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Einsame Entscheidung

Die SVP wird in Olang mit Bürgermeister Georg Reden in die Wahl gehen. Sein Konkurrent Christian Töchterle darf nicht kandidieren. Das gefällt nicht allen.

von Silke Hinterwaldner

„Nach schwierigen Diskussionen“, sagt Artur Fabi, „haben wir am Donnerstagabend eine Entscheidung getroffen.“ Als Vorsitzender des SVP-Koordinierungsausschusses in der Gemeinde Olang liegt es an ihm, darüber zu informieren, zu welcher Entscheidung sich die Mitglieder des Gremiums durchgerungen haben.

Fabi sagt: „Wir werden mit einem Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in die Wahl gehen. Und dieser Kandidat wird der amtierende Bürgermeister sein.“

Diese Entscheidung wird in Oberolang, Mitterolang, Niederolang und Geiselsberg nicht überall für Freude sorgen. Im Gegenteil. In den vergangenen Wochen hatte man sehr kontrovers darüber diskutiert, wer neuer Bürgermeister von Olang werden soll – und wer sich der Wahl stellen darf. Dabei hatten die vier SVP-Ortsgruppen sich bereits vor einem Monat formell darauf geeinigt, zwei Kandidaten antreten zu lassen. Demnach hätte neben Bürgermeister Georg Reden auch der Referent Christian Töchterle antreten sollen. Aber diese  Marschrichtung hat in der SVP-Parteizentrale wenig Zustimmung gefunden: Man riskiere den Bürgermeister-Sessel an die Opposition zu verlieren, hieß es. Bozen spielte den Ball zurück nach Olang.

Dort haderte man wieder lange mit einer Entscheidung. Die einen wollten beide Interessenten antreten lassen. Die anderen beharrten darauf, sich für einen zu entscheiden – und dieser sollte Georg Reden heißen.

„Wir haben versucht, eine vernünftige Lösung zu finden“, sagt Fabi. Dabei sei einer der Hauptgründe gegen den zweiten Bürgermeister-Kandidaten gewesen, dass Töchterle sich nicht einer Vorwahl stellen wollte. Artur Fabi fügt hinzu: „Wir hoffen natürlich, dass er trotzdem weiterarbeitet. Wir schätzen die Arbeit von Christian Töchterle sehr.“

Bürgermeister Georg Reden hat hart auf die Entscheidung gewartet. „Wenn es keinen Kandidaten der Opposition gäbe, sollten meiner Meinung nach zwei Bürgermeister-Kandidaten antreten, damit die Leute eine Auswahl haben. Ansonsten ist es strategisch günstiger, mit einem zu gehen.“

Dass die Wahl auf ihn fallen würde, war wohl von Anfang an klar. Noch unklar ist hingegen, ob Bürgerliste oder Süd-Tiroler Freiheit tatsächlich einen Gegenkandidaten aufstellen werden – aber in Olang geht man davon aus. Wie dieser heißen wird, ist noch nicht bekannt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Christian Töchterle für eine Nicht-SVP-Liste kandidieren könnte.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • leser

    Das brettern der svp geht immer munter weiter und es stehen immer neye parteisoldaten auf

  • meinemeinung

    die Koordinierungen ist ein Freunderl Verein ,unfair wenn es hart auf hart geht.
    Wie in Olang gehört ,wenn schon Angst besteht ,dass ein BM der Opposition kommt, Vorwahlen gemacht ob es die Kandidaten passt oder nicht ,die Bürger haben zu entscheiden und nicht der Koordinierungsausschuss ,fair und demokratisch ohne Fetterl Wirtschaft .

  • george

    Werte Olanger SVP
    Ihr kommt von eurer diktatorischen Haltung anscheinend noch immer nicht los. Hoffentlich zeigen euch die Wähler die rote Karte.

  • franz1

    Die Brennerstrasse….. hat schon wieder Angst um den finanziellen Verlust der die Wahl eines Nicht- Svpler nach sich ziehen würde…..
    Und dei Trottl lafn ihmene nou in die Händ!
    Töchterle als BM Kandidat für die Opposition und die SVP erlebt ihr blaues Wunder……

  • holzmichl

    Das ist gut so, Töchertle ist kein kein fähiger BÜRGERMEISTER.

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