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Die Fachkräfte-Offensive

Myriam Atz-Tammerle und Sven Knoll

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat die Süd-Tiroler Freiheit einen Beschlussantrag ausgearbeitet, der diese Woche im Landtag zur Abstimmung kommt.

Ob im Tourismus, im Handwerk oder in der Industrie: Auch in Süd-Tirol ist der Fachkräftemangel zunehmend ein Thema. Darauf macht die Süd-Tiroler Freiheit aufmerksam. Um diesem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat die Süd-Tiroler Freiheit einen Beschlussantrag ausgearbeitet, der diese Woche im Landtag zur Abstimmung kommt.

Im Zuge einer Pressekonferenz wurde der Antrag vorgestellt.

Ganz Tirol leidet derzeit in vielen Branchen unter einem starken Fachkräftemangel. „Viele Unternehmen hierzulande benötigen sehr viel Zeit, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Das hat zur Folge, dass auch die Kosten und der Aufwand für die Personalsuche steigen. Zur Verfügung stehende Mitarbeiter leiden dadurch mitunter an Überbelastung“, weiß die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle, die selbst unternehmerisch tätig ist, zu berichten.

Zusammenarbeit mit Verbänden und Organisationen.
Mit dem Beschlussantrag soll die Landesregierung in Zusammenarbeit mit Verbänden und Organisationen ein Konzept für die verstärkte Anwerbung von Fachkräften aus dem deutschsprachigen Raum ausarbeiten. „Besonders in Gastbetrieben in höheren Lagen oder in traditionellen Tiroler Gastbetrieben ist es wichtig, dass die Authentizität auch durch die Sprache der Mitarbeiter gewahrt bleibt“, unterstreicht die Landtagsabgeordnete.

Verkürzte Ausbildungszeit.
Im Bundesland Tirol wurde eine neue Initiative der Wirtschaftskammer gegen den Fachkräftemangel im Tourismus gestartet, welche im Besonderen Schulabbrecher oder junge Erwachsene ansprechen soll. Eine verkürzte Ausbildung – 18 Monate, jedoch mit vollem Gehalt. Atz Tammerle wünscht sich ähnliche Maßnahmen für Süd-Tirol. Die Landesregierung soll unter anderem überprüfen, ob dies auch auf andere Berufsbilder ausgedehnt werden kann.

Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol.
Zudem sei eine Gesamttiroler Kooperation im Bereich Fachkräftemangel anzustreben, da sich Süd-Tirol mit ähnlichen Problemen wie das Bundesland Tirol auseinandersetzen muss. So sollen etwa Lehrlinge und junge Menschen die Möglichkeit erhalten, in den verschiedensten Betrieben in Süd-, Nord- und Osttirol arbeiten zu können, um verschiedene Strukturen und Arbeitsmodelle kennenzulernen und bestmöglich auf die Arbeitswelt vorbereitet zu werden. Auch soll es eine verstärkte Zusammenarbeit der Arbeitsämter auf beiden Seiten geben.

Erhebung zum Fachkräftebedarf.
Mit dem Beschlussantrag soll die Landesregierung unter anderem beauftragt werden, die Ausarbeitung einer umfangreichen Erhebung zum Fachkräftebedarf in den einzelnen Bereichen in Auftrag zu geben. „Denn ein erster Schritt wäre damit getan zu wissen, wie es in Südtirol in den einzelnen Bereichen aussieht“, meint Atz Tammerle, die in diesem Zusammenhang im Antrag auf eine jüngste Analyse der WKO (Wirtschaftskammer Österreich) verweist.

Atz Tammerle fasst zusammen: „Früher hat der Betrieb die Mitarbeiter ausgesucht, heute ist es umgekehrt. Es bedarf daher gezielter und umfassender Maßnahmen, um wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Mit der Genehmigung unseres Antrages wäre ein erster großer Schritt getan.“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (13)

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  • watschi

    fachkräfte? in bahnhofspark wären genug davon. sagt man

  • thefirestarter

    Was es braucht ist ein Ausbaustop in der Tourismusbranche. Keine neuen Hotels, keine Vergrösserungen.
    Auch der Ausbau der Bauernhöfe und Almhütten zu Touristenunterkünfte muss beendet werden.
    Zusätzlich keine Beiträge an Unternehmen die umweltschädlich Arbeiten, Waffen produzieren usw.

  • hoi_du

    … nachdem Industriebetriebe (und nicht nur einer) auf Bewerbungen und Anfragen nicht reagieren ist wohl kaum davon auszugehen dass ein Fachkräftemangel herrscht

    • leser

      Hoi, du
      Bravo genau so ist es
      Die paar ausgeschruebenen jobs für fachkräfte mit spezieller ausbildung entpuppen such meistens als fake
      Denn beim vorstellu gsgespräch wird man dann ernüchternd informiert dass man leute sucht mit weniger hihen berufsbild
      Ich habe due erfahrung gemacht dass man spätestens wenn es dann um die gehaltsvorstellung geht hat man es dann nicht mehr eilig einen neuen qualifizierten mitarbeiter einzustellen
      Und im übrigen lieber sven knoll wo sind denn die betruebe die hichqualifiziertes personal suchen
      In der gastronomie? Auf dem bauernhof in der obstwiese oder in der industrue wo du 8 stunden ein metallprifil zuschneidest und in den karton legst
      Dafür reicht doch der albaner der für 900 euro diese arbeit macht
      Du solltest dich kümmern wieso man in den südtiroler unis nicht studueren kann wenn man keine doppelsprachigjeitsnachweise hat und due meusten dadurch nach österreich oder deutschland abwandern

  • emma

    die guten bleiben eben in afrika

  • yannis

    Eine schön aufgemachte Stellenanzeige dient schon mal als Werbung in eigener Sache, in Wirklichkeit wird kein neues/zusätzliches Personal benötigt.

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