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Die Wasserstoff-Offensive

LR Daniel Alfreider

Die emissionsfreie Mobilität voranzutreiben, ist erklärtes Ziel der Landesregierung. In Zusammenarbeit mit der EU hat sie zwei weitere Projekte für Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb genehmigt.

Das Land will in punkto Mobilität lokal verstärkt emissionsarme und saubere Antriebstechnologien förden und startet eine „Wasserstoff-Offensive“.

Dazu hat die Landesregierung am Dienstag auf Vorschlag von Mobiliätslandesrat Daniel Alfreider zwei Vorhaben genehmigt. Alfreider betont: „Mit der Unterstützung der EU wollen wir die Batterie- und Brennstoffzellentechnologien in allen Sektoren der Südtiroler Mobilität verstärkt fördern und die dafür notwendige Infrastruktur aufbauen.“ Durch den Einsatz sauberer Energiequellen wolle die Regierung Südtirol zu einer Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität entwickeln – „mit Vorteilen für Bürger und Umwelt“, sagte der Landesrat.

Saubere Energie für Antriebe anzapfen

Gerade weil Mobilität sehr viel Energie verbrauche, könne man mit innovativen Technologien saubere Energie anzapfen und die Kohelnstoffdioxidemissionen verringern, so Alfreider. Zwei weitere Schritte in diese Richtung setzt die Landesregierung mit den genehmigten EU-Projekten JIVE und MEHRLIN. Beide Projekte sehen den Ankauf und die Wartung von zwölf neuen elektrischen Brennstoffzellenbussen (JIVE) sowie die Realisierung der zugehörigen Betankungs- und Logistikinfrastruktur (MEHRLIN) vor.

Für die Anschaffung der zwölf elektrischen Brennstoffzellenbussen beträgt der Finanzierungsanteil der EU 200.000 Euro je Fahrzeug. Die restlichen 650.000 Euro je Fahrzeug steuert das Land bei. Weiters fallen für die Wartung der zwölf elektrischen Brennstoffzellenbusse in den kommenden acht Jahren Kosten von 648.000 Euro pro Jahr an.

Für den Bau der zugehörigen Betankungs- und Logistikinfrastruktur am Betriebshof der SASA sieht die EU einen Finanzierungsanteil in Höhe von 750.000 Euro vor. Die restlichen 1.350000 Euro finanziert das Land.  Insgesamt investiert das Land Südtirol somit 14,3 Millionen Euro in die zwei EU-Projekte.

Die Projekte JIVE und MEHRLIN werden in Zusammenarbeit zwischen dem Land, der Inhouse-Gesellschaft des Landes „Städtischer Autobus Service AG“ (SASA) und dem Wasserstoffzentrum IIT in Bozen umgesetzt.

Investition in Null-Emission

In der Umsetzungsphase befindet sich derzeit zudem das bereits im Dezember 2018 genehmigte EU-Projekt LIFEalps. Mit diesem Projekt soll Südtirol flächendeckend mit der für Batterie- und Wasserstofffahrzeuge notwendigen Infrastruktur ausgestattet werden. So sollen bis 2025 möglichst viele Fahrzeuge mit Null Emissionen unterwegs sein. Darüber hinaus soll mit dem Projekt auch das Schnellladungsnetz von Batteriefahrzeugen und -autobussen erweitert und zusätzliche Wasserstofftankstellen geöffnet und Leihfahrzeugflotten ausgebaut werden. Sechs von 13 Schnellladesäulen für batteriebetriebene Elektroautos wurden bereits installiert, die restlichen folgen innerhalb Frühling.

Investiert werden in das LIFEalps-Projekt insgesamt rund 22,6 Millionen Euro. An den Investitionen beteiligen sich die SASA als Hauptprojektträger und weiters die Energiegesellschaft Alperia, das Vinschger Energiekonsortium VEK, die Stadtwerke Bruneck, die Südtiroler Transportstrukturen AG STA, die Europäische Akademie EURAC und die Brennerautobahngesellschaft A22 mit insgesamt 7,8 Millionen Euro. Die EU-Förderung beläuft sich auf 7,9 Millionen Euro.

