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Der Pollen-Alarm

Die Erle ist derzeit in Vollblüte (Foto: Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz/Edith Bucher)

Intensiver Pollenflug von Hasel, Erle, Zypressengewächsen und Ulme macht Allergikern derzeit wieder zu schaffen. Nützliche Hinweise erteilt die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz.

Die milden Temperaturen der letzten Wochen haben die Pollenkonzentrationen rasch ansteigen lassen. Im Spätwinter blühende Sträucher und Bäume geben derzeit beträchtliche Mengen an Pollen in die Luft ab. 

Erste Pollen ab Jänner sind nichts Ungewöhnliches, ungewöhnlich ist vielmehr, dass die Pollenkonzentrationen etwa ein bis zwei Wochen früher als üblich explosionsartig angestiegen sind„, informiert Edith Bucher vom Polleninformationsdienst der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz. „Die Hasel stäubte heuer besonders intensiv, schon im Herbst wiesen viele Haselsträucher einen guten Blütenansatz auf.“ Dies gelte als beste Voraussetzung für einen intensiven Pollenflug, vor allem wenn sich zur Blütezeit sonniges, trockenes und bestenfalls windiges Wetter einstellt.  

Zwar hat die Hasel den Blühhöhepunkt in den Tieflagen bereits überschritten, doch steht nun die Erle in Vollblüte. Die Hasel-Pollenbelastung ist in den Tallagen im Süden des Landes inzwischen leicht rückläufig, aber es ist mit intensivem Pollenflug der Erle zu rechnen„, berichtet Bucher. Da Hasel und Erle mit der Birke nah verwandt sind, könnten wegen Kreuzreaktionen auch Birkenpollenallergiker erste Beschwerden verspüren. 

Die Ulme

Wöchentliche Pollenberichte, 3-Tages-Prognosen, Pollen-App 

Damit Pollenallergiker und behandelte Ärzte sich über die Pollenflugsituation informieren können, aktualisiert der Polleninformationsdienst der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz wöchentlich auf seiner Webseite die Pollenflugberichte. Es ist zudem möglich, sich den Pollenflugbericht an seine E-Mail-Adresse schicken zu lassen. „Wer sich über die Pollenflugsituation am Wochenende informieren möchte, sollte die 3-Tages-Prognosen konsultieren“, empfiehlt Alberta Stenico, Direktorin des Biologischen Labors der Umweltagentur. Die 3-Tages-Prognosen stehen nicht nur auf der Webseite des Polleninformationsdienstes zur Verfügung, sondern können auch kostenlos über die Pollen-App abgerufen werden. 

Es sind dies alles wertvolle und nützliche Serviceleistungen für Allergiker, um ihnen den Umgang mit ihrer Allergie in der wärmeren Jahreszeit zu erleichtern“, unterstreicht Umweltlandesrat Giuliano Vettorato.  

Weiterhin intensiver Pollenflug 

Die gute Wetterlage wird laut den Expertinnen und Experten des Polleninformationsdienstes in den nächsten Tagen weiterhin für intensiven Pollenflug sorgen. Dafür verantwortlich sind vor allem ErleHaselZypressengewächse und Ulme. Auch erste Pappelpollen wurden bereits in den Proben von Bozen und Schlanders festgestellt. Pollenallergiker sollten den Kontakt mit den für ihre Allergie verantwortlichen Pollen möglichst meiden. Es empfiehlt sich, am Wochenende in hohe Lagen auszuweichen, denn über der Waldgrenze ist die Luft größtenteils noch pollenfrei. Hohe Pollenbelastungen können vor allem an Waldrändern – einem typischen Standort von Haselsträuchern – oder entlang von Bächen, Flüssen und Seen (Erlenbestände) auftreten. 

Weitere Informationen finden sich im Web-Portal des Landes im Bereich Umwelt auf den Seiten des Polleninformationsdienstes. Zudem gibt ein kurzes Video auf dem YouTube-Kanal des Landes nützliche Tipps für die Pollensaison. 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • nix.nuis

    Die Eingabe der PLZ als Suchkriterium bei der 3-Tage-Prognose finde ich so ziemlich für die Fische!

    Seht euch mal an, welche Gemeinden z.B. 39040 als PLZ haben:
    Aldein, Altrei, Auer, Barbian, Feldthurns, Freienfeld, Kastelruth, Kurtatsch, Kurtinig, Lajen, Laurein, Lüsen, Margreid, Montan, Natz-Schabs, Proveis, Ratschings, Tramin, Truden, Vahrn, Villanders, Villnöß, Waidbruck, Salurn…

    Welchen Sinn eine einheitliche PLZ für so viele und teilweise so weit auseinanderliegende Gemeinden hat ist eine andere aber nicht minder interessante Geschichte…

  • goggile

    Alarm gibt es mal mit dem Coronavirus. schon in den Nachbargemeinden Mailands wächst stündlich die Ansteckung. also in bälde auch bei uns.

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