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Südtirol unter Beschuss

Südtirol unter Beschuss

Der PD in der Lombardei ließ seine Mitglieder über die Zukunft der italienischen Sonderregionen abstimmen – und die Autonomie-Gegner siegten: Über 90 Prozent der Befragten wollen die Sonderautonomien abschaffen.

Die Abstimmung sei eine „reine Provokation“ und zähle „genau null“, zeigt sich der Trentiner Senator Giorgio Tonini überzeugt. „Statt darauf zu setzen, dass die Regionen mit Normalstatut mehr Eigenständigkeit erhalten, will man den Sonderautonomien ihre Rechte wegnehmen.“

Der lombardische PD führte am Sonntag eine selbstorganisierte Befragung unter seinen Mitgliedern durch. Neben Fragen zur Zusammenlegung der Gemeinden und der Regionen dürfte eine Frage den Südtirolern sauer aufstoßen.

Der lombardische PD will von seinen Mitgliedern nämlich wissen, ob sie sich dafür aussprechen, die bisherigen Sonderautonomien abzuschaffen, um auf diesem Wege eine „Neudefinition der Autonomie“ vorzunehmen. Ziel ist es, alle Regionen Italiens mit einer Autonomie auszustatten, was so viel bedeutet, dass Südtirol mit den anderen Regionen gleichgestellt und seinen Sonderstatuts verlieren würde.

Am Montag lagen bereits erste Ergebnisse vor:

In der Provinz Como beteiligten sich 542 PD-Mitglieder an der Abstimmung. Darüber hinaus stimmten 250 Personen online ab.

Das Ergebnis ist – aus Südtiroler Sicht – wenig erfreulich:

So sprachen sich satte 485 Personen für eine Abschaffung der Regionen mit Sonderstatut – und damit für die Schaffung „neuer Autonomien“ in allen Regionen Italiens aus. Nur 41 Personen wollen die Sonderautonomien in der heutigen Form beibehalten.

Auch in den anderen Provinzen sprachen sich im Schnitt über 90 Prozent der Befragten für ein Ende der Sonderautonomien aus.

Die Ergebnisse der Abstimmung

Die Ergebnisse der Abstimmung

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