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Brunecker Notstand

In Bruneck herrschte am Mittwoch der Ausnahmezustand. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. In der Feuerwehrhalle wurden hunderte Personen betreut.

+++ UPDATE 07.00 Uhr +++

In Bruneck ist die Stromversorgung um 06.30 Uhr wieder zusammengebrochen.

Das haben wir bislang berichtet:

Im Laufe des Unwettertages vom 13.11.2019 wurden von der Feuerwehr der Stadt Bruneck 30 schneebedingte Einsatzsituationen abgearbeitet.

Es kam zu Baumstürzen, herabgebrochenen Ästen, blockierten Straßen, hängengebliebenen Lastkraftwagen und Wasserschäden

. Im Zuge der widrigen Witterungsverhältnisse kam es um 10.20 Uhr dann auch noch zum größten Stromausfall, den Bruneck bis dato erlebt hatte.

Infolgedessen kam es zu massenhaften Folgeeinsätzen, welche die Stadtfeuerwehr den gesamten Tag und bis in die späten Nachtstunden hinein forderte. So mussten diverse Personen aus blockierten Aufzügen befreit werden und drei Brandereignisse abgearbeitet werden.

Bei der Mittelschule Röd wurde durch einen technischen Defekt am Stromaggregat eine starke Rauchentwicklung erzeugt, welche die Turnhallen mit Abgasrauch füllte. In der Folge mussten 42 Schüler und 2 Bedienstete evakuiert werden.

2 Erwachsene und 7 Schüler wurden anschließend vom Notarzt-Team des Weißen Kreuzes in das Brunecker Krankenhaus eingeliefert. Für die Nachtstunden wurde eine Beleuchtung im Zentrum von Bruneck mit Fahrzeugen und starken Beleuchtungsmitteln organisiert.

Im Zuge des Stromausfalls wurden auch zahlreiche Einsätze mit Stromaggregaten gefahren und mehrere Lagebesprechungen zwischen der Feuerwehr Bruneck, Bürgermeister, hohe Beamte der Stadtverwaltung, Stadtwerke Bruneck, Weißes Kreuz, Carabinieri, Ortspolizei, Finanzwache und dem Feuerwehrbezirk Unterpustertal durchgeführt.

Dank der guten und äußerst professionellen Zusammenarbeit aller konnten im Laufe der Nacht das Brunecker Krankenhaus, das Altersheim, wichtige Strukturen und die meisten privaten Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen werden. Die Stromversorgung ist jedoch als sehr anfällig zu betrachten und kann jederzeit zusammenbrechen – zumindest solange die zum Teil massiven Schäden an den Hochspannungsleitungen nicht repariert werden können.

Daher der wichtige Aufruf an die Bevölkerung von Bruneck und der umliegenden Gemeinden St. Lorenzen, Pfalzen, Gais und Percha äußerst sparsam mit dem Stromverbrauch umzugehen!

Die meisten Industriebetriebe können erst dann wieder an das Stromnetz angeschlossen werden, sobald die stabile Leitungsverbindung mit der Hochspannungsleitung wieder intakt ist. Bei dieser Gelegenheit wird auch um Geduld ersucht. Alle arbeiten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Normalsituation. Die Hotlines sollen nur in absoluten Notfällen angerufen werden.

Wegen der Sperre der Gadertaler Straße mussten außerdem ca. 150 Personen, vorwiegend Studenten, in der Feuerhalle von Bruneck betreut werden. Nachdem  sich am Abend die Situation entspannt hat, wurde in Zusammenarbeit mit Feuerwehren des Gadertales der Transport der betroffenen Personen organisiert.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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