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„Der Berg ist cool“

Letzter Kontrollgang im Spiegelsaal: Heinz Zak (links) und Manfred Schweigkofler (Foto: Stirata)

Tag eins im Museum für Bergfotografie am Kronplatz. Der künstlerische Leiter Manfred Schweigkofler über den Inhalt des Museums, über Besucher in Skischuhen und über ein starkes Kulturangebot am Berg.

Tageszeitung: Herr Schweigkofler, Sie arbeiten nun schon eine ganze Weile am Kronplatz. Heute ist das Haus für Bergfotografie zum ersten Mal für Besucher offen…

Manfred Schweigkofler: Bisher haben wir bewusst kein großes Aufhebens darum gemacht: Die offizielle Eröffnung des Hauses ist erst für Juni 2019 geplant. Jetzt aber wollen wir den Winter nutzen, um erste Erfahrungen zu sammeln. Zum Beispiel: Wie werden wir mit den Skischuhen im Haus zurechtkommen? Es ist eine Art Preview.
Welche ist oder war Ihre Aufgabe in diesem neuen Museum für Bergfotografie?
Vor dreieinhalb Jahren bin ich mit der Aufgabe betraut worden, ein Konzept für das Museum zu schreiben. Das Team besteht aus vier Kuratoren: Richard Piock, der ehemalige Chef des Unternehmens Durst und heutige Präsident des Tirol Archiv für Photographie, kurz TAP,  Martin Kofler, Direktor des TAP, Beat Gugger und mir als künstlerischer Leiter. Wir haben uns sehr lange und viel den Kopf darüber zerbrochen, wie wir dieses Projekt am besten umsetzen können.

Es ist nicht gerade naheliegend, dass ein Skifahrer ein Museum besucht. Was erwarten Sie sich?

Es ist schon klar, dass der Skifahrer  hauptsächlich zum Skifahren auf den Kronplatz kommt. Aber mancher Begleiter wird sicherlich froh sein über ein Alternativangebot. Trotzdem liegt es in der Natur der Sache, dass  dieses Museum vor allem ein Angebot für den Sommer sein wird. Wir wollen jetzt schauen, ob dies auch von Wintertouristen angenommen wird.

Wie hoch liegen die Erwartungen in Zahlen ausgedrückt?

Wir haben ein Jahressoll von 80.000 bis 90.000 Besucher festgelegt. Im Sommer sollten es bis zu 700 Besucher am Tag sein, im Winter könnten es weniger sein.

In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Museum von Reinhold Messner: Gibt es eine enge Zusammenarbeit der Häuser?

Das ist alles noch in Vorbereitungsphase. Ich weiß, dass es die Idee gibt am Kronplatz ein starkes Kulturangebot  mit zwei Museen zu schaffen, die sich ergänzen können. Das Museum Ripa in Bruneck könnte in dieses Kulturangebot auch aufgenommen werden.

Im Haus für Bergfotografie untergebracht ist auch ein Restaurant von Sternekoch Norbert Niederkofler. Wie kam es dazu?

Es war ein kontinuierliches Wachsen. Anfangs hatte man nur ein Expositionshaus des TAP angedacht. Nach und nach wurde die Idee größer und das Haus mit Inhalten gefüllt.

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • goggile

    die „Bild“ brachte vor wengien Tagen News über Bergsteiger messner. Südtirol schläft mal wieder hinterher.

  • andreas

    Aha, da sind Schweigkofler und die 3,5 Millionen gelandet, welche durch eine Gesetzesänderung einem privaten Unternehmen zugeschanzt wurden.

    Wo bleiben eigentlich die ganzen zurück zur Natur Taliban, die Opposition wegen der eigenartigen Subvention und die ganzen Kritiker im Forum, welche sowieso jede Ausgabe des Landes kritisieren?
    Bei diesem Thema liest man selten etwas und dies beim meistverbauten Hügel in Südtirol.
    Ich glaube sogar Disney blickt neidisch auf den Hügel und mancher Kulturschaffende auf Schweigkofler. 🙂

  • kleinlaut

    Aha, der Schweigkofler! Wenn das kein Erfolg wird, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Wer auf die Lösung Schweigkofler gekommen ist muss ein ganz besonderes Genie sein.

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