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Die Pollen-Prognose

Foto: Edith Bucher

Die Pollenhochsaison hat begonnen. Auf den Webseiten der Umweltagentur sind nun auch Drei-Tagesprognosen zum Pollenflug abrufbar.

Die Leidenszeit der Pollenallergiker hat bereits mit der Hasel- und Erlenblüte im Etschtal im Spätwinter begonnen. „Nun blühen Zypressengewächse, Pappeln, Ulmen, Weiden, Gemeine Esche und Eschen-Ahorn. Außerdem rechnen wir gegen Ende März mit dem Blühbeginn der Birke, deren Pollen als sehr aggressiv gelten“, fasst Edith Bucher, Biologin und Verantwortliche des Südtiroler Polleninformationsdienstes, die derzeitige Lage an der „Pollen-Front“ zusammen.

Aktuelle Informationen zum Pollenflug so rasch wie möglich Allergikern, ärztlichem Personal und Interessierten weiterzuleiten: Das ist dem Polleninformationsdienst im Biologischen Labor der Landesumweltagentur ein großes Anliegen. Dazu werden zwischen Jänner und Oktober wöchentlich Pollenflugberichte verfasst. „Dafür zählen wir die in den entnommenen Luftproben enthaltenen Pollen am Mikroskop aus“, erklärt Bucher.

Seit heuer kann die Landesagentur für Umwelt einen weiteren Service anbieten: die Drei-Tagesprognose zum Pollenflug, abrufbar auf den Webseiten der Landesumweltagentur.

„Während die Pollenflugberichte die Pollenflugsituation der Vorwoche widerspiegeln, geht man mit den Drei-Tagesprognosen darüber hinaus“, unterstreicht Alberta Stenico, Direktorin des Biologischen Labors. „Sie sind für die Betroffenen ein wichtiges Hilfsmittel im Umgang mit ihrer Pollenallergie, denn sie helfen einerseits den Kontakt mit den allergieauslösenden Allergenen zu vermeiden und anderseits die Einnahme von Medikamenten zeitlich möglichst einzuschränken.“

Die Prognose der aktuellen Tagesbelastung sowie jene der darauffolgenden zwei Tage stützt sich jeweils auf Pollenflugdaten der Vorwoche und jener der vergangenen Jahre in derselben Periode, auf Wettervorhersage, Beobachtungen zur Blühentwicklung verschiedener Pflanzenarten sowie langjährige Erfahrung.

Die Drei-Tagesprognosen können auch über die Pollen-App abgerufen werden und werden mehrmals wöchentlich aktualisiert. Die Pollen-App wurde von derForschungsgruppe „Aerobiologie und Polleninformation“ der Medizinischen Universität Wien entwickelt und steht bereits in mehreren Ländern zur Verfügung. Die Prognosen für Südtirol werden von der Landesagentur für Umwelt betreut.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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