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Martin Eden 

Der neue Film von Pietro Marcello ist Geschmackssache.

von Renate Mumelter

Beim Filmfestival in Venedig wurde „Martin Eden“ als möglicher Gewinner gehandelt. Gewonnen haben andere. Aber Hauptdarsteller Luca Marinelli wurde zum besten Schauspieler gekürt. In Bozen ist Regisseur Pietro Marcello kein Unbekannter. 2010 gewann er bei den Bozner Filmtagen mit „La bocca del lupo“ den Dokumentarfilmpreis. Auch mit seinen anderen Filmen war er da.

Der Spielfilm „Martin Eden“ verlegt den Roman von Jack London aus dem Jahr 1909 in das Neapel wohl der 1920er Jahre. Im Mittelpunkt steht ein Seemann ohne Schulbildung, der sich in ein Mädchen der besseren Gesellschaft verliebt und so werden will wie sie. Dazu braucht es Bildung, und weil die kostet, bringt er sich alles selber bei. Dabei entdeckt er die Freude am Schreiben, und setzt alles daran, um Schriftsteller zu werden. 

Im Mittelpunkt von „Martin Eden“ steht Martin Eden, souverän gespielt von Luca Marinelli. Zwischen die Spielszenen schneidet Pietro Marcello symbolische Bilder und historisches Doku-Material, und dazu kommen Dialoge und Bilder, die auf die aktuelle politische Situation in Italien passen. 

„Das ist ein schöner Film“, sagt die Angebetete, als sie aus dem Kino kommen. „Mir hat er nicht gefallen“, antwortet Martin. Filme sind eben immer auch Geschmackssache. Die Kritik hat den Film hoch gelobt, mich hat er nicht ganz in seinen Bann gezogen. Er geht’s sehr langsam an und schmeckt etwas nach Sozialromantik. Geschmackssache eben. Ein paar Eindrücke aber bleiben.

Martin Eden (IT 2019), 129 Min., Regie: Pietro Marcello mit Luca Marinelli. Bewertung: Sehenswert

Was es sonst noch gibt: „Mein Lotta-Leben – alles Bingo mit Flamingo“ (SA, SO), „Riafn“ und „Das erste Jahrhundert des Walter Arlen“ (MO)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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