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    Der Zuschauer-Boom

    Das Spektakel in der Eiswelle (Foto: Antonello Vanna)

    Das Spektakel in der Eiswelle (Foto: Antonello Vanna)

    Der HC Bozen ist und bleibt der sportliche Zuschauermagnet in Südtirol: In der Regular Season kamen im Schnitt 2.843 Zuschauer in die Eiswelle. In den Playoff-Spielen waren es über 5.300.

    von Markus Rufin

    Auch wenn der HCB Südtirol das Finale der EBEL am Ende nicht erreicht hat, können HCB-Chef Dieter Knoll & Co. zufrieden sein. Neben dem Erreichen des Halbfinals – was das Saisonziel war – gelang auch endlich der Playoff-Sieg gegen Angstgegner Linz. Außerdem zeigten Alexander Egger & Co. streckenweise Eishockey von hohem Niveau.

    Und noch wichtiger: Der HCB Südtirol ist ein Publikumsmagnet.

    Von den Zuschauerzahlen des Bozner Hockeyclubs können alle anderen Südtiroler Eishockeyvereine, aber auch der FC Südtirol als einziger Profi-Fußballclub im Lande nur träumen.

    Der TAGESZEITUNG liegen die genauen Zahlen jetzt vor.

    Zeitweise hielt die Bozner Eiswelle sogar den Saisonrekord für die meisten Zuschauer: 7.012 Fans kamen letzten Freitag, zum zweiten Halbfinale gegen Wien, ins Stadion. Nur beim dritten Aufeinandertreffen in den Playoffs in Wien kamen 10 Zuschauer mehr.

    Seitdem der HC Bozen 2013/14 in die Ebel eingetreten war, stiegen die Eintrittszahlen kontinuierlich pro Saison. Im ersten Jahr erwartete sich das Foxes-Präsidium eine Durchschnittsquote von 2000 Zuschauern pro Spiel. Diese Prognose wurde übertroffen: 2.176 Anhänger verfolgten die Foxes in ihrer Premierensaison. Eine Zahl, die durch die Playoffs deutlich angehoben wird, da waren es mit 4.762 gleich doppelt so viele Besucher.

    2014/15 sanken zwar die Gesamteintritte etwas, aber da schied der HCB bereits im Viertelfinale aus. Im Jahr darauf kamen im Durchschnitt etwa 2.500 Zuschauer zu den Heimspielen. Und in den Playoffs waren es knapp 5.000.

    tabsIn der soeben abgelaufenen gab es erneut eine Steigerung: Zu den ersten vier Playoff-Spielen kamen im Schnitt 5.661 Zuschauer in die Eiswelle – das sind fantastische Zahlen.

    Am vergangenen Dienstag, im letzten Match gegen die Wiener Caps, passierten immerhin noch 4.000 Zuschauer die Drehkreuze, so dass die durchschnittliche Zuschauerzahl in den Playoffs bei 5.300 liegt.

    Auch in der Regular Season übertraf der HCB heuer die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr deutlich und kratzte erstmals an der 3000er-Marke.

    Auch in der gesamten Ligawertung ist positive Entwicklung bei den Zuschauerzahlen spürbar.

    Während man in den letzten Jahren nur auf dem achten Platz lag, machte der HCB heuer einen Sprung nach vorne und rückte auf Platz sechs vor.

    Besonders Aktionstage wie der Family-Day oder der Students-Day waren große Publikumserfolge. Zu betonen ist jedoch, dass andere Vereine wie der EHC Red Bull Salzburg sehr viel kleinere Stadien haben. Nur 2.800 Fans haben in der Bullenarena Platz, während in Bozen 7.200 Zuschauer ihre Mannschaft anfeuern können.
    Freuen kann sich in jedem Fall der Schatzmeister des HCB Südtirol.

    Bei einem Durchschnittspreis von 20 Euro pro Ticket und abzüglich Abo-BesitzerInnen kommt man auf eine Gesamteinnahme von ungefähr 30.000 bis 40.000 Euro pro Spiel im Grunddurchgang. Auf rund 600.000 Euro dürften sich die Einnahmen aus den Play-Offs belaufen. Die Ticketpreise in den Playoffs sind höher als während der Regular Season.

    Solche Zahlen wären bei einem Verbleib in der Serie A undenkbar gewesen.

    In den Serie A-Grunddurchgängen erreichte der HC Bozen einen Zuschauerdurchschnitt von 800 bis 1000. In den Play-Offs kamen immerhin rund 2600 Besucher ins Stadion.

    Aber eine regelrechte Explosion und Eishockeybegeisterung ist erst seit dem Eintritt in der Ebel in Bozen zu spüren.

    LESEN SIE AM DONNERSTAG IN DER PRINT-AUSGABE:

    • Im großen Interview spricht der Macher beim HCB Dieter Knoll über sein Erfolgsgeheimnis und verrät, ob er weitermacht.

     

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