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    „Totengräber der Autonomie“

    Ulli Mair

    Senator Francesco Palermo entwickle sich zum „Totengräber der Südtirol-Autonomie“, sagt Ulli Mair. Er arbeite gegen die eigene Bevölkerung.

    Die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, zeigt kein Verständnis für die Aussagen des Senators Francesco Palermo in der Mittwoch-Ausgabe der TAGESZEITUNG, wonach die deutschen Kindergärten nicht ausschließlich den deutschen Kindern vorbehalten seien. Darüber hinaus sei sein Gesetzesentwurf zur Einrichtung von zweisprachigen Unterrichtsklassen in Südtirol „ein Generalangriff auf die Autonomie.“

    „Palermo beweist mit seinen Aussagen die Verwässerungstendenzen des PDs in Sachen Autonomie. Er warnt vor einer gesellschaftlichen Spaltung, wenn die deutschen Kindergärten den deutschen Kindern vorbehalten wären und spricht sogar von einer Trennung nach ,Blut‘“, kritisiert Ulli Mair in einer Aussendung.

    „Mit einer derartigen Rhetorik wird seitens des PDs versucht, die Säulen der Autonomie und den Schutz der deutschen und ladinischen Volksgruppe madig zu reden“, unterstreicht Mair.

    Die Abgeordnete der Freiheitlichen weiter:

    „Krampfhaft versucht der PD die Auflösung des Minderheitenschutzes voranzutreiben und die Errungenschaften von Jahrzehnten im Sinne der linken Multikulti-Ideologie verschwinden zu lassen. Bereits bei den Kindern soll diese Ideologie greifen, indem die vertraute Muttersprache an den Kindergärten durch ein Sprachengewirr ersetzt werden soll.

    Auch wenn es Senator Palermo nicht zuträglich erscheint, dass im Sinne des Minderheitenschutzes die deutschen Kindergärten den deutschen Kindern zustehen und dass in diesen Einrichtungen ausschließlich die deutsche Sprache zu verwenden ist, wird an diesem Prinzip nicht gerüttelt. Alles andere bedeutet eine schleichende Aushöhlung des Minderheitenschutzes. Gemischtsprachige Kindergärten oder das Überhandnehmen von ausländischen Sprachen wie Arabisch laufen dem zuwider und sind nicht akzeptabel.

    Ein besonderer Akt der angeblichen ,Autonomiefreundlichkeit‘ der PD-Politik stellt der Gesetzesentwurf zu Einrichtung von zweisprachigen Unterrichtsklassen dar. Dies stellt nicht nur einen Angriff auf die deutsche Schule dar, sondern bedeutet die Aufweichung der Autonomie. Derartige Vorstöße beweisen die Umklammerung der SVP durch den PD, ansonsten würde die sogenannte Autonomiepartei SVP dies erst gar nicht zulassen.

    Ihre grenzenlose Naivität beweisen die SVP-Bezirke Bozen und Unterland, die über einen Senator verfügen, der gegen die eigene Bevölkerung arbeitet. Die Prinzipienlosigkeit der SVP und reines Vorteilsdenken werden aber verhindern, dass es zu diesem autonomiefeindlichen Verhalten Konsequenzen gibt.“  

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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