In Fahrt mit Brennstoffzellentechnologie

Insgesamt werden im Bereich Brennstoffzellentechnologie die Kräfte im Land gebündelt: So hast daas Ressort für Mobilität und Infrastrukturen und das Ressort für Umwelt und Energie für die weitere Planung vergangene Woche mit Zustimmung der Landesregierung ein „H2-Team Südtirol“ eingesetzt, wie Alfreider heute berichtet hat: „Zusammen mit den weiteren Partnern wollen wir verstärkt in diese Technologie investieren. Südtirol hat durch seine enorme Wasserkraft ein enormes Potential, diese saubere Energie auf regionaler Ebene für Mobilitäts- und Transitlösungen besser zu nutzen.“ Vertreten sind im H2-Team Südtirol neben den beiden Ressorts auch das IIT, die EURAC, die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, die Landeabteilung Innovation und die A22. Die Gruppe wird eine H2-Strategie für Südtirol entwickeln.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (21)

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  • andreas

    Super Idee, an der Autobahnausfahrt Bozen, ca. 1 km vom Sitz der Sasa entfernt, haben wir schon eine Wasserstofftankstelle, welche so gut wie nicht genutzt wird, wenn wir jetzt noch eine bauen, haben wir schon 2 mit so gut wie keiner Auslastung.

    • einereiner

      Die Südtiroler sind weltweit die Dümmsten. Der Umweg über Wasserstoff kostet 60% der Energie. Niemand wird ein Wasserstoffauto kaufen, wenn der Sprit dafür dreimal so teuer ist wie Strom für das Elektroauto.
      Dumm, dümmer, Südtiroler

      • yannis

        @einereiner,
        Bin ganz Deiner Meinung !

      • reinhold

        Ich sage es schon lange, aber viele wollen nicht hören. Auch das ist wieder ein Beispiel dafür, wie die Landesregierung Millionen unserer Steuergelder für unsinnige und unwirtschaftliche Projekte vergeudet.
        Die Zeche zahlt der Bürger, dessen Steuergelder sinnlos verbrannt werden und eines Tages werden uns diese Gelder fehlen. Dann wird das Gejammer laut werden, aber dann wird es zu spät sein.

