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„Ärmel hochkrempeln“

Die Freiheitlichen haben am Samstag ihren Neujahrsempfang abgehalten. Bei den Gemeinderatswahlen wollen die Blauen neu durchstarten.

Am Samstagvormittag luden die Freiheitlichen in die Messe Bozen zum traditionellen Neujahrsempfang. Obmann Andreas Leiter Reber hielt Rückschau auf ein arbeitsintensives Jahr 2019, welches von einer erfolgreichen Arbeit der Landtagsfraktion sowie durch kontinuierliche Aufbauarbeit der Parteibasis gewesen sei. „Ärmel hochkrempeln für deine Gemeinde“ wurde als Losung für die Gemeinderatswahlen im Mai ausgegeben.

Der freiheitliche Generalsekretär Otto Mahlknecht begrüßte neben den beiden  Landtagsageordneten und Ehrenobmann Pius Leitner die rund 60 anwesenden Funktionäre und Mitglieder bevor Landesparteiobmann Andreas Leiter Reber seine Rede mit einer Rückschau auf das vergangene Jahr eröffnete:

„Lag beim letzten Neujahrstreffen noch ein düsteres Jahr hinter uns, dürfen wir heuer auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückschauen das von stabiler und fleißiger Arbeit geprägt war. Zum Ausdruck kommt das nicht zu Letzt in unserer Arbeit im Landtag. Dass zwölf freiheitliche Anträge und Ideen eine politische Mehrheit gefunden haben und umgesetzt werden, macht uns aktuell zur erfolgreichsten Oppositionspartei. Erfolgreich ist man nicht alleine, sondern in der guten Zusammenarbeit und der gegenseitigen Ergänzung, weshalb ich meiner Kollegin im Landtag Ulli Mair, unseren Mitarbeiten und allen Funktionären im Parteivorstand, in den Bezirken und Gemeinden für ihren Einsatz danke. Es freut mich ganz besonders, dass wir 2019 in Meran und Kaltern neue Ortsgruppen gründen konnten“, so Leiter Reber.

„Wie wichtig freiheitliche Stimmen in unserem Land sind, zeigt uns beinahe täglich die aktuelle politische Wetterlage. Dieses erste Jahr der derzeitigen Legislaturperiode hat gezeigt, dass die Volkspartei zwar einen neuen italienischen Koalitionspartner hat, aber nahezu allein und immer noch sehr selbstgefällig regiert. Inhaltlich und in der Umsetzung sind die großen Wahlversprechen der Lega nicht wahrnehmbar“, so der F-Obmann.

„Im politischen Mix der Südtiroler Parteien sind wir Freiheitliche zur Stimme der Vernunft geworden. Wir haben die verantwortungsvolle Aufgabe die Interessen all jener Südtiroler zu vertreten, welche gesellschaftliche Werte wie Familie, Arbeit, Heimat, Freiheit und Eigenverantwortung im Südtiroler Landtag wiederfinden wollen. Eine funktionierende Wirtschaft ist für uns der Garant für die sozialen öffentlichen Leistungen und die Unterstützung Benachteiligter. Umweltschutz stilisieren wir Freiheitliche nicht zur Glaubensfragen hoch, sondern ist Teil unseres Verständnisses von Heimatschutz und drückt sich in konkreten und ehrlichen Forderungen zum behutsamen Umgang mit unseren Ressourcen aus. Nicht zu Letzt garantieren wir ein einen Einsatz für mehr Autonomie, Selbstverwaltung und die Unabhängigkeit für Südtirol. Ein Zukunftsmodell, das alle drei Volksgruppen unseres Landes einschließt und neue Chancen eröffnet“, unterstreicht der freiheitliche Landesparteiobmann.

„Die Vernunft und die Demokratie kommen in diesem Land allzu oft zwischen den Interessen großer Lobbys, dem politischen Machterhalt und den realitätsfernen Wunschvorstellungen so einiger Parteien unter die Räder. Diese Vernunft zeigt sich aus in unserer Oppositionsarbeit. Wir sind kritisch, wir kämpfen gegen schlechte Entscheidungen und Absichten  der Landesregierung an, klopfen ihr auf die Finger und scheuen dabei keine Herausforderung. Wir üben aber nicht nur Kritik, sondern bringen selbst zahlreiche Vorschläge ein und werben auch für unsere freiheitliche Politik, was man durchaus erfolgreich bezeichnen kann, denn immerhin wurden unsere Vorschläge am öftesten im Landtag angenommen“, so Leiter Reber.

„Was uns auszeichnet, und da bin ich wieder bei der Vernunft, ist die Tatsache, dass wir trotz unserer kritischen Kontrollfunktion der derzeitigen politischen Mehrheit auch zur Seite stehen, und zwar immer dann, wenn es um Südtirols ureigenste Interessen geht: beim Thema Autonomieausbau und Verteidigung der Minderheitenrechte gegenüber dem Staat, schreiten wir in den Farben getrennt, aber in der Sache geeint voran. Diese Verantwortung für die Interessen unseres Landes stehen für uns Freiheitliche über jede Parteicouleur“, so der Obmann.

„Diese freiheitlichen Stimmen der Vernunft brauchen wir auch in den Gemeinden. Ein Dank geht an all jene, die sich derzeit und in den letzten Jahren in den Gemeindestuben für die Freiheitliche Gemeinschaft eingesetzt haben und gute Politik vor Ort gemacht haben. Es stehen heuer wieder Wahlen an. Eine entsprechende Arbeitsgruppe leitet Generalsekretär Otto Mahlknecht unter dem Motto „Ärmel hochkrempeln für deine Gemeinde!“. Gerade mit dem neuen Raumordnungsgesetz kommen große Herausforderungen auf die künftigen Gemeinderäte zu, wenn wir Wohnraum leistbarer machen und gleichzeitig der Zersiedlung unserer Landschaft einhalt gebieten wollen“, erklärt Andreas Leiter Reber.

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