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Die Bauern-Regeln

2014-05-23 bauernbund landesbauernrat www.visualite.it

Der Landesbauernrat des Südtiroler Bauernbundes hat die Wahlordnung für die Basiswahl beschlossen. Damit sind die Weichen gestellt: Über die Basiswahl sollen die Mitglieder von Bauernbund, Bauernjugend, Bäuerinnen und bäuerlichen Senioren die besten Kandidaten für die Landtagswahl 2018 ermitteln.

Die Basiswahl wird im Dezember und Jänner per Briefwahl über die Bühne gehen. Danach steht dann fest: Die vier bestgewählten Kandidaten der Basiswahl werden bei den Landtagswahlen als bäuerliche Kandidaten unterstützt. Das ist die wohl wichtigste Entscheidung, auf die sich der Landesbauernrat heute geeinigt hat.

Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler erklärt: „Es soll eine Befragung der Mitglieder – also der Basis – werden und kein Wahlkampf. Deshalb ist auch keine Wahlwerbung zugelassen.“
Kandidatenfindung für Basiswahl

In der ersten Phase geht es um die Kandidatenfindung für die Basiswahl.

Der amtierende Landesrat Arnold Schuler sowie die amtierenden bäuerlichen Landtagsabgeordneten – Maria Hochgruber Kuenzer, Josef Noggler und Albert Wurzer – sind, sofern sie antreten möchten, fix für die Liste der Basiswahl gesetzt.

Zusätzlich können die Bezirksbauernräte jeweils maximal zwei Kandidaten nominieren. Auch können die Landesgremien der bäuerlichen Organisationen je einen weiteren Kandidaten für die Basiswahl vorschlagen. Eine weitere Möglichkeit ist das Sammeln von Unterschriften. Wer 500 Unterschriften von Mitgliedern der bäuerlichen Organisationen einholt, kann bei der Basiswahl mitmachen.
Für alle Kandidaten für die Basiswahl gilt: Sie müssen zum Stichtag 1. Oktober ordentliches Mitglied einer der vier bäuerlichen Organisationen sein.

Alle Kandidaten für die Basiswahl werden eine Einverständniserklärung unterschreiben, mit der sie das Ergebnis der Basiswahl anerkennen und gegebenenfalls für die Landtagswahl zur Verfügung stehen.
Basis stark eingebunden

Landesobmann Leo Tiefenthaler betont, dass der Bauernbund „mit der Basiswahl einen neuen Weg geht. Es ist unser statutarischer Auftrag, bäuerliche Anliegen auch politisch weiterzutragen. Bei der Basiswahl reden die Mitglieder schon im Vorfeld mit. Sie entscheiden auf direktem Wege, wer sie im Landtag vertreten soll. Das kommt sehr gut an.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • george

    Wozu braucht es für die Auswahl der Kandidaten noch gesonderte Regeln des Baauernbundes. Welche vier Kandidaten(innen) die bäuerlichen Wähler am meisten für die Kandidatur bestimmen, werden als endgültige Bauernkandidaten auf die Liste gesetzt. Das ist die einzige gültige Regel, die Basisdemokratie zeigt. Alles andere ist von oben herab diktiert.

  • erich

    Der Bauernbund hat sich wohl ins eigene Knie geschossen! Erst schimpft man 4 Jahre gegen LR Schuler und hat keinen Kandidaten ihm entgegenzustellen. Diese Schimpferei führte dazu, dass sich viele bäuerliche Wähler vermehrt umschauen, dafür hat der SBB nun die Türen geöffnet für eine politische Vielfalt. Wer hier Regie geführt hat, hat wohl nicht bis übermorgen gedacht.

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