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„In den Rücken gefallen“

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet die Kritik der Südtiroler Landesregierung an den Ausweichfahrverboten im Bundesland Tirol als unverantwortlich.

Sven Knoll ist resolut:

„Die Südtiroler Landesregierung fällt dem Bundesland Tirol in den Rücken, das sich aktiv darum bemüht, die Bevölkerung vor den Folgen der Verkehrsbelastung zu schützen.“

Anstatt sich zum Sprachrohr einer „wild gewordenen Frächterlobby“ zu machen ― die Tag und Nacht über die Straßen donnern möchte ― sollte die Landeregierung in Südtirol endlich selbst Maßnahmen ergreifen. Bisher wurde nämlich gar nichts getan, um den Verkehr zu reduzieren, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.

Das Bundesland Tirol hat am vergangenen Wochende damit begonnen, den Ausweichverkehr auf dem niederrangigen Straßennetz entlang der Autobahn zu verbieten, damit es nicht auch in den Ortschaften zu Staus kommt. „Diese Maßnahme war ein voller Erfolg. Über 1.000 Fahrzeuge wurden auf die Autobhan zurückgeschickt und auch die betroffenen Touristen zeigten Verständnis für dieses Vorgehen“, so Knoll.

Die immense Verkehrsbelastung entwickle sich zum immer größeren Schaden für den Tourismus in Südtirol und sei auch für die Menschen, die Entlang der Brennerroute wohnen, nicht länger zumutbar.

Sven Knoll schreibt:

„Es ist nicht die Aufgabe der Südtiroler Landesregierung, die wirtschaftlichen Interessen der italienischen Frächterverbände zu vertreten, sondern sich für den Schutz der Bürger in Südtirol einzusetzen. Auch die Bürgermeister entlang der Brennerroute haben sich positiv zu den Ausweichfahrverboten in Nordtirol geäußert.

Anstatt die Maßnahmen des Bundeslandes Tirol zu kritisieren, sollte die Südtiroler Landesregierung endlich einmal aufwachen und vergleichbare Initiativen auch in Südtirol umsetzen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • wisoiundnetderfranz

    Die vielen Staus können ja vielleicht ganz hilfreich sein…
    Ein paar Frächter werden wohl umdenken und ihren LKWs den Umweg über den Brenner ersparen.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Brennerstrecke mit einem Stautag immer noch günstiger sein soll als z.B. durch die Schweiz zu fahren…

  • thefirestarter

    Hast du die SVP als Freund brauchst keinen Feind mehr.
    Das ist eigentlich bei all unseren Nachbarn inzwischen bekannt.

  • andreas

    „Wild gewordene Frächterlobby, die über die Straße donnert…“

    Knoll scheint heute etwas zu lange in der Sonne gewesen zu sein.
    Die LKWs fahren nicht aus Spaß, sondern machen ihren Job, Ware, welche wir konsumieren, von A nach B zu bringen.
    Die ganzen Fahrten von 2 Leuten in einer 2 Tonnen Karre sind weit sinnloser als die LKW Fahrten.
    Unabhängig davon, dass LKWs am Wochenende, wo das Chaos war, gar nicht fahren durften.

  • pandoro

    Ich würde mal gut überlegt den Autozug Samstag für
    Touristen und Camper einführen!

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