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Die Wahnsinns-Rechnung

geld schereUnglaublich, aber wahr: Ein Rentner aus dem Burggrafenamt hat eine Telefonrechnung von 13.700 Euro erhalten.

Der Fall des Pensionisten aus dem Burggrafenamt, der nicht schlecht über eine Telefonrechnung von fast 14.000 Euro staunte, ist einer der brisantesten, den das Garantie-Organ des Landes in den letzten Monaten gelöst hat. Pro Jahr wenden sich gut 1000 Telefonkunden (Private, Betriebe und öffentliche Ämter) an die offizielle Schlichtungsstelle beim Landesbeirat, um ihre mannigfaltigen Probleme mit den Anbietern zu lösen.

Dieses Jahr haben die Streitfälle mit privaten Kunden zugenommen, während die Fälle mit Business-Verträgen deutlich, und zwar um 20%, zurückgegangen sind. Dies bedeutet, dass die Telefonverträge der Unternehmen in jüngster Zeit weniger Anlass zu Beschwerden geben. Besonders notwendig ist das Einschreiten des Beirats, wenn plötzlich der Telefon- oder Internetdienst abgestellt wird. Auf Anordnung des Beirats müssen die Anbieter den unterbrochenen Dienst im Dringlichkeitswege bis zur endgültigen Klärung des Streitfalls wiederherstellen.

Der Tätigkeitsbericht des Landesbeirats für das Kommunikationswesen listet die häufigsten Gründe für Auseinandersetzungen mit den Telefonanbietern auf und die Anzahl der Fälle pro Anbieter.

Hierbei fällt auf, dass neuerdings nicht mehr überhöhte Rechnungen und unerwünschte kostenpflichtige Dienste die alleinigen Gründe für Ärger mit den Anbietern sind. Die Streitgründe sind inzwischen breiter gefächert. Verstärkt hapert es nunmehr an der Transparenz der Telefon- und Internetverträge und an der schleppenden Aktivierung der Dienste.

Nach wie vor sind jedoch überhöhte Rechnungen (27% der gesamten Streitfälle) der Hauptgrund für die Auseinandersetzungen. Diese werden vom Kommunikationsbeirat fast immer erfolgreich gelöst: Die Erfolgsquote der Schlichtungsverfahren im Beirat liegt bei erfreulichen 90 Prozent.

Der Gang zum Beirat ist vollkommen kostenlos, auch für Unternehmen. Dieser Service ist dem Umstand zu verdanken, dass der Südtiroler Landtag und die Authority für das Kommunikationswesen AGCOM in Rom die Kosten der Schlichtungen tragen. Die durchschnittliche Summe, die den Telefonkunden im vergangenen Jahr pro Schlichtungsverhandlung zurückerstattet wurde liegt bei 300 Euro.

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