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Südtiroler berichten aus China

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Die beiden Südtiroler Thomas Waldner und Matthias Scappi leben seit Jahren in China. Wie sich durch das Coronavirus der Alltag verändert hat.

von Eva Maria Gapp

Wenn der 36-jährige Thomas Waldner seine Wohnung verlässt und die U-Bahn oder den Bus nimmt, trägt er eine Atemschutzmaske. Auch sonst meidet er Menschenansammlungen. Angst vor dem Coronavirus habe er aber nicht.

Waldner lebt nun schon seit sechs Jahren in der Megametropole Shanghai, einer Stadt mit 24 Millionen Einwohnern. Shanghai liegt knapp 800 Kilometer von Wuhan entfernt, also jener Stadt, die als Zentrum der Epidemie gilt und mittlerweile unter Quarantäne gestellt wurde. Trotz der Distanz sei laut Waldner auch in Shanghai eine gewisse Anspannung zu spüren. „Ich kenne viele Chinesen, die gar nicht mehr das Haus verlassen.“ Das liegt laut Waldner vor allem daran, dass Chinesen generell vorsichtiger sind. Zumal sie auch SARS miterlebt haben.

Aber auch der 36-Jährige Malser wird in nächster Zeit nicht oft das Haus verlassen. „Wegen dem Coronavirus müssen die Unternehmen in Shanghai und in der Umgebung geschlossen bleiben. Man möchte verhindern, dass sich der Virus weiter ausbreitet. Bis 9. Februar arbeite ich also von zu Hause aus“, erzählt er.

Waldner arbeitet für das Naturnser Unternehmen Schweitzer, das Geschäftseinrichtungen entwickelt und realisiert, und eine Niederlassung in Shanghai hat. Der 36-Jährige arbeitet dort als Filialleiter. Ob es Einbußen wegen der Ausbreitung des Coronavirus in China geben wird, könne er derzeit noch nicht sagen. „Das ist im Moment schwer abzuschätzen, das wird sich in den nächsten Tagen bzw. Wochen zeigen“, so Waldner.

Denn in China breitet sich der Coronavirus weiter aus. Die Lungenkrankheit ist inzwischen in fast jeder Provinz oder Region des Landes aufgetaucht. Über 2.000 Menschen sind in China mittlerweile infiziert und rund 260 Menschen sind gestorben. In Italien gibt es bislang zwei Coronavirus-Fälle.

In der Riesenmetropole Shanghai habe sich seit dem Ausbruch des Coronavirus auch einiges verändert: „In der Stadt ist es ruhiger geworden. Es sind weniger Menschen auf den Straßen und teilweise sind auch die Geschäfte geschlossen“, erzählt Waldner. Eine Geisterstadt, wie etwa Wuhan derzeit genannt wird, sei Shanghai aber nicht. „Es sind schon noch Menschen auf den Straßen, nur weniger als vor dem Ausbruch, und auch Busse sowie U-Bahnen fahren innerhalb von Shanghai“, sagt Waldner.

Gleichzeitig habe er auch das Gefühl, dass die chinesische Regierung alles unternimmt, um das Virus in Grenzen zu halten. „Die öffentlichen Verkehrsmittel, die sonst von Shanghai in die nächste Region fahren, wurden alle gestoppt. Auch Gruppenreisen wurden untersagt, und alle Sehenswürdigkeiten, wie etwa Museen oder Vergnügungsparks haben in Shanghai zu“, erzählt Waldner.

Das weiß auch der Bozner Matthias Scappi. „Kinos und Klubs sind geschlossen, eigentlich alle Lokale, die mit Unterhaltung zu tun haben.“ Der gebürtige Bozner, der aus beruflichen Gründen nach China gezogen ist, wohnt bereits seit drei Jahren in Shenzhen, einer modernen Metropole im Südosten Chinas. Sie grenzt an die Sonderverwaltungszone Hong Kong. Und auch hier, viele Kilometer weit weg von Wuhan sind die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren.

