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Neue Bezirksspitze

Hinten v.l.n.r. Thomas Haller, Tscherms, Simon Terzer, Lana, Dora Schwarz, Ulten, Alois Gurschler, Meran, Landesvorsitzender Helmuth Renzler. Sitzend v.l.n.r.: Bezirksvorsitzende Beatrix Burger und Bezirksobmann Zeno Christanell.

Vor kurzem hat sich der SVP Bezirkssozialausschuss neu konstituiert und Beatrix Burger vom Ortsausschuss Meran/Stadt zur Vorsitzenden der Arbeitnehmerinnen im Burggrafenamt gewählt. Zudem wurden eine Reihe Forderungen für mehr soziale Gerechtigkeit gestellt.

Die neue Vorsitzende der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Burggrafenamt heißt Beatrix Burger. Die Wahl erfolgte einstimmig. Burger gab gleich nach der Wahl zu Protokoll: „Die Vertreter der Arbeitnehmer leisten vor allem in den Gemeinden eine wichtige Arbeit. Sozialreferenten kümmern sich um die Belange der Familien, organisieren Sommerbetreuungen, bauen Kinderspielplätze, sind Ansprechpartner bei sozialen Problemen und Bildung. Darüber hinaus wollen wir aber auch noch mehr Akzente für die soziale Gerechtigkeit auf Landesebene setzen.“

Die Politik der Arbeitnehmer sei auch dort in vielen Bereichen spürbar, berichtete der Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler: „So zum Beispiel ist es uns gelungen die Erstwohnungen fast komplett von der GIS zu befreien und den IRPEF-Freibetrag auf 28.000 € zu erhöhen. Das bedeutet für über 100.000 Rentner, dass sie keinen Regionalzuschlag mehr zahlen müssen.“ Auch wenn es vielen Südtirolern sehr gut gehe, so hänge doch die soziale Umverteilung von einer starke Arbeitnehmer-Bewegung ab. Alle Vergleichsstudien zeigen, dass Südtirol auf einem guten Weg sei. Mit einem BIP pro Kopf von 41.300.- € (EU: 28.900.- €), einer Beschäftigungsquote von 72,2% (EU: 66,6%) und einer Arbeitslosenquote von 3,7% (EU: 10,3%) gehöre Südtirol zu den prosperierenden Regionen Europas.

„In dieser Legislatur wurden zahlreiche Maßnahmen gesetzt, damit die Wirtschaft konkurrenzfähig bleibt – was sehr gut gelungen ist. Nun müssen wir aber alle gemeinsam auf den sozialen Ausgleich schauen, denn der untere Teil der Lohnempfänger hat an Kaufkraft verloren. Von den Reduzierungen der lokalen Gebühren muss auch etwas bei den Arbeitnehmern ankommen“, mahnte Christanell an, der auch dem sozialen Flügel der SVP angehört. Das durchschnittliche Lohniveau sei im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten zu gering. Vor allem das untere Drittel der Lohnabhängigen spüre von der starken Wirtschaftsleistung kaum etwas. Die durchschnittliche Jahresbruttoentlohnung sei hier laut ASTAT inflationsbereinigt gegenüber 2009 sogar um fast 3% gesunken. Deshalb habe der ASGB mit seinen Mai-Forderungen sicherlich Recht. „Die IRAP-Reduzierung der letzten Jahre, die fast 100 Millionen Euro ausmacht, muss bei den einfachen Arbeitnehmern ankommen Das wäre gelebte Sozialpartnerschaft und stärke zudem den Binnenmarkt“, meint Christanell. Auch das Eigenheim ist weiterhin für viele nicht leistbar, weshalb ein angemessener Wertausgleich notwendig ist. Eine weitere Forderung, um mehr soziale Gerechtigkeit zu erreichen, liegt in der weiteren Erhöhung der regionalen IRPEF-Freibeträge. „Mit ein paar wenigen Maßnahmen würden die Lohnempfänger mehr verdienen und besser am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben können“, machte Christanell deutlich.

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