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Erdbebensichere Tür

Eine Jury kürte den Sieger aus den zehn Finalisten, die ihre neuen Produkte und Dienstleistungen für die Rettung, den Bevölkerungs- und Brandschutz im ersten Civil Protect Startup Village präsentieren.

LF System aus L’Aquila setzte sich mit seiner erdbebensicheren Tür im großen Finale am Samstagnachmittag gegen die letzten zwei verbliebenen Konkurrenten durch und holte sich den begehrten Titel. Zuvor konnten auch Zulu Medical und Snowfoot überzeugen und somit in die Runde der letzten Drei einziehen.

„Die teilnehmenden Startup-Unternehmen bewegten sich auf höchstem Niveau. Dies zeigt, dass der Faktor Innovation auch im Bevölkerungsschutz eine entscheidende Rolle spielt. Das Startup Village ist ein wichtiger Treffpunkt, der frische Ideen mit etablierten Unternehmen zusammenbringt“, erklärt Thomas Mur, Direktor der Messe Bozen.

Sonderpreis für Realer

Der Award stand unter dem Motto „Das Licht der Innovation“.

Neben dem Titel „Startup Award Winner“ wurde auch ein Sonderpreis für die Anwendung der Virtual Reality im Bereich Zivilschutz vergeben: Das Südtiroler Startup Realer setzt mit dem Projekt „Avalanche VR“ die Virtuelle Realität für die Lawinenprävention ein, indem eine Notfallsituation simuliert wird.

Den Preis übergab Sebastian Mayrgündter, Koordinator des Ecosystem Sports & Alpine Safety von IDM Südtirol: „Die von Realer entwickelte Simulation dient der Prävention und gibt Skifahrern und Freeridern die Chance, die eigenen Fähigkeiten zu überprüfen, ohne sich in Gefahr zu begeben. Diese Anwendungen zeigen, dass es in Südtirol ein Ecosystem gibt, das die Innovation in Bereich Zivilschutz vorantreibt.“

Die drei besten Ideen für die Zukunft des Sektors

LF System Italia entwickelte in L’Aquila in den Abruzzen eine erdbebensichere Tür, die mit „Quake Saver Technologie“ ausgestattet ist. Das Patent kann die Höhe der Tür verringern, wenn der Türrahmen sich unter einer schweren Last beugt oder der Boden sich wölbt. Besonders bei einem Erdbeben vergehen oft wertvolle Sekunden und Minuten, bevor ein Gebäude einstürzt. Das System sorgt im Notfall dafür, dass die Türen nicht klemmen und dadurch den Fluchtweg versperren.

Zulu Medical aus Roncade (Treviso) präsentierte eine innovative Lösung aus Soft- und Hardware, die als Support-Plattform für das Rettungspersonal dienen soll: Daten werden in Echtzeit gesammelt und geteilt, damit wichtige Informationen noch vor dem Eintreffen des Patienten an das Krankenhaus übermittelt werden können.

Snowfoot ist ein neuartiger und multifunktioneller Schneeschuh einer Startup aus Riva di Valdobbia (Vercelli). Snowfoot sorgt für Sicherheit im Schnee und ermöglichte es, auch bei schwierigen Bedingungen stabil und sicher zu gehen und zu laufen, aufwärts oder Tal abwärts.

Insgesamt zehn Jungunternehmen aus ganz Italien waren im Vorfeld der Fachmesse aus den vielen eingegangen Kandidaturen ausgewählt worden, um ihre zukunftsweisenden Produkte und Dienstleistungen im Rahmen der Civil Protect vorzustellen:

Neben den drei Finalisten sind auch aGesic (Rieti), Amyko-Amuuco Wecare (Arenzano, Genua), D-Heart (Genua), Edilmag (Pesaro), Emersy (Burgstall), Hearth (Monteforte Irpino, Avellino) und Pronto Sisma (Turin) noch bis zum Sonntag, 25. März im Startup Village zu Gast.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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