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Versenkte Impfgegner

Der Regionalrat versenkt im Hauruckverfahren einen Pöder-Antrag zur Abschaffung der Impfpflicht.

Der Regionalrat hat am Dienstag im Zuge der Haushaltsdebatte einen Tagesordnungspunkt des Abgeordneten Andreas Pöder behandelt, mit dem der Zugang von nicht-geimpften Kindern zu den Schulen gewährleistet werden sollte.

„Der Regionalrat ist der Ansicht, dass alle Kinder der Region Trentino-Südtirol die Schule und die Kinderbetreuungsstätten besuchen dürfen, damit allen auf dem Gebiet lebenden Kindern die gleichen Rechte und Möglichkeiten eingeräumt werden“, heißt es im Antrag der BürgerUnion. Gut zwei Dutzend Impfgegner waren eigens aus dem Trentino zur Regionalratssitzung nach Bozen gereist, um die Debatte zur Impfpflicht hautnah mitzuerleben.

Doch daraus wurde nichts. Auf Wunsch des Trentiner Landeshauptmanns Ugo Rossi meldete sich kein Abgeordneter der Mehrheit zu Wort, wodurch der Tagesordnungspunkt ohne Diskussion im Hauruckverfahren abgeschmettert werden konnte. Andreas Pöder ärgert sich über das Verhalten der Mehrheit: Im Trentino habe die Landesregierung Carabinieri und Polizei gerufen, um die Kinder von Kindergärten und Kitas auszuschließen, die nicht alle zehn Pflichtimpfungen vorgenommen haben, berichtet der BürgerUnion-Politiker.

Mit dem Antrag habe er versucht, die Rechte der Trentiner Eltern und Kinder zu verteidigen. Immerhin wurde ein Treffen der Trentiner Eltern mit den Fraktionssprechern des Regionalrates gewährt. (mat)

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