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HCB fischt Plzen

Foto: Antonello Vanna

Bei der am Freitag erfolgten Auslosung in Helsinki für die Achtelfinal-Paarungen der Champions Hockey League fischte der HCB Südtirol Alperia als Kontrahenten den HC Skoda Plzen aus Tschechien.

Dieses Team hat die Gegner in seiner Gruppe nach Strich und Faden dominiert.

Plzen hat die Gruppe H der CHL mit sechs Siegen abgeschlossen und dabei 17 von 18 möglichen Punkten erobert. Dabei waren die Gegner illustre Teams wie Lugano, das auf dem zweiten Tabellenplatz gelandet ist, und vor allem der amtierende Meister JYP Jyväskylä, der sich überraschenderweise bereits in der Gruppenphase aus dem wettbewerb verabschiedet hat.

Die Statistiken

Die Tschechen haben den viertbesten Angriff der Champions Hockey League mit 25 erzielten Toren und haben mit David Stach (3 Tore und 8 Assists in 6 Spielen) auch den Topscorer der gesamten Liga in ihren Reihen. Im Tor wechseln sich Dominik Frodl (91,11% in 2 Spielen) und Dmitri Milchakov (90,20% in 4 Spielen) ab.  

Plzen weist im Powerplay eine Effizienz von 19,51%, im Penaltykilling hingegen von 80,77% auf. Die Tschechen sind vor allem in ihrer heimischen Home Monitoring Arena eine Macht, wo sie in den CHL Spielen im Durchschnitt auf 3.737 Zuschauer kamen. Das seit über 4 Jahren von Ladislav Cihak gecoachte Team hat bislang in der eigenen Meisterschaft mindestens das Halbfinale erreicht. Der letzte Erfolg, der auch der erste überhaupt war, datiert aus der Saison 2012/13.  

Die Mannschaft setzt sich vorwiegend aus Spielern der Tschechischen Republik (9) zusammen, dazu kommen zwei Slowaken (Ceresnak und Preisinger), zwei Amerikaner (die Verteidiger Allen und Jones) und ein Weißrusse (Goalie Milchakov). Kapitän des Teams ist der 32-jährige Milan Gulaš, einer der großen Stars der tschechischen Extraliga. Nachdem er im Jahr des ersten Meisterschaftserfolges nach Plzen gekommen war, hat er sich mit 55 Punkten in 44 Spielen für die KHL empfohlen und wechselte zuerst nach Magnitogorsk und anschließend nach Färjestad: in vier Saisonen sammelte er in der schwedischen Meisterschaft 157 Punkte und kehrte im letzten Jahr wieder nach Plzen zurück.

Ich weiß nicht viel über sie”, stellt Coach Kai Suikkanen fest, sie haben aber in ihrer Gruppe alle Spiele gewonnen und sind auch in der eigenen Meisterschaft gut unterwegs, daher sind sie mit Sicherheit eine gute Mannschaft. Wir werden sie durch Video eingehend analysieren, damit wir auf die große Schlacht gut vorbereitet sind. Ob ich über die Auslosung zufrieden bin? Alle verbliebenen Mannschaften sind Top Teams, sicher ist die Anreise eher erträglich und dies ist aufgrund der zurückgelegten Kilometer in der letzten Zeit von Vorteil“.

Die Foxes treffen auf die Tschechen voraussichtlich am 6. November in der Eiswelle für das Hinspiel, das Rückspiel in Plzen dürfte dann entweder am 20. oder 21. November stattfinden. Die Termine und nähere Details für diese beiden wichtigen Spiele werden noch kurzfristig seitens der Champions Hockey League bestätigt.  

Bozen on the road” zwischen Fehervar und Zagreb
In der Zwischenzeit sind die Weißroten bereits nach Ungarn unterwegs, wo sie morgen, Samstag 20. Oktober, um 17,00 Uhr gegen Fehervar im Einsatz sind. Die Hausherren liegen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz mit 14 Punkten und kommen von zwei Niederlagen in Folge, die letzte in der Verlängerung auswärts gegen die Graz99ers. Bozen hingegen befindet sich auf dem zweiten Tabellenplatz mit 21 Punkten und hat die letzten vier Spiele zwischen Meisterschaft und Champions League gewonnen: die Moral ist daher sehr gut und Ziel ist es, weitere Punkte einzuheimsen.  

Gleich im Anschluss an dieses Spiel reisen Bernard & Co.nach Kroatien weiter, wo sie am Sonntag, 21. Oktober, um 17,30 Uhr gegen Medvescak Zagabria antreten werden. Das erste Saisonmatch am 7. Oktober gewannen die Foxes mit 5:1, das Spiel war aber ausgeglichener, als es das Ergebnis ausdrückt. Die Kroaten haben einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt und liegen auf dem vorletzten Tabellenplatz mit nur 7 Punkten. Trotzdem dürfen die Weißroten den Gegner nicht unterschätzen, denn die „Bären“ sind vor eigenem Publikum immer eine Macht und haben das Potenzial, in der Tabelle weiter nach vorne zu kommen.

Durch die Rückkehr von Dan Catenacci in die Mannschaftsaufstellung steht Coach Kai Suikkanen erstmals der gesamte Kader zur Verfügung. Diesmal wird Tobias Brighenti dem Turnover zum Opfer fallen.  

Samstag, 20. Oktober, um 17,00 Uhr (Gábor Ocskay Jr. Ice Hall, Fehervar)
Fehervar AV19 vs HCB Südtirol Alperia

Sonntag, 21. Oktober, um 17,30 Uhr (Dom Sportova, Zagabria)
Medvescak Zagabria vs HCB Südtirol Alperia

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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