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Das Sistri-„Monster“

Foto: lvh

Aufatmen für viele Südtiroler Betriebe: Mit 1. Januar 2019 gilt das umstrittene Abfallerfassungssystem Sistri als aufgehoben. Für die Nachverfolgbarkeit der Abfälle soll eine neue Lösung gesucht werden.

Acht Jahre lang hat die Unternehmerwelt gegen die Umsetzung gekämpft. Immer wieder wurde die Einführung aufgeschoben. Nun wird es definitiv abgeschafft. Die Rede ist vom Online-Abfallerfassungssystem Sistri.

Ursprünglich sollte es Pflicht für alle Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern werden, die gefährliche Abfälle nach dem europäischen Abfallregister erzeugen oder bewirtschaften bzw. die ungefährliche Abfälle aus handwerklichen oder industriellen Tätigkeiten erzeugen.

Mit 1. Januar 2019 gilt Sistri als endgültig abgeschafft. Dies geht aus dem Gesetzesdekret „semplificazioni“ Art. 23 hervor. „Sistri hing wie ein Damoklesschwert über den Unternehmen. Es war zu bürokratisch, zeit- und kostenaufwendig. Nun ist zumindest ein sinnloses Bürokratiegespenst eliminiert. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die neue Lösung effizienter und unternehmerfreundlicher ausfällt“, betont der geschäftsführende lvh-Präsident Martin Haller.

Der lvh hat sich in den letzten Jahren gemeinsam mit dem nationalen Dachverband Confartigianato vehement gegen Sistri ausgesprochen.

Der Verband ist bereits mit den zuständigen Confartigianato-Vertretern in Rom in Kontakt, um ein neues „Sistri-Monster“ zu verhindern. „Wir begrüßen jegliche neuen digitalen Wege, sofern es sich um Erleichterungen und Vereinfachungen für die Betriebe handelt, “, erklärt Haller.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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