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„Lage ist unter Kontrolle“

„Auf Österreich ist Verlass“, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher nach dem Treffen von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Ministerpräsident Horst Seehofer in Wien.

Die Pläne des deutschen Innenministers Horst Seehofer zur Einrichtung von Transitzentren an der Grenze von Bayern zu Österreich hatten nicht nur in Österreich für Aufregung gesorgt. Bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Sebastian Kurz konkretisierte der Innenminister am Donnerstag seine Vorhaben und erklärte, dass er nicht vorhabe, Österreich Flüchtlinge aufzubürden, die dort keinen Asylantrag gestellt hätten. Seehofer betonte zugleich, dass Migranten, die in Griechenland oder Italien registriert seien, auch dorthin zurück müssten. Zwischen dem deutschen Innenminister und dem österreichischen Bundeskanzler wurde vereinbart, gemeinsam mit Italien nun die Mittelmeerroute schließen zu wollen, um den Migrationsdruck zu reduzieren.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte sich am Mittwochnachmittag mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz zu angedachten Maßnahmen zur Eindämmung der Migrationsströme telefonisch abgesprochen und stellt nach dem Treffen Seehofer/Kurz mit Genugtuung fest, dass auf Österreich Verlass sei. Bundeskanzler Kurz habe einmal mehr seine Durchschlagskraft bewiesen. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte der österreichischen Regierung zu, keine Maßnahmen zulasten des Nachbarlandes durchzusetzen.

„Wir sind uns einig, dass einzelstaatliche Alleingänge nicht die Lösung seien, um der illegalen Migration und der Migrationsbewegungen zwischen den Staaten Einhalt zu gebieten“, sagt Landeshauptmann Kompatscher. Mit Bundeskanzler Kurz sei vereinbart, in ständigem Austausch zu bleiben und dass jedes weitere Vorgehen in enger Abstimmung erfolgen sollte.

Zugleich betont Kompatscher: „Die Lage am Brenner ist derzeit absolut unter Kontrolle.“ Die Zahl der aufgegriffenen Personen am Brenner sei weiter rückläufig. Der Südtiroler Landeshauptmann warnt – wie auch sein Nordtiroler Amtskollege Günther Platter – vor einer eventuellen Verschärfung der Grenzkontrollen am Brenner, die auf den freien Personen- und Warenverkehr verheerende Auswirkungen hätte. „Vordergründiges Ziel muss bleiben, die EU-Außengrenzen wirksam zu sichern, so dass keine Maßnahmen an den europäischen Binnengrenzen notwendig sind“, unterstreicht Landeshauptmann Kompatscher.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • einereiner

    „Auf Österreich ist Verlass….“
    Wow, hat der Kompatscher das jetzt endlich kapiert.
    Jetzt fehlt noch der zweite Erkenntnissprung: auf Italien ist nie Verlass.
    Dann wären wir in der Südtirolpolitik schon ein großes Stück weiter.

  • thefirestarter

    „Auf Österreich ist Verlass….“

    Ja wenn sie sagen zu dann isch es zu…

    aber ist doch kein Problem so wie bei den Wölfen und Bären werden unser LB und seinen „Mannen“ ein Gesetz erlassen das im Rahmen unserer Super-Autonomie und in direkter Umsetzung von EU-Recht entweder die Grenze öffnet oder den Flüchtlingen verbietet nach Südtirol zu kommen oder deren geregelte Entnahme und wiederansiedelung in geeigntere Orte regelt.

  • ahaa

    Kompatscher warnt Kurz,Seehofer,verstehe ich das richtig?Und ihr mùsst das noch schreiben?
    Ich schàme mich in den Abgrund fùr unseren……!
    Schon fùr die peinliche Aussagen Kompatschers vor Kurz,Strache …….Uebernahme,entschuldigte ich mich schriftlich bei ihnen,und wollte sie darauf Aufmerkasm machen, das unser Landeshauptmann nicht in meinen und andere Namen spricht.Wir freuen uns fùr Oesterreich!Weiter So.
    Dann sollte er ihnen doch jetzt mal den Arsch lecken bevor her hineinkriechen muss.Denn die Genzen werden dicht,das ist fix,sowie sie spàter wieder fix geòffnet werden wenn alle durchgezàhlt und ewentuell zurùckgesendet sind.Da kann unserer gar nichst,aber schon total 0 ausrichten.Besser wàre es fùr Sùdtirol, einfach nur still zu sein,und nicht mehr anzutreten.Was nicht geschehen wird.Die Zeit einen Neuen hineinzubringen ist zu kurz,und es wùrde die Uebriggebliebenen Wàhler noch verunsichern.Gut das der Kurz hier nicht seine Zeit verschwendet hat und nur telefonierte.

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