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    „Rechts blinken, links abbiegen“

    Der freiheitliche Parteiobmann Andreas Leiter Reber bezeichnet den jüngsten Schwenk der SVP in der Frage der Masseneinwanderung als wenig glaubhaft.

    „Zuerst durfte man lesen, dass die SVP nun doch nicht mehr ganz so begeistert vom sog. „ius soli“-Gesetz ist, das die massenhafte Einbürgerung von Migranten vorsieht. Dabei musste ich erst vor einigen Tagen in einer Radiosendung gegen den SVP/PD-Senator Francesco Palermo das bestehende Staatsbürgerschaftsrecht verteidigen. Da wurde von Seiten SVP/PD noch schwerstes Geschütz aufgefahren: nur mit dem möglichst billigen Geschenk der (fast) sofortigen Einbürgerung sei man modern, migranten- und europafreundlich usw.“, so Leiter Reber.

    „Wir Freiheitliche nehmen den Slogan „Fördern und Fordern“ ernst: die Staatsbürgerschaft gibt es nur bei nachweislich gelungener Integration und nicht frei Haus! Und selbst die nun sehr zaghaft vorgebrachten Kritikpunkte der SVP sind nicht mehr als ein Sturm im Wasserglas: wenn Landesrat Achammer meint, mit ein paar Zettelchen, die Sprachkurse belegen sollen, sei die Integrationsleistung erbracht, so ist das nicht mehr als Makulatur und Wählertäuschung!“ so Leiter Reber.

    „Und nun gleich der zweite Streich: Landeshauptmann Kompatscher scheint laut den Meldungen einer Nachrichtenagentur plötzlich das österreichische Grenzmanagement am Brenner nicht mehr so schlimm zu finden, ja sogar „damit einverstanden“ zu sein. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus: war es nicht Kompatscher, der, in blindem Gehorsam zur Mutterpartei PD und zu Rom, Österreich dafür immer an den Pranger gestellt hat? War es nicht Kompatscher, der von „Wahlkampfmanövern“ sprach? War es nicht Kompatscher, der die Gemeinden gezwungen hat, überall im Land Asylantenheime zu errichten? Nun also manövriert die SVP selbst wie ein Slalomläufer, nachdem man anscheinend sogar in der Brennerstraße realisiert hat, dass die Südtiroler Bürger weniger Probleme mit dem nachvollziehbaren Wunsch unserer Landsleute in Nordtirol nach sicheren Grenzen haben. Sondern viel mehr Probleme mit dem offenen Scheunentor im Süden!“ so Leiter Reber.

    „Überhaupt stellt sich die Frage, was dieses SVP-Manöver nun soll: nach jahrelangem Kadavergehorsam Richtung PD und Richtung Rom wird man nun ein bisschen mutig? Wie ernst sind denn diese SVP-Wendungen schon zu nehmen? Die SVP ist doch schon längst zum PD-Anhängsel mutiert und mit diesem dermaßen verbandelt, dass eine glaubwürdige Distanzierung von dessen Multi-Kulti-Träumereien gar nicht mehr möglich ist!“ so Leiter Reber. „Sowohl das sog. „ius soli“ als auch die ungebremste Einwanderung wären für Südtirol mit seinen drei autochthonen Volksgruppen eine Katastrophe: das sensible Gleichgewicht zwischen den Volksgruppen und das Bekenntnis zur Selbstverwaltung werden aufs Spiel gesetzt. Hier hat die SVP jahrelang zugesehen, die Gefahr niemals erkannt bzw. erkennen wollen, niemals gegen das völlige Versagen des PD Stellung bezogen und nun werden ein paar rhetorische Nebelkerzen gezündet und das soll es gewesen sein? Hier verfährt die SVP nach dem sattsam bekannten Grundsatz „Rechts blinken, links abbiegen“, denn es ist kaum zu erwarten, dass von der SVP mutige Schritte im Parlament gesetzt werden“, zeigt sich Leiter Reber überzeugt. „Allenfalls sind die Wendungen von Kompatscher & Co. ein Hinterherhinken hinter freiheitlichen Positionen – sehr gerne, wir werden auch zukünftig unsere Positionen stets offen und klar vertreten und freuen uns über lernfähige Konkurrenz. Wobei wir stets darauf achten werden, was die SVP nur aus Wahlkampftaktik verspricht und was sie dann hält – und das war in der Einwanderungsfrage bisher nicht viel“, so Leiter Reber abschließend.

