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    In letzter Minute

    Die Dibona-Kante

    Drei junge Männer aus dem Passeiertal haben sich beim Abstieg von der Großen Zinne verstiegen und mussten vom Hubschrauber geborgen werden.

    Einige Mitglieder des Bergrettungsdienstes Hochpustertal befanden sich am Montag gerade in einer Erste-Hilfe-Übung im Gelände, als die Rettungsstelle von der Landesnotrufzentrale um 20:30 Uhr zu einem Einsatz in des Gebiet der Drei Zinnen gerufen wurde.

    Ein italienisches Ehepaar, das sich in der Nähe der Drei-Zinnen-Hütte aufhielt, hörte Hilfe-Rufe aus den Nordwänden der Drei Zinnen.

    Aufgrund der einbrechenden Nacht musste damit gerechnet werden, dass die Hilfesuchenden nicht mehr mit Hilfe des Landesrettungshubschraubers geborgen werden konnten.

    Sechs Männer des Bergrettungsdienstes Hochpustertal machten sich vom Paternsattel über den Normalanstieg auf den Weg zum Ringband der großen Zinne, da die Hilferufe von dort zu kommen schienen. Gleichzeitig suchten zwei weitere Bergretter mit Hilfe Landesrettungshubschraubers Pelikan 1 die Nordwand nach den Personen ab. Diese konnten bald im oberen Teil der Dibonakante lokalisiert werden.

    Beide Bergretter wurden zu drei jungen Männer aus dem Passeiertal abgeseilt.

    Einer sicherte die Kletterer, während der zweite einen der jungen Männer mit Hilfe der Seilwinde barg.

    Aufgrund der einbrechenden Nacht war Eile geboten.

    Innerhalb kürzester Zeit ist es gelungen, alle drei Personen aus der Wand zu fliegen und unverletzt auf zur Drei-Zinnen-Hütte in die Obhut weiterer angerückter Bergretter zu übergeben.

    Der Landesrettungshubschrauber machte sich sofort, bei bereits vorgerückter Dämmerung, auf den Weg zurück zu Basis nach Bozen.

    Die drei jungen Männer erklärten ihre missliche Lage damit, dass sie sich beim Abstieg vom Gipfel der Großen Zinne verstiegen hatten und weder vor noch zurück konnten.

    In der Zentrale des Bergrettungsdienstes Hochpustertal bedankten sich die jungen Männer bei den Bergrettern mit den Worten: „Das ist der glücklichste Tag unseres Lebens“.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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