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Das Not-Ambulatorium

Um die Wartezeiten in der Bozner Notaufnahme zu reduzieren, wird dort jetzt ein „Ambulatorium für die Grundversorgung“ eingerichtet. Ein Pilotprojekt, das jährlich 300.000 Euro kostet.

von Heinrich Schwarz

Sanitätslandesrat Thomas Widmann hat ein ehrgeiziges Ziel: Die Wartezeiten in der Notaufnahme des Bozner Krankenhauses sollen bis Ende des nächsten Jahres nahezu halbiert werden. Die momentane durchschnittliche Wartezeit von drei Stunden und 50 Minuten soll sich binnen eines Jahres auf zwei Stunden reduzieren.

Ein erster Schritt dahin war die Eröffnung eines Servicepoints des ärztlichen Bereitschaftsdienstes im Bozner Krankenhaus im vergangenen April. Ab 1. Dezember soll weiters die Kostenbeteiligung für unangemessene Zugänge in der Erste-Hilfe-Abteilung starten. Und jetzt hat der Sanitätsbetrieb formell beschlossen, ein „Ambulatorium für die Grundversorgung“ in der Notaufnahme als Pilotprojekt zu errichten.

Das Ambulatorium ist laut Sanitätsbetrieb „für all jene Patienten angedacht, deren gesundheitliche Probleme in die Kompetenz des Arztes für Allgemeinmedizin fallen und die sich unangemessen an die Notaufnahme wenden, wobei diese in der Triage mit dem Kodex ‚geringfügig/nicht dringend‘ eingestuft werden.“

EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL DAZU LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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Kommentare (2)

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  • andreas

    Wurde auch Zeit, es sind einfach zu viele, welche mit Kleinigkeiten in die Erste Hilfe gehen, weil sie sich z.B. den Finger eingeklemmt haben und gleich nach dem Chefarzt rufen, da sie ja am Schlimmsten von allen betroffen sind.

    Die Erste Hilfe in BZ ist bei schwereren Fällen top, gut ausgerüstet und schnell.
    Alle welche sich beklagen, sollten sich mal mit einem Arzt dort unterhalten und erklären lassen, warum er mache auch 8 Stunden warten lässt. Sie entscheiden nach schwere des Falles und nicht nach der Meinung des Patienten, welcher annimmt, dass wenn er nicht sofort drankommt, in 3 Stunden tot ist.

  • meinemeinung

    sich unangemessen an die Notaufnahme wenden, wobei diese in der Triage mit dem Kodex ‚geringfügig/nicht dringend‘ eingestuft werden.“
    Diese Personen sollte man unverzüglich wieder zu Hausarzt schicken, ohne Behandlung und wenn behandelt werden soll ,dann kräftig zur Kasse beten, denn bei manche ist das nicht Arbeiten gehen oder keine Lust zu arbeiten ein normaler Vorgang ,da geh ich einfach in die Notaufnahme.

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