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„LKW-Maut anheben“

Stefan Zelger

Die Abnutzung der Straßen und Brücken erfolge im Wesentlichen durch die Laster, zahlen müsse die vielen Baustellen aber die Allgemeinheit, so Stefan Zeiger von der STF.

„Der Umwegverkehr zerstört die Gesundheit der Anwohner entlang der Autobahn, zerstört die Autobahn selbst und die Profiteure zahlen noch nicht mal dafür“, darauf macht Stefan Zelger von der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit aufmerksam. Der Brenner ist für Frächter der mit Abstand billigste Alpenübergang. „Die Anhebung der LKW-Maut ist nichts anderes als eine Frage der Gerechtigkeit“, ist Zelger überzeugt.
40 bis 50 Prozent der LKW, die die Brennerautobahn benutzen, tun dies, obwohl sie damit einen Umweg fahren müssen. Ein anderer Übergang wäre für diese Frächter kürzer. Die äußerst niedrige LKW-Maut in Italien schafft u.a. diesen Anreiz.
Sie schädigen damit nicht „nur“ die Anwohner, sondern auch die Infrastruktur selbst, wie Zelger aufzeigt:
„Ein durchschnittliches Auto mit einer Tonne Gewicht drückt mit 500 Kilo pro Achse auf die Straße. Bei einem vierachsigen 30-Tonner lasten pro Achse 7,5 Tonnen auf der Fahrbahn, das ist das 15-Fache. Die Belastung für die Straße ist aber nicht linear, sondern exponentiell. Heißt: Der Schaden ist nicht 15-mal so groß wie beim Pkw, sondern um den Faktor 15 hoch 4. Da ein LKW doppelt so viele Achsen hat, schädigt er die Straße damit über 100.000-mal mehr als ein Auto!“
„Die Abnutzung der Straßen und Brücken erfolgt im Wesentlichen durch die Laster, zahlen kann die vielen Baustellen aber die Allgemeinheit, da die Autobahn eine öffentliche Einrichtung ist“, kritisiert Zelger. „Eine Anpassung der LKW-Tarife in der Europaregion Tirol, bzw. eine Anhebung hierzulande ist dringend nötig. Und es wäre vor allem eines: gerecht!“
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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