„Die Stadt ist sehr leer, es sind kaum Autos auf den Straßen und jeder trägt eine Atemschutzmaske“, erzählt er. Zudem verbringt er so viel Zeit wie möglich in seiner Wohnung: „Ich verlasse kaum noch das Haus. Wenn ich raus gehe, dann nur, um mir etwas zu Essen zu holen, und immer nur mit Maske“, erzählt Scappi. Damit sei er nicht alleine: „Es versucht wirklich jeder, so wenig wie möglich aus dem Haus zu gehen. Man möchte nicht angesteckt werden“, fügt er hinzu. Und wenn er etwa von seinem Einkauf wieder nach Hause kommt, wäscht er sich als erstes die Hände. „Dann werden die Kleider in die Waschmaschine gesteckt. Meine Freundin und ich waschen sie jedes Mal, wenn wir nach Hause kommen“, erzählt er. Reine Vorsichtsmaßnahme.

Scappi bestellt neuerdins auch nichts mehr beim Lieferdienst: „Eigentlich ist es ganz normal in China, dass man sich einmal pro Tag Essen nach Hause bestellt. Seit dem Ausbruch des Coronaviruses machen wir das aber nicht mehr. Wir wissen nicht, wer das Essen zubereitet und wollen kein Risiko eingehen“, sagt er.

Seit kurzem gebe es auch strengere Vorschriften, was das Betreten seines Wohnblocks anbelangt: „Seit kurzem dürfen in unser Haus, es leben dort geschätzt 1000 Menschen, nur mehr Leute hinein, die dort auch wohnen. Das heißt, Freunde, Angehörige oder Lieferdienste dürfen nicht mehr in das Haus. Man möchte vermeiden, dass es zu Ansteckungen kommt. Ein Portier kontrolliert, wer raus und reingeht“, erzählt der 27-Jährige.

Und in gewissen Orten Chinas, wie etwa in Hohhot, der Hauptstadt des Autonomen Gebietes Innere Mongolei in der Volksrepublik China, werden sogar Drohnen eingesetzt, um zu kontrollieren, ob jeder eine Atemschutzmaske trägt: „Dort fliegt eine Drohne herum und scannt die Menschen auf der Straße. Trägt jemand keine Atemschutzmaske ertönt aus einem Megaphon eine Stimme, die einem sagt, dass man nach Hause gehen soll, ansonsten droht eine Strafe“, erzählt er.

Über die Organisation Südstern, das Netzwerk der Südtiroler im Ausland, hat die Tageszeitung die beiden Südtiroler in China ausfindig gemacht.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (23)

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  • watschi

    wie oft haben wir frùher in den kinos solche szenarien mitverfolgt. es war nur science fiktion. jetzt ist es realitàt und nur der anfang.

  • ohnehirnlebtmanbesser

    Oh Angstmacher. Jedes Jahr sterben in Italien zwischen 5 und 6.000 Personen in Folge durch Komplikationen einer normalen Grippewelle.Im Moment kònnen wir laut Experten in Italien die Science-Fiktiion Filme auf der Leinwand lassen. Hirni

    • watschi

      oh hirni, du denkst und handelst wie die chinesische regierung. sie haben es verschwiegen, sie verschweigen immer noch und sie werden weiterhin verschweigen. jeder mensch hat das recht die wahrheit zu erfahren und angst davor zu haben wovor er angst verspürt. angst haben kann wichtig sein und leben retten. warum verschweigen die chinesen etwas, wovor niemand angst haben muss? warum und wo ist diese tödliche und noch unheilbare krankheit ausgebrochen?

      • watschi

        hirni, warum sperren sich die menschen in china ein. laut zeigen kaum mehr menschen auf den strassen. in windeseile werden neue krankenstationen für hunderttausende aufgebaut. kein chinese mehr ohne maske unterwegs und eine für uns unbekannte hohe zahl an erkrankten und toten. nein, das ist keine science fiktion auf der leinwand, das ist realität. zur zeit noch nur in china…..

