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Der langsame Re-Start

Martin Haller

Der lvh begrüßt die neue Verordnung des LH. Ein Großteil der Südtiroler Unternehmen könne aufatmen.

„Der Großteil der Südtiroler Unternehmen darf ab nächster Woche aufatmen. Endlich wird schrittweise zur Normalität zurückgekehrt und das Arbeiten in den Produktionsstätten und auf Baustellen – unter Einhaltung strengster Sicherheits- und Hygienevorschriften – ermöglicht.“

Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleistung lvh begrüßt die vom Landeshauptmann erlassene Dringlichkeitsverordnung, die viele neue Tätigkeiten zulässt.

Konkret sieht die Dringlichkeitsverordnung die Herstellung von Produkten oder die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Betriebsgelände des Unternehmens vor, sofern maximal fünf Arbeiter pro Betrieb tätig sind sowie Produktionstätigkeiten, die auch die Installation oder die Aufstellung vor Ort des Produkts erfordern. Dies bedeutet, dass alle Bauhandwerker (Bodenleger, Fliesenleger, Baumeister, Maler, Dachdecker oder Steinmetze) auf einer Baustelle oder in anderen Arbeitsstätten (öffentliche Aufträge, private Haushalte, Landwirtschaft usw.) arbeiten dürfen, sofern sich maximal fünf Mitarbeiter auf der Baustelle oder der Arbeitsstätte befinden.

Ebenso erlaubt ist zum Beispiel die Arbeit der Metallbauer sprich Schmiede und Schlosser oder Maschinenbaumechaniker mit der Auflage von maximal fünf Mitarbeitern pro Arbeitsstätte/Baustelle. Auch die Betriebe im Textilbereich wie zum Beispiel Tapezierer/Raumausstatter oder Maßschneider können ihre Arbeit gemeinsam mit maximal fünf Mitarbeitern nun ausführen. Erlaubt ist zudem die Tätigkeit der Möbeltischler sowohl in der Werkstatt als auch auf der Baustelle, sofern maximal fünf Mitarbeiter pro Betrieb in der Werkstatt oder auf der Baustelle anwesend sind. All diese zusätzlichen Tätigkeiten sind nun unabhängig von den anderen bereits zulässigen Tätigkeiten möglich, was der lvh als sehr wichtigen Schritt bezeichnet.

„In Ausarbeitung sind derzeit noch Lösungen für den Körperpflegebereich sprich Friseure und Schönheitspfleger als auch für die Floristen, welche im Gegensatz zu den Gärtnereien noch keine Arbeitserlaubnis haben. Auch sie sollen so schnell wie möglich ihre Tätigkeit wieder aufnehmen dürfen. Gemeinsam mit Landesrat Philipp Achammer arbeiten wir an Vorschlägen für eine weitere Dringlichkeitsverordnung für diese Kategorien. Ich bin überzeugt, dass es unter Einhaltung strengster Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen gerade im Körperpflegebereich Möglichkeiten gibt, den Betrieben die Wiederaufnahme der Arbeiten zu ermöglichen“, erklärt Haller.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • tiroler

    Dass Handwerksbetriebe wieder arbeirn dürfen ist überfällig und absolut problemlos wenn die Maskenpflicht und Abstandsregelung eingehalten wird. Kleinbetriebe hätten gar nicht geschlossen werden müssen. Da Risiko ist aber ein anderes: sollte ein Arbeiter positiv sein, dann wird das als Arbeitsunfall gewertet, auch wenm er sich nicht im Betrieb ansteckt. Mit allen strafrechtlichen Konsequenzen für den Arbeitsgeber weil dieser die Schuld zugewiesen bekommt.
    Das ist Italien

  • leser

    Welche scheisse wir durchleben werden und müssen können wir im herbst erfahren
    Da werden die markigen sprüche von LVH usw. Wenig helfen
    Reden wir da weiter haller

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