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„Glänzende Statistik“

Der Arbeitsmarktbericht des 2. Halbjahrs bestätigt die Konjunktur. Südtirol ist bei Beschäftigung Flaggschiff Italiens. Der demographische Wandel ist spürbar.

Die Landesabteilung Arbeit hat mit dem Arbeitsmarktbericht für das zweite Halbjahr wieder sehr positive Arbeitsmarktzahlen aus Südtirol präsentiert. „In den letzten drei Jahren“, sagt Arbeitslandesrätin Martha Stocker, „ist die Beschäftigungsquote auf Landesebene um zehn Prozent gestiegen, wovon 3,5 Prozent oder 7210 mehr Beschäftigte in den letzten sechs Monaten zu verzeichnen waren.“

Zu Beginn dieser Legislaturperiode, so die Landesrätin, hätten einige schwere Krisen wie der Stellenabbau bei Hoppe und Würth den Arbeitmarkt getrübt, heute, am Ende der Legislaturperiode, könne man mit einem Arbeitsmarkt zufrieden sein, der seit einigen Halbjahren eine ausgesprochen positive Entwicklung nehme, auch dank einer Reihe von Unterstützungs- und Fördermaßnahmen auf Landesebene.

Ausländer tragen fast zur Hälfte zur Beschäftigungszunahme bei:
In den letzten sechs Monaten (Mai-Oktober 2018) stieg die Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um außergewöhnliche 3,5 Prozent. Das Wachstum betrifft fast alle Sektoren und Teilsektoren, Arbeitnehmergruppen und Gebiete Südtirols, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Die positive Entwicklung wurde vor allem im Gastgewerbe (+6,1%), aber auch im Sozialwesen (+3,5%), Handel (+2,9%), den übrigen privaten Dienstleistungen ohne Handel (+3,1%), dem verarbeitenden Gewerbe (+3,0%) und in der Landwirtschaft (+7,2%) beobachtet.

Dabei  ist festzustellen, dass ausländische Arbeitskräfte fast zur Hälfte des Wachstums beitrugen, nämlich: + 8,4 Prozent, das sind 2563 Beschäftigte mehr. Wenn die Tatsache berücksichtigt wird, dass ungefähr 800 Arbeitnehmer – fast alle mit Wohnsitz in Südtirol und zu zwei Dritteln unbeschäftigt – im selben Zeitraum die italienische Staatsbürgerschaft erlangt haben, dann ergibt sich eine von den Einbürgerungen bereinigte Veränderung von plus 3146 (+10,4%).

Rechnet man den zusätzlichen Bedarf des Arbeitsmarktes mit, so mussten von außerhalb Südtirols zusätzlich zu den 2560 auch noch 1850 Arbeitskräfte von anderen italienischen Provinzen „geholt“ werden. Das sind 4410 der insgesamt 7210 neuen Arbeitsstellen.

Auf den Arbeitsmarkt schlage sich auch der demographische Wandel nieder: „Bereits im dritten Jahr in Folge überschreitet die Zunahme der über 50-Jährigen die viertausend Einheiten“, macht Landesrätin Stocker deutlich und betont, wie sehr man auch künftig auf Arbeitskräfte aus dem Ausland setzten müsse.

Stefan Luther, geschäftsführender Direktor der Landesabteilung Arbeit, wies auf einige Wermutstropfen in der in vielen Punkten so glänzenden Statistik hin. So ging er auf das große Gefälle im Stiefelstaat ein, in dem es, wie in keinem anderen Europäischen Land, so große Unterschiede zwischen hohen und niedrigen Beschäftigungszahlen gebe.

Dabei stehe Südtirol in Italien wie ein Flaggschiff an vorderster Front und könne sich bei einer Beschäftigungsquote von über 75 Prozent gut mit anderen Ländern aus Nord- und Mitteleuropa messen. Weitere, von Abteilungsdirektor Luther veranschaulichte Grafiken zeigen ein deutliches Wachstum der Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe in Südtirol seit 2016, das Wachstum der Beschäftigten und der geleisteten Arbeitsstunden in der Bauwirtschaft durch den Brennerbasistunnel und die Entwicklung der Beschäftigten im Gastgewerbe mit den damit verbundenen Touristenzahlen in der Sommersaison.

