein erster Infektionsfall aufgetreten. 

von Karin Gamper

Im Seniorenwohnheim Lorenzerhof in Lana ist am Sonntag ein Heimbewohner mit einer Covid-19-Infektion verstorben. „Leider – und das macht uns sehr betroffen“, bestätigte gestern Präsident Günter Staffler.

Das moderne Seniorenheim in Oberlana gehört zu den größeren Altersheimstrukturen Südtirols. Hier leben 138 Gäste. Bereits am 5. März wurde die Einrichtung coronabedingt von der Außenwelt abgeschottet. Dennoch: Am 31. März wurde der Heimleitung ein erster Coronafall mitgeteilt. Eine Bewohnerin, welche im Krankenhaus Therapien machen musste, wurde dort positiv getestet. Die Bewohnerin wies keinerlei Symptome auf. Sie wurde umgehend in ein Einbettzimmer verlegt und isoliert.

Die Heimleitung setzt in der Kommunikation auf Transparenz. Auf der Hompage wurde daher eine Mitteilung mit den Vorsorgemaßnahmen und den positiv getesteten Heimbewohnern veröffentlicht. Mit Stand 14. März waren es 15 Heimbewohner. Es war von Anfang an sehr wahrscheinlich, dass es nicht bei dieser Zahl bleiben würde.

So war es dann auch. Übers Wochenende sind im Lorenzerhof zwei weitere Infektionsfälle dazugekommen. Ein Bewohner ist am Sonntag mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Dazu kommt ein erster Infektionsfall in der Seniorenwohngemeinschaft Haus Sebastian in Tscherms, wo zwölf Bewohner leben. Das Haus Sebastian wird vom Lorenzerhof für die Gemeinde Tscherms geführt.

Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht: Ein positiv getesteter Heimbewohner im Lorenzerhof ist inzwischen wieder genesen, dasselbe gilt für eine zuvor positiv getestete Mitarbeiterin.

Die positiv getesteten Heimbewohner des Lorenzerhofs sind in einer isolierten Covid-Station untergebracht. Dazu gibt es eine Quarantänestation für Verdachtsfälle. Auch in Tscherms gelten bereits seit 5. März die vorgesehenen Sicherheits- und Abschottungsmaßnahmen. „Wir haben alles Menschenmögliche unternommen, mehr Vorkehrung geht fast nicht mehr“, erklärt Günter Staffler.

Der Präsident hofft, dass die Trendumkehr auch in den Seniorenheimen bald erfolgen wird. Die Situation im Lorenzerhof sei dank der Mitarbeit aller Beteiligten unter Kontrolle und die Bewohner, die nicht getestet wurden, würden bisher keinerlei Symptome zeigen. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass der Lorenzerhof demnächst weitere positive Fälle verzeichnet. Denn noch in dieser Woche sollen alle Mitarbeiter einem Schnelltest unterzogen werden. Auch bei den Heimbewohnern wird es weitere Tests geben.

„Es ist für alle hart, für die Heimbewohner, die Mitarbeiter und die Angehörigen“, betont Günter Staffler. Das Besorgen der Schutzkleidung, die weltweit Mangelware ist, sei ein „dauernder Kampf“. Staffler: „Glücklicherweise haben wir jetzt wieder eine Lieferung in Aussicht“.

Insgesamt verzeichnet das Gemeindegebiet von Lana derzeit 32 positiv Getestete, 56 Personen befinden sich derzeit noch in Quarantäne.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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