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Seppi verpasst Finale

Der Siegeszug von Andreas Seppi beim ATP 250-Turnier von Budapest, den „Hungarian Open“, wurde am Samstagnachmittag von Marco Cecchinato gestoppt.

Der 25-Jährige aus Palermo bezwang den Kalterer im Halbfinale nach 2:17 Stunden Spielzeit knapp mit 5:7, 7:6(4) und 6:3.

Seppi, der in Budapest als Nummer 8 gesetzt ist, hatte auf seinen Weg ins Halbfinale seinen Landsmann Thomas Fabbiano, den Russen Mikhail Youzhny und den Georgier Nikoloz Basilashvili bezwungen. Cecchinato, der hingegen nur als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht ist, hatte sich mit den Siegen über die gesetzten Damir Dzumhur und Jan-Lennard Struff für das erste Halbfinale seiner Laufbahn auf der ATP-Tour qualifiziert.

Die beiden „Azzurri“ kennen sich gut, denn sie haben schon oft zusammen trainiert. Heute war die Partie auf dem „Centre Court“ sehr ausgeglichen. Im siebten Game des ersten Satzes, beim Stande von 3:3, nahm Cecchinato dem Kalterer, der zuvor zwei Breaks nicht nutzen konnte, erstmals den Aufschlag ab. Seppi reagierte aber prompt, machte das Rebreak und ging 5:4 in Führung. Beim Stande von 6:5 nahm Seppi dem Sizilianer zum zweiten Mal den Aufschlag ab und holte sich nach 45 Minuten den ersten Spielabschnitt mit 7:5-Punkten.

Cecchinato wirkte nach dem Satzverlust angeschlagen, kassierte erneut ein Break zum 0:2. Dann aber vergab Seppi zwei Bälle zum möglichen 3:0 und somit die Chance, den Sack endgültig zuzumachen. Der Kalterer verlor seinen Aufschlag und erlaubte Cecchinato, zum 2:2 auszugleichen. Beim Stande von 4:3 ließ Seppi zwei weitere Breakmöglichkeiten liegen und so ging dieser Satz in den Tiebreak. Auch hier führte Seppi mit 4:2-Punkte, verlor aber 3:7.

Dass Seppi diese Chancen nicht nutzen konnte, sollte sich im dritten, entscheidenden Spielabschnitt rächen. Beide Spieler brachten ihren Aufschlag bis zum 3:2 für Cecchinato durch. Dann verlor aber Seppi seinen Service zu Null. Das war die Vorentscheidung, Cecchinato ließ nichts mehr anbrennen und verwertete nach 2:17 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball zum 6:3-Endergebnis.

Seppi kann trotzdem mit seinem Turnier in Budapest zufrieden sein. Mit dem Einzug ins Halbfinale kassiert er 25.515 Euro Preisgeld und 90 ATP-Punkte, mit denen er nächste Woche auf Rang 48 in der Weltrangliste klettern wird. Überhaupt spielt Seppi in diesem Jahr sehr stark: 2018 hat er immerhin 21 seiner 31 Spiele auf der Tour gewonnen.

Seppis 28 Halbfinal-Duelle auf der ATP-Tour (8 Siege, 20 Niederlagen):

Palermo 2005: -Igor Andrejew (Russland/ATP 52) 2:6, 4:6

Sydney 2006: -Igor Andrejew (Russland/26) 2:6, 6:2, 2:6

Nottingham 2006: -Jonas Björkman (Schweden/77) 3:6, 1:6

Gstaad 2007: +Igor Andrejew (Russland/59) 6:4, 3:6, 7:6

Wien 2007: -Novak Djokovic (Serbien/3) 4:6, 3:6

Hamburg 2008: -Roger Federer (Schweiz/1) 3:6, 1:6

Belgrad 2009: -Novak Djokovic (Serbien/3) 6:4, 1:6, 2:6

Umag 2009: -Juan Carlos Ferrero (Spanien/36) 1:6, 7:6, 5:7

Hamburg 2010: -Jürgen Melzer (Österreich/15) 4:6, 2:6

Umag 2010: -Juan Carlos Ferrero (Spanien/22) 4:6, 2:6

Eastbourne 2011: +Igor Kunitsyn (Russland/71) 6:4, 2:6, 6:4

Belgrad 2012: +David Nalbandian (Argentinien/49) 2:6, 6:2, 7:5

Eastbourne 2012: +Ryan Harrison (USA/53) 7:5, 6:1

Metz 2012: +Gael Monfils (Frankreich/44) 3:6, 6:1, 6:4

Moskau 2012: +Malek Jaziri (Tunesien/112) 6:3, 6:1

Sydney 2013: -Bernard Tomic (Australien/64) 6:7, 4:6

Oeiras 2013: -David Ferrer (Spanien/4) 1:6, 4:6

Eastbourne 2013: -Gilles Simon (Frankreich/17) 4:6, 3:6

Umag 2013: -Tommy Robredo (Spanien/28) 3:6, 6:2, 4:6

Moskau 2013: -Mikhail Kukushkin (Kasachstan/102) 1:6, 6:1, 4:6

Doha 2015: -Tomas Berdych (Tschechien/7) 2:6, 3:6

Zagreb 2015: +Marcel Granollers (Spanien/55) 7:6, 6:1

Halle 2015: +Kei Nishikori (Japan/5) 4:1 Aufgabe

Hamburg 2015: -Rafael Nadal (Spanien/10) 1:6, 2:6

Nottingham 2016: -Steve Johnson (USA/38) 4:6, 4:6

Antalya 2017: -Adrian Mannarino (Frankreich/62) 4:6, 4:6

Rotterdam 2018: -Roger Federer (Schweiz/2) 3:6, 6:7

Budapest 2018: -Marco Cecchinato (Italien/92) 7:5, 6:7, 3:6

 

 

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