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„Offener Dialog“

Daniela Höller und der LH

Die Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller wendet sich in Sachen Coronavirus an Kinder und Jugendliche, Eltern und ganz Südtirol.

Die Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller wendet sich in Sachen Coronavirus an Kinder und Jugendliche, Eltern und ganz Südtirol.

Sie schreibt:

„Liebe Kinder und Jugendliche, 

die Situation, mit der wir es zu tun haben, ist schwierig und für uns alle neu. Es ist nicht leicht zu verstehen, was wir tun müssen, was wir nicht tun dürfen und was wir nach unserem Verantwortungsbewusstsein entscheiden können. Ich kann euch nur empfehlen, daheim zu bleiben, weit weg (aber nur physisch) von euren Freunden und Schulkameraden, aber auch von euren Verwandten, vor allem den Großeltern, die derzeit von allen das größte Gesundheitsrisiko haben. Wir sollten einen Moment innehalten und uns bewusst werden, dass wir das Glück haben, im digitalen Zeitalter zu leben und diese räumliche Isolation mit Internet, sozialen Netzwerken und Handy bewältigen zu können. Dank der neuen Technik ist es auch möglich, dem Unterricht von daheim aus zu folgen, einen Freund anzurufen, den man schon lange nicht mehr gehört hat, über einen Videoanruf mit dem Opa zu reden, eine WhatsApp-Nachricht an die Freundinnen von der Schule zu schicken. Die Möglichkeiten sind zahllos, nutzen wir sie alle! #fernunddochnah 

Liebe Eltern,  

oft genug muss ich betonen, wie wichtig ein offener Dialog zwischen euch und euren Kindern ist. Mehr als je zuvor ist es heute wesentlich, dass ihr dazu bereit seid. Wir durchleben eine schwierige Zeit, jeden Tag in dieser Woche wurden wir mit neuen Verordnungen, neuen Notsituationen und neuen Verboten konfrontiert. Bereits wir Erwachsene tun uns schwer, echte Nachrichten und fake news auseinanderzuhalten und zu verstehen, was wir tun dürfen und was nicht. Kinder und Jugendliche haben unsere Hilfe nun besonders nötig. Liebe Eltern, nehmt euch die Zeit, auf ihre Fragen zu antworten, gebt acht auf ihre Ängste und Ratlosigkeit, hört und lest gemeinsam mit ihnen die Nachrichten. Ihr müsst ihnen, so gut ihr könnt, erklären, was los ist, ohne ihnen Angst zu machen, aber auch ohne die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen ins Lächerliche zu ziehen. Helft ihnen zu verstehen, wie wichtig es ist, daheim zu bleiben, so wenig wie möglich das Haus zu verlassen, physische Kontakte mit anderen zu vermeiden, aber spielt ihre Ängste und Unduldsamkeit nicht herunter.  

Liebes Südtirol, 

auch für uns von der Kinder- und Jugendanwaltschaft gilt: #ichbleibezuhause. Wir arbeiten von daheim aus, mit allen Schwierigkeiten, die das bedeutet, und wir bedauern, dass jene, die uns brauchen, uns nicht persönlich aufsuchen können. Wir tun es, weil es notwendig und wichtig ist: Wenn wir uns alle verantwortungsbewusst verhalten, geht diese schwierige Zeit schneller vorbei, und wir können uns wieder die Hand geben. Zusammen schaffen wir es, mit dem Einsatz aller. #fernunddochnah“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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