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Der Tarif-Dschungel

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Internet, Telefon und Handy: Die Verbraucherzentrale Südtirol hat jetzt die verschiedenen Angebote und Tarife der wichtigsten Anbieter verglichen.

von Artur Oberhofer

Vor lauter Bäumen sehen viele Verbraucher den Wald nicht mehr. „Die Vielzahl an Angeboten, Tarifen und Optionen macht den Markt unübersichtlich und intransparent“, heißt es denn auch in der Verbraucherzentrale Südtirol.

Hinzu kommt: Im Gegensatz zu anderen Sektoren (Strom, Gas, Versicherungen) gibt es im Beriech Internet-Festnetz-Handy keine Vergleichsrechner.

Die VZS hat nun die verschiedensten Angebote und Tarife sämtlicher großer Anbieter im Markt zusammen getragen und verglichen.

Internet für Zuhause mit Festnetz

Die günstigsten Angebote im Markt starten bei knapp 22 Euro im Monat, die meisten Angebote in unserm Vergleich kosten jedoch um die 27 Euro pro Monat. Die meisten aufgelisteten Angebote ermöglichen zudem einen Festnetzanschluss, teilweise mit unlimitierten nationalen Gesprächsminuten oder einer Abrechnung nach effektivem Verbrauch.

Die teilweise recht hohen Kosten für Modem und Aktivierung der Linie werden in der Regel monatlich abgerechnetund sind meist bereits in den monatlichen Gebühren inkludiert. Kündigt ein/eine KonsumentIn jedoch den Vertrag bevor die gesamten Kosten abgerechnet wurden – meist 48 oder 24 Monate – werden die restlichen Raten, zusätzlich zu eventuellen Deaktivierungskosten, auf einen Schlag fällig. Um also Überraschungen oder zusätzliche Kosten zu vermeiden, sollten Konsumenten daher vor einer Kündigung den Vertrag genau unter die Lupe nehmen.

Reines Festnetztelefon für Zuhause

Das Angebot für reine Gesprächslinien ohne Internet ist überschaubarer. Unlimitierte Freiminuten beziehen sich hier in der Regel auf das nationale Festnetz und Nummern des italienischen Mobilfunks, für Telefonate ins Ausland werden meist Minutentarife angewendet. Die Angebote am Markt starten bei knapp 15 € im Monatund reichen bis zu 36,90 €. Teilweise recht hohe Aktivierungskosten von bis zu knapp 100 € sollten bei der Wahl für ein Angebot nicht vernachlässigt werden, so die VZS.

Handy

Die Auswahl an verschiedenen Handytarifen ist schier unermesslich. In den VZS-Vergleich wurde daher jeweils das günstigste Angebot aufgenommen, welches mit „aufladbarer” (prepaid) SIM-Karte funktioniert und an alle Kundengruppen gerichtet ist.

Das günstigste Angebot im Vergleich ist mit 5 € rund viermal günstigerals das teuerste Angebot mit 19,99 €. Betrachten wir ausschließlich die Angebote mit großen Datenvolumen (mehr als 20 GB), so ist das teuerste Angebot mehr als doppelt so hoch wie das günstigste Angebot mit 7,99 € (siehe dazu auch die nebenstehende Grafik).

Aktivierungskosten bei Handytarifen beinhalten meist die Kosten für eine SIM-Karte mit einem ersten Startguthaben und sind in der Regel überschaubar.

Sollten trotz des teilweise recht großzügigen Datenvolumens die Gigabyte aufgebraucht sein, so wird dies von den einzelnen Anbietern unterschiedlich gehandhabt, und entweder separat verrechnet oder der Datenfluss blockiert. KundInnen, welche viel im Ausland sind und auch dort auf günstiges Internet angewiesen sind, sollten sich informieren, wie viel vom großzügigen Datenvolumen im Roaming verwendet werden darf. Viele Anbieter beschränken das Daten-Roaming der Angebote und berechnen dann zusätzliche Kosten für die genutzten Gigabytes.

 

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Kommentare (3)

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  • saustall_kritiker

    Es gibt beim Festnetz auch unlimitierte Freiminuten für ganz Europa; dass sie sich nur auf das nationale Festnetz beziehen, ist also von der VZS falsch recherchiert und wäre auch im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß. Für mich als überzeugten Europäer war immer das Kriterium bei einer „Flat-Rate“ beim Festnetz, dass sie sich auf ganz Europa bezieht. Deshalb habe ich auch lange schon die hinterwäldlerische TIM verlassen und habe „Vodafone casa“ gefunden. Diese bietet um einen Aufpreis von 3 Euro monatlich die Ausweitung der Flatrate auf ganz Europa, wie es eben heutzutage sein soll und auch muss. Um 15 Euro im Monat plus 3 Euro, also 18 im Monat, habe ich also dort die Grundgebühr und die Europa-Flatrate zum Telefonieren (alles inklusive). Zum mobilen Telefonieren (das ich nur als Ergänzung zum Festnetz sehe) habe ich lange schon keine italienische Nummer mehr, sondern eine österreichische vom Discounter Hofer, wo ich schlappe 4 Cent pro Minute zahle – ohne Monatsgebühr. Zudem ist in Österreich der bürokratische Aufwand, eine Telefonnummer zu bekommen immer noch um vieles geringer als in Italien. Man kauft sich bei Hofer eine Schachtel mit dem Chip (Kosten 2,99 Euro); an der Kasse macht die Mitarbeiterin mit dem Handy ein Foto vom Ausweis und das wars…. kein Formular…. nix….
    Die VZS hat also doppelt schlecht recherchiert: beim Festnetz und ohne auf die nunmehr viel günstigeren Angebote etwa in Österreich hinzuweisen, die dank EU-Roaming auch in Südtirol zum gleichen Preis gelten 🙂 🙂
    Also nicht alles glauben, was die von sich geben…..

  • saustall_kritiker

    pardon: 1,99 Euro kostet die Sim-Karte beim österreichischen Anbieter HOFER, nicht 2,99 🙂 🙂

  • ganzwasneues

    Diese Tabelle werden heute veröffentlicht und sind morgen schon überholt…

    Bei Ho z.B. gibt es für den selben Vertrag drei verschiedene Beträge je nachdem ob Neukunde oder von welchem anderen Betreiber man umsteigt…

    Also nur eine Momentaufnahem und damit ziemlich wertlos…

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