Eine weitere erfreuliche Tendenz ist die abnehmende Zahl von Langzeitarbeitslosen: „Die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen, die von Mai bis Oktober 2018 in den Listen der Arbeitsvermittlungszentren eingetragen waren, lag bei 11.821 Personen, 1012 (+9,4%) mehr im Vergleich zum Vorjahr. Nur 4805 von ihnen sind wirklich auf Arbeitssuche und können sofort vermittelt werden („Job-ready“), fast genau so viele wie zwölf Monate zuvor (-25; -0,5%) . Die Zahl der Langzeiteingetragenen betrug durchschnittlich 910. Im Vergleich zum Vorjahr sind das -278 (-23,4%) weniger.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • gestiefelterkater

    Wie lange muss man das Antlitz und das Dumme Geschwätz dieser Edelrentnerin noch ertragen?

  • franz

    Der demografische Wandel ist in der Tat spürbar, vor allem durch die Zuwanderung von Muslimen.
    Ersichtlich z.B durch die Flutung von nicht deutschen Kindern in Schulen. https://www.tageszeitung.it/2018/04/26/flutung-durch-nicht-deutsche-kinder/#comment-371562
    Wie bereits zum Thema: unglaubliche-Entwicklung geschrieben. https://www.tageszeitung.it/2018/11/23/unglaubliche-entwicklung/#comment-392339
    Nichts gegen Ausländer die bei uns arbeiten, die wir auch brauchen.
    Was wir nicht brauchen und wollen ist der demografische Wandel von Muslimen die uns ihre Kultur und ihre Religion aufdrängen wollen.
    Bzw . die Lohnkosten durch Gesetzen wie den JOBS ACT und der Streichung des Art 18 sprich mit prekären Zeitverträgen gesenkt werden und damit junge Menschen trotz Vollbeschäftigung wie Sklaven ausgenutzt und massakriert werden . Und von Immigranten aus Afrika ersetzt werden um die Lohnkosten zu senken.
    Im Sinne von Linksgrün in Europa & George Soros , der mit seiner Stiftung die Schlepper – Ong finanziert.
    Beispiel : Flüchtlinge in der Laimburg
    35 Asylbewerber sollen während des Winters in der Laimburg untergebracht werden. Dies haben LRin Stocker, LR Schuler
    “Diese zusätzliche Aufnahmemöglichkeit für vom Staat zugewiesene Asylbewerber ist gerade auch deshalb so interessant, da die Menschen nach Möglichkeit in die Tätigkeiten der Laimburg mit einbezogen werden können“, unterstrich Soziallandesrätin Martha Stocker.“
    „Es besteht zudem die Aussicht, dass eine bestimmte Zahl engagierter und geeigneter Asylbewerber auch über diese Unterbringung hinaus in der Laimburg arbeiten kann“, erklärte Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler.[..]
    http://www.tageszeitung.it/2016/11/30/fluechtlinge-in-der-laimburg/
    “ einheimischen Arbeiten können ja zu Haus bleiben“.
    Da klingen die Worte von LH Kompatscher wie Hohn,
    „In unserem Land herrscht Vollbeschäftigung.“
    „Arbeit sichert Einkommen und macht gesellschaftliche Teilhabe möglich“ [..] so Kompatscher. http://www.tageszeitung.it/2018/04/29/wer-arbeit-sucht-findet-sie/#comment-371810

  • franz

    https://www.tageszeitung.it/2018/11/24/zugang-zur-arbeitswelt/#comment-392466
    In Südtirol waren Ende 2017 1593 Asylbewerber in den Aufnahmezentren (SAC) untergebracht, 313 davon arbeiteten. Derzeit ist die Anzahl mit 1299 etwas geringer; erhöht hat sich mit 639 die Zahl jener, gehen einer Arbeit nachgehen.[..]
    Jene die einer Arbeit nachgehen sollten für diese Arbeit vom Arbeitgeber bezahlt werden, mit den Lohn sollten sich diese Menschen ihren Unterhalt / Unterkunft selbst bezahlen. ( wie jeder Bürger das auch muss. )
    Wieso sollten der Steuerzahler für die Unterkunft und Unterhalt bezahlen , dass diese Asylanten, gratis arbeiten um anderen die Arbeit wegzunehmen bzw. damit die Lohnkosten zu senken

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