  • goggile

    ihr hirnlosen. so etwas könnte die Menschheit innerhalb kurzer zeit auslöschen

    • ohnehirnlebtmanbesser

      Oh Goggile. Wir Hirnlosen klammern uns nicht an das Wort “ kònnte“ , des halb leben wir besser. Fùr uns zàhlen nur aktuelle wissenschaftliche Fakten……keine durch Medien aufgebauschte Hysterie. Hirni

      • watschi

        nein, ihr hirnlosen seid die gefährlichen, weil ihr alles unterschätzt und somit andere gefährdet. man muss nicht in panik verfallen, aber ernst nehmen schon und sich und andere schützen

        • ohnehirnlebtmanbesser

          Oh Watschi .Wir Hirnlosen unterschàtzen keine Gefahr…….Auch nicht die Gefahr eines Sùdtirolers der der Salvini-Hysterie verfallen ist. Und das alles nehmen wir sehr ernst.Nicht jeder geht den gleichen Weg, um sich und seine Lieben zu schùtzen. Der Mittelweg ist meistens der beste…..Trotzdem dein Hirni

  • thefirestarter

    361 Tote – 17.000 Infizierte— nein, das löscht die Menscheit sicherlich nicht aus.

    Aber wir sollten uns ganz genau anschauen was die Chinesische Regierung da macht. Welche Möglichkeiten heute ein repressive „Demokatie“, wie es China ist, hat um Massnahmen im Namen der „Sicherheit“ zu setzten.
    50 Millionen Menschen die praktisch interniert sind. Niemand kommt rein oder raus ohne Sondergenehmigung, alle Verkerhsverbindungen gekappt, Fabriken und Geschäfter geschlossen außer Supermärkte um das Lebensnotwendige zu kaufen. Die Auswirkungen auf dem globalen Markt sind noch gar nicht absehbar auch hier in Europa, zumal noch neimand wirklich sagen kann wie lange die Bolckade dauern wird.
    DAS ist zum fürchten und nicht der Virus.

    • watschi

      thefirestarter, aber was hat denn oder wird denn das alles auslösen vor was man sich von dir aus gesehen fürchten muss? richtig: das corona virus. ein hund der sich in den schwanz beisst

  • watschi

    thefirestarter, der corona virus. das wäre als wenn man sagen würde: vor den faschisten oder kommunisten braucht man keine angst haben, aber vor den auswirkungen. verstehst du jetzt, dass du einen blödsinn verzapft hast?

  • thefirestarter

    Der Coronavirus verschwindet wieder….das ist fix….
    …. die Möglichkeiten der Überwachung und Repression welche hier getestet und vervollkommet werden…
    nicht!

    Übrigens wiederholst du dich!

    • watschi

      ach so, made in cina, allora non dura un cazzo

      • thefirestarter

        Die Pharmaindustrie, alle Forscher/Virologen und Experten die auch nur irgendwas damit zu tun haben tun seit Wochen nichts anderes als nach einem Medikament zu suchen.
        Wenn sie es nicht schon haben dann dauerts nicht mehr lang.
        Also, bitte keine Panik.
        Aber es ist wichtig m.M. nach aus diesem Lehrstück die richtigen Schlüsse zu ziehen.
        Es ist ein noch dagewesene Situation, und ich red nicht vom Virus, sondern den von China ergriffenen Maßnahmen.
        Noch nie wurden so viele Menschen zugleich von solchen tiefgreifenden, restriktiven Maßnahmen getroffen.
        So was macht Schule.

      • ohnehirnlebtmanbesser

        Aber Haupsache billig…..

  • goggile

    was redet ihr alle für einen Blödsinn. wartet noch einige Wochen dann gibt es massenweis tote, die erreger müssen sich ja erst entfalten in der Tierart mensch

  • ohnehirnlebtmanbesser

    Oh Watschi. “ Corona Virus, ein Hund der sich in den Schwanz beisst“ . Was meinst du damit….? Fùr mich ungefàhrlich.

  • watschi

    hirni, dann ist ja gut

  • emma

    das kronen virus wurde vom 007 gemacht von den windsor bezahlt und verbreitet,
    wegen der ch invasion in hong kong und dem brexit.

  • yannis

    Einzig die Frage, die sich stellt lautet: „Wieviel Wahrheit lässt Peking zu?

    Selbst in den angeblich demokratischen Systemen wird nicht alles an die Große Glocke gehängt (siehe Thomas de Maizière ex Bundesinnenminister) „es könnte ja die Bürger verunsichern“
    Alle bisher existierenden, wie auch verblichenen kommunistischen Systeme, haben schon unzählige Male bewiesen, dass in „Grimm´s Märchen“ oft mehr Wahrheit steckt, als in ihren öffentlichen Verlautbarungen.

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