        – unwirksame Abkommen mit dem Staat (2011-2014 über 3200 Millionen)
        – jährliche Abgaben an den Staat (800 Millionen pro Jahr bis 2018)
        – jährliche Abgaben an den Staat (476 Millionen pro Jahr ab 2018)
        – der SEL Skandal (Millionengrab)
        – der Flughafen (Millionengrab)
        – der SafetyPark (Millionengrab)
        – das Milliardengrab BBT (MILLIARDENgrab)
        – die Wasserstoffanlage und –Busse (Millionengrab)
        – die Müllverbrennungsanlage (Millionengrab)
        – der Thermen Hotel Skandal (Millionengrab)
        – die Air Alps Beteiligung & Subventionen (Millionengrab)
        – Stiftung Vital (Millionengrab und Vetternwirtschaft)
        – die vielen Protzbauten überall (Millionengrab)
        – der Technologiepark (Millionengrab)
        – der Stein-an-Stein Skandal (Millionengrab)
        – die unnützen Landesgesellschaften (BLS, TIS, NOI, IDM, usw.) (Millionengräber)
        – die defacto Schenkung von Wohnungen ans Militär (Millionengrab)
        – Steuergeldverschwendung Kulturhauptstadt 2019 (Millionengrab)
        – Schadensersatzzahlungen der Therme Meran (Millionengrab)
        – E.ma.con Pleite (Millionengrab)
        – sinkende Renten und Verlust von Rentengeldern (300 Millionen im Jahr)
        – die Konzessionsvergabe der Ahrstufen
        – der SE Hydropower Skandal
        – der Unwählbarkeit von Kandidaten Skandal
        – die Verbandelung mit allen Verbänden und Vereinen
        – der Wanzen-Affären Skandal
        – der Turbo-Staatsbürgerschaft-für-SVP-treue-Ausländer Skandal
        – der Toponomastik Skandal
        – der Mussolini Relief und Siegesdenkmal Skandal
        – die vielen Bürgermeister-Skandale
        – der Treuhandgesellschaften Skandal
        – der Sonderfonds Skandal
        – die ungerechtfertigten Privilegien und Dienstwagen
        – die unverschämten Politikergehälter und -Pensionen
        – die weitverbreitete Vetternwirtschaft
        – die Behinderung der Direkten Demokratie
        – der Kuhhandel bei der Parteienfinanzierung
        – der WOBI Skandal
        – der Kaufleute-Aktiv Skandal
        – der Ausverkauf der Heimat
        – der allgegenwärtige Postenschacher
        – der verbilligte Immobilien für Durnwalder Skandal
        – der Egartner Skandal
        – der skandalöse SMG Vertrag zugunsten Christoph Engl
        – der Wahlkampf von mit Steuergeldern finanzierten Verbänden und Vereinen
        – der Zarenbrunn-Deal (Russen Kuhhandel des EX LH)
        – unerlaubte Wahlwerbung am Wahltag
        – Politikerrenten Skandal (ausgedacht & abgestimmt von SVP) und Rekurse
        – Unverschämte Vorschußzahlungen Pensionen (Versuch die SVP Kasse zu sanieren)
        – Arbeitslosengeld für Pensionsmillionäre & Systemprofiteure (Laimer, Rainer, Munter,…)
        – Millionen Euro Schulden der SVP
        – Finanzierung von Wahlwerbung für Marie Ida Måwe aus SVP Parteikasse
        – gebrochenes Wahlversprechen Mindestpension
        – ESF Gelder Skandal
        – Rekurse der Ex-Mandatare und immer noch SVP Mitglieder
        – gebrochenes Versprechen GIS
        – gebrochenes Wahlversprechen kleine Krankenhäuser
        – Wählertäuschung Doppelte Staatsbürgerschaft
        – Versagen bei Sicherheit und Einwanderung
        – Wahllüge „Vollautonomie“
        – Brennercom Skandal
        – Forellen-Skandal (Millionengrab)
        – weitere Steuergeldverschwendung Flughafen (auch nach Referendum)
        – Schließung Geburtenabteilungen (gebrochenes Wahlversprechen)
        – Manipulationen beim Autonomiekonvent Skandal
        – Zustimmung zur Verfassungsreform
        – MEMC/Solland (Millionengrab)
        – SAD Skandal (Millionengrab)
        – SVP Basiswahl Farce
        – Unterstützung autonomiefeindlicher PD Kandidaten bei Parlamentswahlen
        – Skandal „Südtirol-Image-Beauftragte“ Puglisi (Freundin von PD Bressa)
        – Chaos in der Sanität (Proporz, Mehrsprachigkeit, Wartelisten, Bedingungen)
        – Arbeitsvertrag & Abfindung Schael
        – Steuergeldverschwendung Pressesprecher
        – Farce um SVP Wertekatalog
        – Koalition mit Rechtspopulisten
        – Wählertäuschung Doppelpass
        – uvm.

  • robby

    Sowas muss man sich erst mal leisten können. EU Beiträge und eigene Leistungen stehen doch in keinem Verhältnis.

  • morgenstern

    Ich dachte es handle sich nur um eine Redewendung, aber man kann tatsächlich das Geld zum Fenster hinaus werfen.

  • malwasneues

    Im Physikunterricht haben wir bereits in der Mittelschule gelernt, dass bei jeder Umwandlung von einer Energieform zu einer anderen jeweils Verluste auftreten.

    Mit elektrischem Strom Wasserstoff produzieren, um dann mit dem Wasserstoff wieder elektrischen Strom zu produzieren finde ich mehr als absurd.

    Aber wenn schon mal Geld von der EU (wer ist das eigentlich???) kommt, wären wir ja blöd, dieses anderen zu überlassen, welche damit vielleicht – sicherlich – weniger hirnrissige Projekte realisieren…

    • leser

      Malwasneues
      Was willst du denn mit 15% wirkungsgrad ist diese technologie dem benzinmotor (ca.35) und dem diesel ( etwa 42) doch weit überlegen
      Ein weiteres argument ist auf jedenfall in die automobilität zu investieten zumal dieser zu einem anteil von etwa 7 bis 9 % für due schadstoffemissionen verantwortlich ist
      Aber eine ass im ärmel hat es das auto zu dransalieren nämlich man kann damit 90% der menschen treffen die für dessen kosten aufkommen müssen
      Das ist etwa so wenn für das vermögen der welt das etwa 5% der menschen besitzen und mind 70% dafür besteuert werden
      Daher alfreiser lobt und treibt etwas viran von dem er keinen bkassen schimmer hat und wofür er sich gegen sattes entgelt vir den karren spannen läst

  • tiroler

    Wie? wir schmeissen mal so 14millionen raus, ein Bus kostet 850.000euro und die Wartung 648.000 im Jahr?? der wahnsinn kennt anscheend keine grenzen

