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Politisches Paar

Veronika Renner und Dietmar Weithaler

Auf der Liste der Süd-Tiroler Freiheit kandidiert auch ein Ehepaar: Dietmar Weithaler und Veronika Renner aus Partschins. In den Landtag dürfte in jedem Fall jedoch nur einer von ihnen einziehen.

von Karin Gamper

Dietmar Weithaler und Veronika Renner aus Partschins teilen nicht nur Tisch und Bett, sondern auch ihre politische Einstellung. Beide sind seit Jahren überzeugte Mitglieder der Süd-Tiroler Freiheit. 

Bei den anstehenden Landtagswahlen am Sonntag sorgen die beiden nun für eine südtirolweit wohl einzigartige Konstellation: die Eheleute kandidieren gemeinsam für ihre Partei.

Dietmar Weithaler ist Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Burggrafenamt und seit 2009 Mitglied der Partei. Seit 2015 ist er auch Gemeinderat in Partschins. Seine Frau Veronika ist seit 2007 mit dabei. 

Die Parteiarbeit war es auch, die die beiden zusammengeführt hat. „Wir haben uns 2013 beim Unabhängigkeitstag „Iatz“ kennengelernt“, erzählt Weithaler, „wir haben dort beide Werbematerial verteilt“. Vor zweieinhalb Jahren wurde standesamtlich geheiratet, im vergangenen August folgte die kirchliche Hochzeit. Nachwuchs ist mittlerweile auch schon da. 

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass Dietmar Weithaler und Veronika Renner für den Landtag kandidieren. Beide waren 2013 bereits einmal auf der Liste zu finden, damals waren sie allerdings noch nicht verheiratet. 

Dass die beiden Partschinser je miteinander im Landtag sitzen werden, ist allerdings ausgeschlossen. Das Wahlgesetz schiebt einem solch ungewöhnlichen Fall von vornherein den Riegel vor. Sollten beide gewählt werden, geht das Mandat an den Ehepartner mit den meisten Vorzugsstimmen. Verzichtet dieser, zieht der andere ein.

„Dieser Fall wird wohl eher nicht eintreffen“, schmunzelt Dietmar Weithaler. Gesprochen hat das politische Paar dennoch darüber, wie es im „Ernstfall“ entscheiden würde: „Sollten wir beide gewählt werden, so würde wohl eher ich das Mandat annehmen“, sagt Weithaler, „wir haben kleine Kinder und meine Frau würde lieber bei ihnen bleiben“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • watschi

    ja warum lässt sie sich dann aufstellen, wenn sie von vornherein lieber bei den kindern bleibt? das sind sachen, die stòren einfach. denn der wähler will den kanditat/in dann auch im landtag sehen, wenn er/sie sich schon die mühe macht hinzugehen und zu wählen.

  • kira2000

    Ja genau, das ist es, was den Wähler ärgert – es werden irgendwelche Kandidaten gesucht, die Lücken auf der Liste zu schliessen (speziell Frauen), haben aber kein Interesse gewählt zu werden – deshalb braucht sich niemand zu wundern, dass immer die gleichen am Zug sind.

    • andreas

      Im Gegenteil, ich finde die beiden sympathisch.

      Dass sie nicht gewählt werden, ist ihnen klar, trotzdem stehen sie für ihre Überzeugung ein und heulen nicht nur rum, wie manch andere.

      Wenn auf einer Liste 35 wären, welche die Sache alle so tierisch ernst nehmen würden, käme es schon im Vorfeld zu ähnlichen Grabenkämpfen, wie sie die Freiheitlichen bei dieser Wahl hatten.

      Diese beiden können für das ganze Schlamassel gewiss nichts dafür.

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