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Gebrochene Nase

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Eine Mutter berichtet, dass ihrem Sohn auf dem Markusmarkt in Auer die Nase gebrochen wurde. Weitere Jugendliche sollen zu viel Alkohol getrunken haben. Was war auf dem Markusmarkt los?

von Lisi Lang

Ich werde Anzeige erstatten – so etwas ist doch unmöglich“, berichtet eine aufgebrachte Mutter. Ihr 15-jähriger Sohn wurde am Mittwoch auf dem Markusmarkt tätlich angegriffen – jetzt muss er operiert werden. „Als er das Gelände verlassen hat, wurde er von einer Gruppe von Ausländern bedrängt, angerempelt und schließlich auch angegriffen“, erzählt die Mutter. Erst nach einigen Minuten sei es Freunden und den Sicherheitskräften gelungen, die Schlägerei zu schlichten. Ein Besuch im Krankenhaus zeigte, dass dem 15-Jährigen die Nase gebrochen wurde und er nun operiert werden muss. Die Mutter betont, dass ihr Sohn nüchtern gewesen sei, der 15-Jährige aber auch berichtet hätte, dass die Angreifer nicht betrunken gewirkt hätten.

„Er war aber nicht der einzige Junge, der zusammengeschlagen wurde. Nur kurz vor ihm hat ein anderer junger Mann das Krankenhaus auf Krücken verlassen, ebenfalls weil er auf dem Markusmarkt angegriffen wurde“, erzählt die verärgerte Mutter, die noch gestern Anzeige erstatten wollte. „Diese Jungs sollen mehrfach aufgefallen sein, nur weil sie Probleme machen wollten“, ärgert sich die Mutter.

Rund 20.000 Menschen besuchten am Mittwoch den bekannten Markusmarkt in Auer, weitere 5.000 junge Leute besuchten das Jugendfest auf dem Sportplatz. „Der Markusmarkt ist eine der größten Marktveranstaltungen in Südtirol mit 350 Ständen in allen Gassen des Dorfes“, erklärt Bürgermeister Roland Pichler. Seit zwei Jahren schon sorgen auf der Veranstaltung neben den Carabinieri auch Sicherheitsbeamte von Privatfirmen für Sicherheit. „Es sind immer mehr Ordnungshüter präsent, aber es kommen tausende Leute nach Auer“, sagt der Bürgermeister.

Der Bürgermeister weiß, dass das Weiße Kreuz auf dem Markusmarkt einzelne Jugendliche behandeln musste, die zu viel Alkohol getrunken hatten – von zahlreichen Schlägereien weiß der Bürgermeister aber nichts.
„Wir haben Bilanz gezogen und müssen sagen, dass es eigentlich recht ruhig war“, sagen auch die Carabinieri in Auer, die sich auf eine turbulentere Veranstaltung eingestellt hatten. „Es gab sicher zahlreiche Konfliktsituationen, aber man muss auch sehen, wie viele Personen anwesend waren“, so die Auskunft der Carabinieri.

Ein genaues Bild der Situation werde man erst in den nächsten Tagen zeichnen können. „Es wird noch ein paar Tage dauern, bis wir ein Bild von der Anzahl der Anzeigen haben, da noch welche eingehen könnten“, erklären die Carabinieri. Mit Sicherheit sei der Feiertag aber ein einsatzintensiver Tag gewesen.

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Kommentare (7)

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  • goggile

    der lh in prima persona hat noch nie ein wort über die gewaltexzesse verloren. alles gut, kein sicherheitsproblem. wählt weiter ihr Lämmchen so wie immer und es wird immer schlimmer. fähige Politiker sperren solche jugendliche ein. USA sollte vorbild sein. weichei Europa ist in wenigen jahren durch die Islamisierung geschichte. leider geleten dann andere herschende regeln und man wird auswandern müssen.

  • watschi

    schafft diese òffentlichen sauffeste ab, dann ist ruhe. organisiert nur mehr private feste, wo man nur mit persònlicher einladung reinkommt., dann kònne diese schlägertruppen anderswo randalieren.

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