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    Urlaub im Schloss

    Wer das nötige Kleingeld hat, kann das Schloss Valcastello zwischen Toblach und Innichen mieten. Airbnb bietet mittlerweile im Pustertal und im Gadertal außergewöhnliche Luxusunterkünfte an.

    von Silke Hinterwaldner

    „Art der Unterbringung: Schloss“: Wer auf dem virtuellen Marktplatz Airbnb nach einer luxuriösen Unterkunft im oberen Pustertal sucht, kann sich einen Mädchentraum erfüllen – insofern das nötige Kleingeld vorhanden.

    Denn: Für knapp 1.000 Euro pro Nacht kann man sich im privaten Schloss Valcastello einmieten. Auf der Homepage von Airbnb werden auch Einblicke in die Luxusunterkunft gewährt: feines Geschirr, schöne Teppiche, prunkvolle Schlafzimmer.

    Im gesamten Pustertal und im Gadertal gibt es mittlerweile einige Luxusunterkünfte für Touristen, die sich nicht in den Sterne-Hotels befinden. Sie werden als Ferienwohnung vermietet, eben über Airbnb, aber auch über andere Booking-Portale. Die Auswahl in der gehobenen Preiskategorie ist nicht übermäßig groß, aber im Wachsen begriffen.

    Das weiß auch Dieter Wurmböck, Noch-Präsident des Tourismusverbandes Drei Zinnen. Aber er sieht die Entwicklung recht gelassen. „Es gibt eigentlich noch nicht besonders viele Erfahrungswerte“, sagt er, in seinen Augen bewegt man sich derzeit immer noch in einer rechtlichen Grauzone, wenn es um die Vermietung von privaten Wohnungen und Häusern für touristische Zwecke geht.

    „Grundsätzlich“, sagt Wurmböck, „ist dagegen nichts einzuwenden. Wir möchten aber schon, dass für alle dieselben Voraussetzungen und Vorschriften gelten müssen.“ Denn: Während auf Airbnb jede Privatperson das eigene Schlafzimmer untervermieten kann, ohne Sicherheitsvorschriften wie Feuerschutz oder Hygiene befolgen zu müssen, müssen sich echte Hoteliers oft durch einen Dschungel an Gesetzen kämpfen. Ganz zu schweigen von Steuern und anderen Abgaben.

    Aber sind die privaten Vermieter mittlerweile in den touristischen Gemeinden zur harten Konkurrenz für die Hotelbetriebe geworden? Auch hier winkt Wurmböck ab: In den vergangenen Jahren habe man mit dem Zweitwohnungsmarkt als Konkurrenten viel Erfahrung gemacht, das Phänomen Airbnb hebe sich hier nicht wesentlich davon ab. „Da haben wir alle längst den Überblick verloren“, sagt er, aber die Hotels gehen ihren Weg weiter. In den Tourismusverbänden konzentriert man sich derzeit wohl mehr auf die bevorstehende Auflösung.

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    Kommentare (1)

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    • wollpertinger

      Ich weiß ja nicht, wie viel so eine Werbung hier auf TZ Online kostet, aber etwas sorgfältiger könnte man sie schon machen, auch wenn sie zum Schleuderpreis angeboten wurde. Es dürfte sich bei dem beworbenen Objekt wohl um das Klammschlössl handeln, und es wäre gut, das auch offen zu sagen, da sonst wohl kaum jemand dieses mysteriöse „Valcastello“ finden würde, das man irgendwo im Süden vermuten würde, wo dieser Name auch hingehört..

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