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„Gute Sache“

Philipp Moser

Der hds sieht die geplante Ersatzsteuer auf Mieteinnahmen von Wohnimmobilien als möglichen Impuls für Wiedereröffnung leerstehender Geschäftslokale in den Orten.

In Rahmen der Debatte um den bevorstehenden Haushaltsgesetz in Italien sieht die Regierung auch vor, die Ersatzsteuer auf die Mieteinnahmen von Wohnimmobilien („cedolare secca“) auch für Geschäftslokale vorzusehen.

„Diese Maßnahme könnte den Mietmarkt wesentlich beleben und hätte somit auch positive Auswirkungen auf die Vermietung leerstehender Geschäftslokale in unseren Orten“, betont Philipp Moser, Präsident des der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol, der diese Ausweitung gemeinsam mit dem gesamtstaatlichen Dachverband Confcommercio seit geraumer Zeit fordert.

Der Vorschlag einer Ausweitung der begünstigten Besteuerung von Mieteinnahmen im Privatsektor auch auf Handelsimmobilien wird derzeit vom Wirtschaftsministerium studiert und soll bei positiver Bewertung des gesamten Steuerpakets im Haushaltsgesetz festgehalten werden.

Im Bereich der Vermietung von Wohnungen können private Vermieter seit 2011 von der begünstigten Steuer „cedolare secca“ – anstelle der progressiven Besteuerung – profitieren. Sie ist eine Ersatzsteuer in der Höhe von pauschal 21 bzw. zehn Prozent der Mieteinnahmen.

Erfolgreiches Leerstandmanagement sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, um leerstehende Geschäfte in absehbarer Zeit wieder zu öffnen und so Dörfer, Innenstädte sowie Stadtviertel lebendig und attraktiv zu halten. Dazu gehören auch Eingriffe steuerrechtlicher Natur, so der hds. Der Verband hofft demzufolge, dass der Vorschlag entsprechend umgesetzt wird.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • guyfawkes

    Die sogenannte „cedolare secca“ ist ein unerhörtes Geschenk für wohlhabende und reiche Privatpersonen, ein Schlag ins Gesicht für jeden der sein Einkommen aus Arbeit nach den Regeln der Progression besteuern muss und ein Sinnbild für die Verteilung von Unten nach Oben.

  • snakeplisskien

    Fraglich ist, ob ein solches Steuergeschenk nach unten weitergegeben wird, d.h. in der Folge der Mietpreis gesenkt wird. oder dies in die eigene Tasche gewirtschaftet wird. Wer es sich leisten kann eine Immobilie womöglich jahrelang leer stehen zu lassen, ist auf diese Einnahme wohl nicht angewiesen. Es dürfte deshalb wohl auch nicht im Interesse sein, durch eine Reduzierung der Forderung die allgemeinen vorort üblichen Mitetpreise zu senken. Man denke, dass es sich oftmals um Subjekete handelt, die ein größere Anzahl an Objekten beseitzt und vermietet.

  • exodus

    @guyfawkes
    Bin ganz Ihrer Meinung. Jede noch so schlechte, wohlverdiente Rente wird höher besteuert. Mit Wohnungsvermietungen bleibt mehr in der Tasche, als bei Kapitalsanlagen, da der Gewinn mit 26% besteuert wird, plus kassiert der Staat 0,20% pro Jahr auf Anlagen, ob sie was bringen oder nicht. Meistens verdienen nur
    die Banken, siehe Sparkasse.

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