Du befindest dich hier: Home » News » Die mit der größten Brieftasche

Die mit der größten Brieftasche

Die KVW Jugend zeigt sich besorgt darüber, dass die politische Vertretung scheinbar immer mehr zur Frage des Geldbeutels wird.

„Demokratie“, so sagt Karl H. Brunner, „soll die Beteiligung der Menschen an den Entscheidungsprozessen der Gesellschaft ermöglichen, aber wenn wir dieser Tage in den Medien lesen, dass KandidatInnen einer Partei mit 30.000 Euro Werbekosten für den Wahlkampf zu rechnen haben und in einem eigenen Landesgesetz die Höchstgrenze von 40.000 Euro Wahlkampfspesen pro Kandidat begrenzt werden muss, dann stellt sich die Frage: Wer kann sich das überhaupt noch leisten?“

Karl H. Brunner

Die KVW Jugend zeigt sich besorgt darüber, dass die politische Vertretung scheinbar immer mehr zur Frage des Geldbeutels wird.

Die politischen Verantwortungsträger aller Fraktionen sollen das heurige Wahljahr zur kritischen Analyse nutzen und Lösungen für die Zukunft finden, sodass die Beteiligung aller gesellschaftlichen Schichten – besonders auch von jüngeren Menschen – sichergestellt werden kann, so die KVW Jugend in der Aussendung.

Es könne auf Dauer für das Land nicht gut sein, wenn Männer und Frauen, die einer normalen Arbeit nachgehen, von der politischen Teilhabe ausgeschlossen sind.

„Wir fordern die Auswahl der besten Köpfe und nicht der größten Brieftaschen!“ stellt Karl H. Brunner, der Vorsitzende der KVW Jugend in Südtirol, abschließend fest.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (8)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • einereiner

    Ein gemeinsamer Katalog aller Parteien mit einer Seite pro Kandidat, verschickt an alle Haushalte, würde reichen.

  • sepp

    i will koan Katalog wo a SVP kanditat drinn isch i hon SVP wahlwerbung a schun zurück gschickt

  • realist

    Wichtig ist, dass man dieser Tatsache ins Auge blickt.
    Noch wichtiger ist, dass man das bekämpft.
    Am wichtigsten ist aber, dass man nie aufhört, daran zu arbeiten u. zu glauben, dass man das ändern kann.
    Erst dann hat das Aussicht auf Erfolg.
    Langfristig bringt nur dieser Erfolg unser Land ab besten weiter.
    Geld alleine macht träge u. verdirbt die Kreativität.
    Ein erfolgreiches Land lebt von kreativen Veränderungen.

    • meinemeinung

      Träumer ,der Kampf ist lange schon vorbei und wenn wird er unter den ca. 7% SVPer ausgemacht und es ist immer um`s Geld gegangen und wird immer um`s Geld gehen.
      Leider ,aber laut Interessen des Fußvolkes wird das auch so bleiben , die große Mehrheit interessiert sich nicht

  • rota

    Bin schon seit mehreren Jahren aus der SVP ausgetreten, hab einen Brief für die Basiswahlen erhalten zugleich Mitgliedsausweis und die Bitte den Mitgliedsbeitrag zu entrichten und einen Solidaritätsbeitrag zu geben.

    Nur einen Satz möchte ich daraus zitieren:

    Diese Basiswahl zur Bestimmung unserer Kandidaten/-innen für Rom ist eine hervorragende Möglichkeit der Mitsprache und Mitbestimmung durch die Basis.

    Unterzeichnet von grundehrlichen, hochwohlgelobten, unfehlbaren, großgearteten Politikern, es fehlt die Quotenfrau.

    Wünsche allen eine Gute Nacht.

  • criticus

    Habe im Haushalt auch so einen SVP-Brief erhalten, inklusive Parteiausweis mit der Bitte 15 Euro zu bezahlen, obwohl ich seit zig Jahren nicht mehr Mitglied bin. Im Brief steht groß: Mitreden, Mitmachen, Mitbestimmen. Wie bitte soll das Gehen, wenn diese Südtiroler Verblödungspolitik (SVP) uns die Kandidaten vor die Nase stellt und die sind schon fast wie gewählt? Honecker lässt grüßen!

  • pingoballino1955

    Je mehr Werbung ich von einem Kandidaten/in sehe,desto sicher kann er/sie sein,dass sie meine Stimme NICHT bekommen,denn dies ist unlauterer Wettbewerb,für die die es sich nicht leisten können 30-oder40.000 Euros auszugeben,aber weit mehr GRIPS hätten als viele SVP ler mit Geld.

  • martasophia

    Der Geldadel hat die alten Adelsgeschlechter abgelöst.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen