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Die Bäckerinnen

Die Mädchen präsentieren mit vollem Stolz ihre gebackenen Brötchen

Bäuerliches Handwerk liegt den Mädchen der Südtiroler Bauernjugend sehr am Herzen. Deshalb lernten sie beim Mädchenseminar in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Haslach das Brotbacken.

Was duftet besser als eine Küche, in der gerade ein frisch gebackenes Brot aus dem Ofen geholt und zum Auskühlen auf das Kuchengitter gelegt wurde? Martina Gögele, die Referentin, erklärte den Bauernjugend Mädchen worauf es beim Brotbacken ankommt. Ziel des Kurses war es den Mädchen zu zeigen, wie man das Brot lagerfähig macht, damit es über einen längeren Zeitraum saftig bleibt.

„Es bringt nichts mit dem Brot backen anzufangen, ohne die Rohstoffe zu kennen“, weiß Martina Gögele. Deshalb startete der Kurs mit der Getreide – und Warenkunde. Die Mädchen lernten die Eigenschaften der wichtigsten Getreidearten kennen und es zu verstehen welche Getreidesorten backfähig sind und welche nicht. Weiteres erfuhren die Mädchen Wissenswertes über die Eigenschaften der Mehltypen. Diese bezeichnen den Mineralstoffgehalt und die Farbe des Mehls.

Gelerntes in die Praxis umsetzen

Nach der theoretischen Einführung ging es für die Teilnehmerinnen in die Küchen und ran an den Teig. Um ein saftiges Brot herzustellen braucht es einen weichen Teig. Die Zutaten sollten alle Zimmertemperatur haben. Flüssigkeiten eigenen sich am besten bei einer Temperatur von 35 Grad Celsius, da können die Hefepilze am besten arbeiten. Die Temperaturen wurden deshalb genau mit dem Thermometer abgemessen. Ebenfalls sollte für ein Brot nicht mehr als vier verschiedene Gewürze verwendet werden.

„Das Bäckerhandwerk hat in Südtirol eine lange Tradition. Ob Schüttelbrote, „Vinschger Paarln“, „Puschtra Breatlan“ oder verschiedenste Varianten von Hefegebäcken, jede Talschaft hat ihre eigenen Delikatessen“, weiß Angelika Springeth SBJ-Landesleiterin. Die Mädchen buken beim Kurs nicht nur traditionelle Brote, sondern auch „modernen Brote“, wie Müslibrot, oder Rote Bete Brot mit Walnüssen.

Während der Mittagspause konnte der Teig in Ruhe aufgehen. Danach wurden die Brötchen geformt. Referentin Martina Gögele erklärte den Teilnehmerinnen: „Das Brot ist erst dann durchgebacken, wenn es sich leicht anfühlt und man beim Beklopfen der Unterseite einen hohlklingenden Ton hört.“ Abschließend wurden die Brötchen verkostet und die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (1)

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  • meinemeinung

    Martina Gögele ,Sie sollten bei der Beschaffung, also bei dem Anbau vom Getreide beginnen .
    Die Bauernjugend hat heute vielfach keine Kenntnisse mehr wie man Korn anbaut und verarbeitet ,welches Korn usw.

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