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    55 neue Plätze für Asylwerber

    Schenoni-Kaserne, Thomas Dusini

    Die Unterbringung von Asylwerbern sorgt in den Gemeindestuben im Eisacktal für viel Diskussionsstoff. Einige Gemeinden haben dem SPRAR-Programm zugestimmt, andere nicht.

    von Erna Egger

    Thomas Dusini, Direktor der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, hatte in den letzten Monaten ein volles Abendprogramm: Er ist von Gemeinde zu Gemeinde gefahren und hat die Gemeinderäte über die Flüchtlingsprogramme aufgeklärt.

    Dusini wurde mit vielen Fragen bombardiert. „Während meiner Anwesenheit verliefen die Diskussionen sehr sachlich“, ist er positiv überrascht.

    Südtirol muss jedoch die staatliche Zuteilungsquote erfüllen. Das Land hat den Bezirken im Verhältnis zur Einwohnerzahl ein Flüchtlingskontingent zugewiesen.

    Die Koordination wurde an die Bezirksgemeinschaften delegiert. Diese haben die Aufgabe, sogenannte CAS-Strukturen ausfindig zu machen, in denen mehrere Dutzend Flüchtlinge eine Unterkunft finden.

    Die italienische Regierung ermöglicht den Gemeinden aber auch, sich am SPRAR-Programm zu beteiligen. Das Projekt setzt zur besseren Integration auf kleine Gruppen von Flüchtlingen: Fünf bis sechs Asylwerber werden Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern, 3,5 pro 1.000 Einwohner in größeren Gemeinden zugeteilt.

    Präsident Walter Baumgartner und seine Mitarbeiter suchen seit Monaten in den Gemeinden Flüchtlingsunterkünfte – kein leichtes Unterfangen.

    Gerade letzthin haben sich einige Gemeinderäte im Eisacktal für die Aufnahme von Asylwerbern in SPRAR-Einrichtungen ausgesprochen. Bei einem positiven Entscheid wurde die Bezirksgemeinschaft Eisacktal mit der Ausarbeitung und Einreichung des Projektes im Interesse der Gemeinde ?beauftragt.

    „55 neue Plätze in den verschiedenen Gemeinden kommen durch die Beteiligung am SPRAR-Programm hinzu“, sagt Dusini.

    DIE TAGESZEITUNG LIEFERT IN IHRER MITTWOCH-AUSGABE EINEN ÜBERBLICK ÜBER DIE BESTEHENDEN UND KÜNFTIGEN FLÜCHTLINGSUNTERKÜNFTE IN DEN EISACKTALER GEMEINDEN.

    UND: WELCHE GEMEINDEN SICH NICHT BETEILIGEN.

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    Kommentare (1)

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    • paul1

      Hilfe ist ganz gut und Recht, aber diese Völkerwanderung muss langsam aufhören, bevor wir von diesen Leuten überflutet werden, heute sind es 6, morgen 10 und übermorgen 100 pro Kleingemeinde die wir aufnehmen müssen. . X-tausende von Flüchtlingen kommen täglich in Lampedusa an, wo sollen diese ganzen Leute hin, wer glaubt die kehren morgen wieder zurück, der täuscht sich gewaltig, sprechen sie einmal mit diesen Leuten, sie werden es ihnen bestätigen, dass sie nie wieder zurückkehren wollen. Das Gegenteil ist der Fall, sie wollen noch alle Angehörigen nach Europa holen.

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