    • leser

      Nicht 14 millionen bisher hat man schon 100 millionen für diese sackgasse hinausgeschmissen
      Wasserstofftechnologie ist nucht einmal in stationäreinsatz rentabel geschweige denn für due mobilität geeignet

  • patrick

    Zum glück hat her der Landesrat eine weitere Sicht als dessen Bevölkerung, denn es wird in Zukunft nicht möglich sein den Mobilitätsbedarf von Südtirol oder weltweit mit rein Batteriefahrzeuge abzudecken, geschweige denn die Probleme die es bei Kondominien gibt um hier zum beispiel alle Autos elektrisch zu laden, wie extrem müssten wir hier auch das Stromnetz ausbauen? Des weiteren sind ja Batterieautos wegen der Herstellung der Batterien bei weitem nicht CO2 neutral! Was hingegen bei Wasserstoff sehr wohl der Fall ist, wenn dieser zb durch Elektrolyse mit strom von Wasserkraftwerken gemacht wird.
    Es ist sicher nicht möglich von heute auf morgen zu Wasserstoff umzusteigen, aber irgendwann wird der Batteriehype aufhören, und die Leute werden realisieren, dass sie gar nicht 200 km machen wollen um dann 4 stunden lang das auto auf zu laden. Wasserstoffautos können bis zu 600 km machen, und in 3 Minuten wieder aufgeladen werden. Ja, es ist sicher noch eine teure Technologie, aber wie kann diese billiger werden, wenn nicht irgendwo eine Startfinanzierung ist, um diese Technologie unter den Leuten zu bringen?
    Also gut gemacht Herr Alfreider, weiter so, Südtirol soll in die Zukunft schauen, und nicht stehen bleiben.

    • leser

      Payrick
      Du hast, genau wie alfreider, keine ahn7ng von diesen technologien und das behauote ich als eine person die seid über 20 jahren in duesen technologien arbeitet
      Wasserstofftechnologie hat vielleicht zukunft in bestimmten sparten aber ganz bestimmt nicht in det elektromobiltät
      Was die elektrolyse in verbindumg mit stromproduktion und elektroantrieb betrifft so reden wir von betriebswirkungsgraden von 15%, damit du dir vorstellen kannst was das bedeuder wen du die klassische glühlampe mit 100W betreibst dann hast du etwa für 15W licht und der rest geht grissteils in wärme verloren
      Abgesehen von der aufwändigen produktionsprozedur ist det einsatz von wasserstofftechnik sicherheitstechnisch sehr aufwändig zu beherrschen
      Es gibt diverse expertuesen von renomierten und vor allem unabhängigen wissenschaftlern die
      dir die problematik und vor allem die rentabilität velegen
      Bezüglich klimaneutralität mit energie aus wasserkraft dann halt ich dir mal den spiegel vor
      Südtirol kann energie aus wasserkraft im besten fall mit 70% decken da ist aber der strom für wasserstoffproduktion nicht drinnen
      Ein weiterer gedankenanstoss zu deiner klimaneutralität südtirol hat etwa 530.000 einwohner , deutschkand hat etwa 82 millionen europa ca 550 millionen due welt um 8gute 7 milliarden frage wievuel willst du mit energie ays wasserkraft versorgen und wieviel strom kannst du für wasserstoffproduktion aufwenden?
      Damit du erwas verstehst das noch
      Die mobilität trägt etwa 7% bus höchsten 9% zur umweltbelastung bei wie gehst du auf die restlichen verursacher zu?
      Ich für mich denke wir bräuchten dazu kompetentere verantwortungsträger und vir allem keine von der lobby belasteten wasserträger due diese thematik angehen und alfreider und co gehören mit sicherheit nicht zu denen

      • patrick

        Also bei mir im Kondominium gibt es keine möglichkeiten Ladezapfsäulen für alle zur vercugung zu stellen, was soll man also machen wenn man co2 neutral fahren will? Außer dass batterieherstellung nicht co2 neutral ist, wobei ich mich hier widerhole…
        Ich werde mir auf jeden fall ein wasserstoffauto richten sobald diese billiger werden, diese serden aber nur billiger wenn sie in serie produziert werden können… Den wasserstoff kann man ja auch durch andere erneuerbare quellen produzieren, sobald überschuss im netz herscht, und ihn dann für längere zeit speichern!

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