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„Guter Abschluss“

LH Kompatscher, Selfin-Präsident Helfer und GV-Präsident Schatzer Foto: LPA/Barbara Franzeli

Mit dem Verkauf von 8,07 Prozent der Alperia-Aktien an die Selfin hat das Land laut LH Kompatscher den letzten Akt zur Umsetzung der Stromvereinbarung gesetzt.

„Wir werden wohl künftig nicht mehr von der Landesenergiegesellschaft Alperia, sondern von der Gemeindenenergiegesellschaft sprechen“, brachte Landeshauptmann Arno Kompatscher die Bedeutung der Vertragsunterzeichnung auf den Punkt, die am Donnerstag im Landhaus 1 in Bozen vorgenommen wurde.

Landeshauptmann Kompatscher und Selfin-Präsident Sebastian Helfer unterzeichneten den Kaufvertrag, mit dem das Land 8,07 Prozent der Alperia-Aktien um 78,6 Millionen Euro an die Energiegesellschaft Selfin abtritt. Südtirols Gemeinden halten nach der heutigen Unterzeichnung des Kaufvertrags mit dem Land die Mehrheit der Alperia-Aktien.

Landeshauptmann Kompatscher sprach von einem „politisch wichtigen Moment“. Mit der heutigen Unterschrift sei der letzte Akt zur Umsetzung der energiepolitischen Strategie der Landesregierung gesetzt worden, die auf eine stärkere Einbeziehung der Gemeinden und mehr Effizienz abziele.

Als „sehr gutes Ergebnis langer Verhandlungen“ bezeichnete Selfin-Präsident Helfer den Vertragsabschluss, der die Effizienz steigere und die Rolle der Gemeinden in der Energiepolitik stärke. „Einziger Wermutstropfen ist, dass nicht alle 116, sondern nur 114 Gemeinden mit im Boot sind“, bedauerte der Ratschingser Bürgermeister.

Als „guten Abschluss der langen Geschichte der ‚Stromrückholung'“ bezeichnete hingegen Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer die Übernahme der Aktien durch die Gemeinden.

Die Landesregierung hatte den Verkauf von 60.528.190 Aktien der öffentlichen Energiegesellschaft Alperia AG an die Selfin GmbH um einen Gegenwert von rund 78,6 Millionen Euro Mitte Oktober beschlossen. Bislang war das Land im Besitz von 54,45 Prozent der Alperia-Aktien, nunmehr sind es mit 46,38 Prozent weniger als die Hälfte der Aktien. Selfin, sprich die 112 Südtiroler Gemeinden, hielt Aktien von Alperia im Ausmaß von 3,55 Prozent. Weitere Aktionäre von Alperia sind die Gemeinde Bozen (21 Prozent) und die Gemeinde Meran (21 Prozent).

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • franz

    Ein politisch wichtigen Moment“. “.
    Mit der heutigen Unterschrift ist es LH Kompatscher gelungenden schwarzen Peter endgültig den Gemeinden zuzuschieben..
    Als „guten Abschluss der langen Geschichte der ‚Stromrückholung’“ bezeichnete hingegen Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer die Übernahme der Aktien durch die Gemeinden. “[..]
    “Einziger Wermutstropfen ist, dass nicht alle 116, sondern nur 114 Gemeinden mit im Boot sind“, bedauerte der Ratschingser Bürgermeister.“[..]
    In der Tat nicht alle Gemeinden haben sich den schwarzen Peter anhängen lassen.
    Zu diesen Gemeinden gehören unter anderem die Gemeinde
    Grundlage für die ablehnende Haltung der Mehrheit des Gemeinderates von Lana war ein Rechtsgutachten, das die Gemeinde Lana bei der Rechtsanwaltskanzlei Brugger & Partner aus Bozen in Auftrag gegeben hatte.
    https://www.salto.bz/de/article/02022018/gestoerter-stromfrieden
    Rechtsanwaltskanzlei Brugger & Partner kamen wohl zum Ergebnis, dass die Übernehme der Selfin, Aktien aufgrund des Klimawandel in diesen Zusammenhang Gletscherschmelze und zunehmenden Trockenperioden kein gutes Geschäft ist.
    Wie ich bereits zum Thema: “ungeniessbarer Cocktail “ geschrieben habe.
    https://www.tageszeitung.it/2018/11/29/ungeniessbarer-cocktail/#comment-393058

  • franz

    Wie am 06.12.2018 Generaldirektor Johann Wohlfarter auf
    “rai radio südtirol -07:15 “verlauten lies, müsste Alperia die Tarife für ca 18.000 Kunden anheben um auf den Strommarkt konkurrenzfähig zu bleiben zu können. ?
    Die Stromkomponente bezüglich Transport sein wesentlich höher wie noch vor einige Zeit.
    Oder sind es die hohen Investitionskosten und die Einkaufstour in Norditalien von Alperia. “ Die Investitionen. Im ersten Halbjahr 2018 wurden über 24 Millionen Euro investiert, 2017 waren es noch 16 Millionen Euro gewesen. Die Investitionen betrafen insbesondere die Bereiche Stromverteilung, um die Qualität und Kontinuität der Dienstleistung zu stärken, und die Energieerzeugung zur Modernisierung der Wasserkraftwerke. https://www.tageszeitung.it/2018/11/29/ungeniessbarer-cocktail/#comment-393058
    Millionen für Modernisierung von Wasserkraftwerken ausgeben die bereits vor den Ankauf von ENEL- Großkraftwerken, von ENEL zum Teil auf neuesten Stand der Technik gebracht wurde.
    Abgesehen von den nicht gerade rosigen Aussichten für die Wasserkraft, wie schon geschrieben.

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