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Die Anti-Corona-Maßnahmen

In Südtirol sind bislang neun Corona-Verdachtsfälle negativ getestet worden. Ab Dienstag ist eine Grüne Nummer aktiv. Und Urlaubsgäste aus den roten Zonen müssen gemeldet werden.

Am Montag wurde ab 13.00 Uhr in der Landesleitstelle das weitere Vorgehen im Hinblick auf die Verringerung des Infektionsrisikos mit der Krankheit Covid-19 (Coronavirus disease 2019) besprochen.

Bei der anschließenden Pressekonferenz mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler, Gesundheitslandesrat Thomas Widmann, dem Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger, dem Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Florian Zerzer und dem geschäftsführenden Sanitätsdirektor Pierpaolo Bertoli wurde dargelegt, wie das Infektionsrisiko möglichst geringgehalten werden kann.

„Wir unternehmen alles, was sinnvoll, machbar und von den Standards vorgegeben ist“, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher, der am Vormittag an einer Videokonferenz mit Premierminister Giuseppe Conte und den Präsidenten der Regionen Norditaliens teilgenommen hatte.

Oberstes Prinzip, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher, sei der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und die Vermeidung eines Infektionsrisikos.

Eine am Sonntag erlassene Notverordnung sieht vor, dass bis 1. März alle Kleinkindbetreuungseinrichtungen, die Freie Universität Bozen, die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana und das Konservatorium Claudio Monteverdi geschlossen bleiben.

Aus der Sitzung der Landesleitstelle geht die Empfehlung hervor, Ansammlungen vieler Menschen in geschlossenen Räumen möglichst zu vermeiden. Dies, unterstrich Kompatscher, sei kein Verbot, sondern eine Empfehlung: „Es besteht kein Grund zu Alarmismus und Panikmache, aber wir gehen mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Professionalität an die Sache heran“.

Alle Betreiber von Beherbergungsbetrieben, hob Generaldirektor Zerzer hervor, sind aufgefordert, den Sanitätsbetrieb über die Anwesenheit von Gästen zu informieren, die von Herkunftsorten aus den elf Gemeinden der Lombardei und Venetiens kommen, in denen der Corona-Virus verbreitet ist: „Unsere Fachleute werden dann überprüfen, ob Symptome eines Infekts vorliegen.“

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann wies darauf hin, dass für Eventualitäten die Abläufe festgelegt wurden: die Dienste gehen koordiniert vor, um die Risikofaktoren auf ein Minimum zu beschränken.

Landesrat Schuler erinnerte daran, dass die Landesleitstelle die Koordination übernimmt und allfällige Entscheidungen trifft: Die Landesleitstelle wird immer dann wieder einberufen, wenn Entscheidungen zu treffen sind. Seit gestern ist zudem rund um die Uhr das Lagezentrum aktiv, wo alle nötigen Informationen zusammenlaufen.

Der geschäftsführende Sanitätsdirektor Pierpaolo Bertoli hob hervor, dass in Südtirol derzeit kein Fall eines Infektes mit Coronavirus besteht und dass alle neun Verdachtsfälle nach einem doppelt durchgeführten Screening innerhalb von 24 Stunden sich als negativ erwiesen. Um als „Verdachtsfall“ eingestuft zu werden, müssen die Patienten Grippe-Symptome aufweisen und mit Personen in Kontakt gekommen oder an Orten gewesen sein, wo Infektionsherde bestehen.

Der Sanitätsbetrieb und die Agentur für Bevölkerungsschutz überprüfen derzeit die Verfügbarkeit von Einrichtungen, in der bei Bedarf Verdachtsfälle untergebracht werden können, damit sie außerhalb der Krankenhäuser isoliert versorgt werden können.

Ab morgen (Dienstag, 25. Februar) früh um 08.00Uhr ist die Grüne Nummer 800751751 aktiv, bis 20.00 Uhr werden dort Auskünfte erteilt.

112 nur bei hohem Fieber oder schwerer Atemnot wählen

Die Einheitliche Notrufnummer 112 steht wie immer für alle Notfälle zur Verfügung; bei Corona-Verdacht soll sie hingegen nur gewählt werden, falls ein Patient an Symptomen wie hohes Fieber oder schwerer Atemnot leidet.

Informationen können auf der eigens eingerichteten Homepage www.sabes.it/coronavirus entnommen werden.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • schwarzesschaf

    Na bravo, keiner unserer medien ist im stande diese 11 Gemeinden anzuführen, und unsere sanität auch nicht alles knallköpfe

  • carlchen

    Es ist immer leicht davon zu faseln keine Panik zu schüren. Jetzt ist eine Woche um und in Deutschland gibt es mehrere Fälle, die sich in Südtirol infiziert haben. Jetzt wird auch an unserer Grundschule diskutiert, warum deutsche Kinder, die in Südtirol in Urlaub waren einfach weiter zur Schule gehen dürfen. Das wäre nicht passiert, wenn stärker durchgegriffen worden wäre.

    In China gehen die Infektionen fast auf 0 zurück, weil die harte Maßnahmen ergriffen haben und diese wirken.

    Wir haben in Europa eine unterentwickelte Kultur, wenn es darum geht Noch-nicht-infizierte zu schützen. In Asiaten laufen Erkältete schon seit Jahrzehnten mit Maske herum. Bei uns würden sich die Leute schämen.

    Die Ausbreitung des Virsus kostet Menschenleben.
    Es geht nicht um Wahrscheinlichkeiten und die Wirtschaft sondern um Menschen.

    Am Ende werden mglw. mehrere tausen Europär tot sein, die nicht hätten sterben müssen. Aber Hauptsache man hat keine Panik geschürt.

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