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Alles wird gut!

Stoff aus Dänemark, Dreh in Südtirol, Cast aus Italien und Österreich.

von Renate Mumelter

„Adams Äpfel“ hieß das dänische Original dieser Filmgeschichte, „Abbi fede“ heißt das italienische Remake, zu deutsch „Alles wird gut!“. Was passiert aber, wenn dänischer Humor in italienischen umgewandelt wird? Es will nicht so recht funktionieren, trotz des ausgewählten Schauspielteams, trotz der hübschen Schauplätze. „Abbi fede“ ist zum Grinsen, aber nicht wirklich zum laut Lachen. Aber was soll’s. Für einen Filmabend ohne größere Ansprüche reicht’s. 

Wer sich besonders gut auf dem Ritten auskennt, kann neben der Story Anderes sehen, Schauplätze nämlich. Da kommt fast alles vor. Seilbahn und Zug als Verkehrsmittel, Straßenabschnitte mit Aussicht hier und dort, ein Hotel als Klinik, ein Kiosk, ein See, nur die Kirche fehlt. Die steht im Überetsch mitten in den Weinbergen, und der Film tut so als ob diese Reben am Ritten wären. Aber so ist das im Film. Fiktion und daher legitim. Was eher irritiert ist, dass ein Pfarrer, der unter einem Apfelbaum lebt, den Apfel mit einem Messer vom Baum schneidet. Dass das nicht geht, hätte jemand erklären können, genauso wie die Betonung von Adamo. Nicht das erste, das zweite a will betont sein. 

Zur Story: Regisseur Pasotti spielt Pater Ivan, der unbeirrbar alles positiv sieht (ein interessanter Aspekt), Robert Palfrader ist Ex-Skifahrer, Kleptomane und Säufer, Claudio Amendola ein italienischer Faschist. Dazu kommen eine abgetretene Schwangere (Gerti Drassl) und ein schießwütiger Araber. Sie alle sollen zum Guten bekehrt werden. Was nicht ganz klappt.

„Alles wird gut“ (Abbi fede), ITA 2019, Regie Giorgio Pasotti, mit Robert Palfrader, Claudio Amendola. Bewertung: Eher Richtung Klamotte 

 Was es sonst noch gibt: „Verkaufte Heimat“ (2) heute 10.30h, „Herzog incontra Gorbaciov“ (MO-MI)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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