Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Der Gletscherschwund

Der Gletscherschwund

Über Klimawandel und Gletscherschwund informiert eine Wanderausstellung des Hydrographischen Amtes: Nachdem sie von 10.000 Personen in Sand in Taufers gesehen wurde, ist sie ab 23. August in Antholz.

Zweieinhalb Monate konnte die Wanderausstellung im Naturparkhaus Rieserferner-Ahrn in Sand in Taufers besichtigt werden. Rund 10.000 Besucherinnen und Besucher haben sie in dieser Zeit gesehen. Nun wird die Ausstellung abgebaut und ist ab 23. August im Zivilschutzzentrum in Antholz-Mitteral zu sehen.

Franz Hinteregger, Betreuer des Naturparkhauses Rieserferner-Ahrn, freut sich über den so großen Zuspruch der zu Ende gehenden Ausstellungszeit: 220 waren es am Tag der Eröffnung, im Juni kamen 1777, im Juli waren es 4274, und bis zum 13. August wurden 2686 gezählt. Bis zur Schließung werden weitere 1000 erwartet.

Sorge über Gletscherschwund

Bis zum Jahr 2050 wird die Hälfte der Masse der Alpengletscher verschwunden sein: In diese tiefgreifende Veränderung der Gletscher in Südtirolund Tirol gibt die Wanderausstellung Goodbye Glaciers – Der Gletscherschwund in Bildern Einblick. Neben Fotos geben verschiedene Geräte und Ausstellungsstücke über alte und neue Methoden der Gletschermessung Auskunft und auch darüber, was durch den Rückzug der Gletscher freigelegt wurde.

Vor allem die Feriengäste äußerten große Sorge um den Zustand der Gletscher, berichtet Hinteregger: „Mit der Ausstellung haben den Nerv getroffen.“ Auch Führungen hat das Naturparkhaus angeboten: „Wir haben selber noch Relikte hinzugefügt, die der Hüttenwirt der Rieserfernerhütte Gottfried Leitgeb zur Verfügung gestellt hat.“ Darunter war ein über 7000 Jahre altes Hirschgeweih, ein Holzschuh aus dem Mittelalter und Fragmente eines abgestürzten US-amerikanischen Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg mit Fallschirm des Piloten und Erste-Hilfe-Set.

Weitere Termine und Orte

Im Zivilschutzzentrum in Antholz-Mitteral (Mittertaler Straße 23) ist die Ausstellung vom Freitag, 23. August bis Sonntag, 22. September, jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr zu sehen.

Vom 27. September bis zum 23. November ist sie dann im Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns, vom 29. November bis zum 29. Dezember in der Stadtgalerie in Bozen und vom 7. Jänner 2020 bis zum 24. Jänner im Landhaus 11 in Bozen. Danach sind zwei Standorte in Tirol geplant: vom 31. Jänner bis zum 29. März im Alpinarium in Galtür und vom 3. April bis zum 31. Mai 2020 in der Galerie Claudiana in Innsbruck. Vom 5. Juni bis 2. August 2020 ist die Wanderausstellung dann nochmal in Südtirol (Aquaprad in Prad am Stilfser Joch), abschließend dann vom 7. August bis 27. September 2020 im Naturpark Haus in Längenfeld im Ötztal in Tirol.

Kuratiert hat diese Ausstellung das Hydrographische Amt in der Agentur für Bevölkerungsschutz, koordiniert gemeinsam mit den Partnern des Interreg-Projektes GLISTT (Glacier Inventory South Tyrol – Tyrol,  ein Interregionales Gletschermonitoringkonzept für Südtirol und Tirol) und dem Amt für Naturparke.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen