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„Überlebende sind daheim“

Die Meldung der Bild-Zeitung (Screenshot)

Die Überlebenden der Lawinentragödie auf der Haider Alm sind bereits wieder zu Hause. Eien deutsche Zeitung hatte berichtet, die Überlebenden dürften nicht aus Italien ausreisen.

von Artur Oberhofer

Die Meldung löste allenthalben Unverständnis aus.

Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete am Sonntag, dass die Überlebenden des Lawinenunglücks auf der Haider Alm nicht aus Italien ausreisen dürften. Angeblich wegen der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bozen.

„Keiner von ihnen darf den Unglücks-Ort in Südtirol verlassen“, so die Botschaft.

Der Bericht der „Stuttgarter Zeitung“

Viele Menschen (auch in Südtirol) fragten sich:

Wie ist das möglich?

Hält die Staatsanwaltschaft Bozen leidgeprüfte und noch zutiefst geschockte Menschen tagelang in einem Hotel fest?

Lässt man – ganz kaltherzig – die sechs Mitglieder der Sportgruppe aus Baden-Württemberg und den Vater/Ehemann der beiden Lawinenopfer tatsächlich nicht aus Italien ausreisen?

Die Meldung, die von mehreren bundesdeutschen Medien übernommen wurde, entbehrt jeder Grundlage! Es gibt kein Heimreise-Verbot!

TAGESZEITUNG Online hat am Sonntagabend mit dem Leitenden Oberstaatsanwalt in Bozen, Giancarlo Bramante (im Bild), gesprochen.

Bramante erklärte wörtlich:

„Es gibt kein wie auch immer geartetes Ausreiseverbot.

Im Gegenteil: Die Überlebenden sind bereits vor zwei Tagen aus Südtirol abgereist.“

Seit Freitag halten sich die Überlebenden der Tragödie also nicht mehr in Südtirol auf. Sie alle wurden bereits von Beamten der Gerichspolizei zum Hergang des Unglücks befragt.

Der Schock über das Geschehene sitzt noch tief.

Bei dem Lawinenglück am vergangenen Mittwoch auf der Haider Alm im Vinschgau starben Petra T. (45) und ihre Tochter Mia (11). Sie waren mit sieben Mitgliedern eine Gruppe abseits der Pisten unterwegs.

Die Staatsanwaltschaft Bozen ermittelt.

Es geht um die Frage, wer die Todes-Lawine ausgelöst hat.

Sollten sich im Zuge der gerichtlichen Untersuchungen Verantwortlichkeiten ergeben, könnte es für ein oder mehrere Mitglieder der Sportgruppe aus Ludwigsburg strafrechtliche Folgen wegen fahrlässiger Tötung geben.

Staatsanwalt Giancarlo Bramante will auf der Haider Alm einen Lokalaugenschein vornehmen.

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • ahaa

    Der Axel Springer Verlag,Bild .N24,Welt…. wird wie viele als Volksverblòder genutzt.
    Darum regiert auch die Merkel.
    Bei uns ist es wohl die Dolomiten. 😉

  • checker

    Typische fake news, die Mainstreammedien sind eigentlich nur mehr zu Datenfirmen verkommen, die mit Journalismus nichts mehr zu tun Haben.
    Allerdings kann durchaus angemerkt werden, wie gut und effizient die Justiz bei unbescholtenen Bürgern arbeitet. Nur die Gauner scheinen immer davon zu kommen.

    • kleinlaut

      Zack! Dieser Kommentar hat gesessen. Aber was will man sich schon von der „Bild“ erwarten…Julian Reichelt ist ein selbstgefälliger Schnösel und der Rest seiner Kollegen hat mit seriösem Journalismus gar nichts zu tun…ausgenommen Nikolaus Blome, obwohl DER Arschkriecher von Merkel, kann sich irgendwie retten.

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