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    Kommentare (9)

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    • andimaxi

      immer dieselben Parolen. Auch von den Neuen nur Altes. Die F haben mich schwer enttäuscht. Nur blabla.

    • sepp

      andimaxi mehr blabla tien schun die SVP bonzen versprechen das blaue vom himmel un wos passiert gor nix siehe wahlversprchen es LH wos hot er giholten nix wos mi donn an meisten gfreit hot a richtiges debackel bei der Volksabstimmung und itz isch wieder viel blablab wie auch der (L)achhammer weil snächste johr sein jo wieder wahlen un herr un frau sütiroler sein so bled und lossen sich wieder inni legen denen isch jo lei um die machterhaltung und suscht nix

    • mannig

      A-ha, und was meint er damit?

    • lois

      Ja ja @rambo, @sepp & Co.
      Wem ist es, neben der Bevölkerung selbst, wohl zu verdanken, dass es Südtirol heute, sowohl in wirtschaftlicher, als auch in sozialer und kultureller Sicht alles in allem sehr gut geht? Etwa den Freiheitlichen oder der STF??? Aber klar, immer brav gegen die SVP wettern, die ist ja soooo böse… Immer wieder toll, wenn man für alles und jeden einen Sündenbock hat, gel…????
      Und nicht vergessen: Die SVP wurde stets demokratisch vom Volk gewählt, ob ihr es glaubt oder nicht!

      • yannis

        @lois

        schreibst Du direkt aus den SVP-Parteizentrale ?

        >>>Die SVP wurde stets demokratisch vom Volk gewählt<<<

        das Flughafen-Referendum ist auch demokratisch gegen die Vorhaben der SVP ausgegangen und was tut sie jetzt ? sie sitzt das Problem aus, anstatt den Saustall den das Volk nicht will abzuwickeln.

        Genau so wie sie mit durchaus guten Vorschlägen der Opposition grundsätzlich umgeht, einfach erst mal niederstimmen und später bei passender Gelegenheit sie als eigenen großen Entwurf für sich zu verkaufen.

        Also Vorsicht mit dem Begriff demokratisch !

        • lois

          @yannis
          „Also Vorsicht mit dem Begriff demokratisch !“
          Du scheinst sehr begriffsstutzig zu sein. Hat die SVP bei den Wahlen am meisten Stimmen erhalten? Ja oder Nein? Was soll daran bitte nicht demokratisch sein?? FH, STF & Co. müssten einfach mal mehr Stimmen erhalten wie die SVP. Vielleicht solltet ihr euch mal fragen, warum ihr das bis heute nicht ansatzweise geschafft habt, anstatt immer auf die SVP zu schimpfen und damit vom eigenen Misserfolg ablenken…
          Und komm mir jetzt nicht mit dem Flughafenreferendum. Da ging es weder darum eine Partei noch den Landtag zu wählen, sondern einzig und allein um eine inhaltliche Frage. Ansonsten könnte ich dir genauso gut das erst kürzlich stattgefundene Verfassungsreferendum nennen, wo ausnahmslos alle Parteien, außer der SVP für ein Nein warben. Wie es ausgegangen ist brauch ich dir wohl nicht zu erklären…
          Und ob du es glaubst oder nicht: Ich schreibe weder aus der SVP-Parteizentrale noch bin ich SVP Mitglied. Mir liegt als politisch interessierter Bürger lediglich eine sachlich fundierte Diskussion am Herzen und argumentiere nach rein objektiven, parteipolitisch unabhängigen Kriterien. Das kannst du mir in meinem Post wohl hoffentlich nicht streitig machen…

          • paco

            @lois
            Nach meiner Erfahrung sind in diesem Forum die wenigsten Poster an einer sachlich fundierten Diskussion interessiert, sondern daran, der Politik, allen voran der SVP, eins auszuwischen. Eigenartigerweise lässt das Volk aber von all diesen Postings nicht beirren und wählt mit dem eigenen Kopf.

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