Du befindest dich hier: Home » Politik » Renzis Rücktritt

    Renzis Rücktritt

    bildschirmfoto-2016-12-05-um-00-24-05

    Der LIVETICKER zum Verfassungsreferendum: Das Nein hat klar gewonnen. Premierminister Matteo Renzi kündigt den Rücktritt an.

     

    bildschirmfoto-2016-12-05-um-07-11-36+++ UPDATE 07.00 Uhr +++

    Senator Karl Zeller

    Senator Karl Zeller

    SVP-Senator Karl Zeller zeigte sich am Montagmorgen gegenüber Rai Südtirol überrascht über das nationale Ergebnis.

    Er hätte nicht mit einem so deutlichen Votum für das Nein gerechnet, so der SVP-Senator.

    Erfreut zeigte sich Karl Zeller hingegen über das Ergebnis in Südtirol.

    Die über 63 Prozent für das Ja seien „ein schöner Erfolg für die SVP“, findet der Senator.

    Die Südtiroler Opposition, die geschlossen für das Nein aufgetreten war, sei „kläglich gescheitert“, so Zeller.

    +++ UPDATE 05.20 Uhr +++

    So berichtet die Online-Ausgabe von „la Repubblica" über den Renzi-Rücktritt

    So berichtet die Online-Ausgabe von „la Repubblica“ über den Renzi-Rücktritt

    Das Ergebnis ist deutlich ausgefallen:

    59,1 Prozent der Italiener stimmten gegen die Verfassungsreform von Premier Matteo Renzi.

    Die Wahlbeteiligung lag bei 65,6 Prozent.

    Matteo Renzi ist zurückgetreten.

    Nach seiner Fernsehansprache umarmte er seine Frau Agnese.

    In nur drei Regionen hat es eine Mehrheit für das Ja gegeben:

    Trentino-Südtirol, Emilia Romagna und Toskana.

    Matteo Renzi mit seiner Frau Agnese (Screenshot/la Repubblica)

    Matteo Renzi mit seiner Frau Agnese (Screenshot/la Repubblica)

    +++ UPDATE 04.44 Uhr

    Auch in den internationalen Medien ist der Ausgang des Referendums in Italien und der angekündigte Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi das große Thema.

    Die „Bild“-Zeitung stellt die bange Frage:

    „Stürzt das offenbar gescheiterte Referendum Italien in eine politische Krise?“

    bildschirmfoto-2016-12-05-um-05-45-33Die Zeitung schreibt:

    „Ministerpräsident Matteo Renzi, der im Falle einer Ablehnung seiner Verfassungsreform durch die Bürger seinen Rücktritt angekündigt hatte, zog bereits kurz nach Schließung der Wahllokale die Reißleine.
    ? Kurz nach Mitternacht trat er vor die Presse und erklärte, die Ergebnisse seien eindeutig und räumte seine Niederlage ein: „Das Nein hat gewonnen“, so Renzi.
    ? Zugleich forderte er das Nein-Lager dazu auf, klare Vorschläge zu machen, wie es in Zukunft in Italien weitergehen soll.
    Renzi gab bekannt, dass er die volle Verantwortung für die Wahlniederlage übernehmen wolle und daher zurücktreten werden. Er reiche am Montag bei Staatspräsident Sergio Mattarella seinen Rücktritt ein, sagte er in der Nacht in Rom.“

    Auch in der Online-Ausgabe der „Washington Post“ ist der Ausgang des Referendums in Italien das Top-Thema.

    bildschirmfoto-2016-12-05-um-05-59-42

    +++ UPDATE 04.20 Uhr +++

    Einen schönen guten Morgen, liebe UserInnen von TAGESZEITUNG Online.

    Nach einer kurzen Nacht sind wir wieder für Sie da!

    Das Referendum ist geschlagen!

    In Südtirol siegte das Ja – trotz der massiven Kampagne der gesamten Opposition.

    Das Ja erreichte 63,69 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in Südtirol bei 67,41 Prozent.

    Und in Italien siegte ganz klar das Nein – Matteo Renzi hat bereits um Mitternacht seinen Rücktritt angekündigt.

    Auch in Südtirol gibt es bereits die ersten politischen Reaktionen – beispielsweise von der Süd-Tiroler Freiheit.

    Die STF war eine der Parteien, die ganz massiv für das Nein beim Referendum geworben hat.

    Die STF schreibt, Südtirol komme mit zwei blauen Augen davon! Die Bewegung spricht von einem „Pyrrhussieg“.

    Die Aussendung:

    „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt die Süd-Tiroler Freiheit in einer ersten Stellungnahme auf den Ausgang des Verfassungsreferendums. Italien wird mit großer Mehrheit, um die 60 Prozent, Nein zur Zentralisierung des Staates und zum Demokratieabbau sagen. Südtirol wird eine von voraussichtlich nur drei Regionen bzw. Provinzen sein, die dazu Ja sagt. Und das auch noch deutlich.

    Stefan Zelger vor dem Landesgericht

    Stefan Zelger vor dem Landesgericht

    Durch das Scheitern der Reform wird eine große Gefahr für Süd-Tirols Autonomie, wenn auch nicht durch Südtirol selbst, abgewendet.

    Dennoch bleibt ein mehr als fahler Beigeschmack: Die SVP hat es offensichtlich geschafft, ihr Märchen vom Autonomieausbau im zentralistischen Korsett zu verkaufen. Dass dieser Sieg, und Kompatschers und Achammers Nibelungentreue zu Renzi und dem PD, wertlos ist und keine unmittelbaren Konsequenzen nach sich zieht, ist ausgerechnet dem italienischen Wahlvolk zu verdanken. Vorerst sind wir mit zwei blauen Augen davongekommen. Vorerst. Denn das deutliche Ja zum Zentralstaat kann sich noch als schwere Hypothek erweisen!

    Die Bewegung dankt in der Stunde des Pyrrhussieges allen Helfern, die in den letzten Wochen unermüdlich für das Nein und damit für Südtirols Rechte gekämpft haben.Gemeinsam haben wir der SVPD die Stirn geboten. Wir haben unseren Beitrag dafür geleistet, dass über 80.000 Süd-Tiroler Nein zu Rom sagten!“

    +++ UPDATE 01.30 Uhr +++

    Liebe UserInnen von TAGESZEITUNG Online:

    Die Redakteure Anton Rainer und Heinrich Schwarz haben für Sie zuerst über die Bundespräsidentwahl in Österreich und dann über das spannende Referendum in Italien berichtet.

    Am frühen Morgen übernimmt dann Artur Oberhofer. Und im Laufe des Montags werden wir für Sie die Reaktionen einfangen. Es sind bereits eine ganze Reihe von Pressekonferenzen angesagt!

    Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht!

    +++ UPDATE 01.20 Uhr +++

    Als erster Südtiroler Politiker freut sich Andreas Pöder von der BürgerUnion über den Ausgang des Verfassungsreferendums.

    Andreas Pöder

    Andreas Pöder

    „Durch das gesamtstaatliche Nein beim Verfassungsreferendum wurde ein schwerer Angriff gegen die Demokratie und gegen die Südtirol-Autonomie abgewendet“, schreibt der Landtagsabgeordnete in einer Pressemitteilung.

    „Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat und SVP-Obmann Philipp Achammer haben mit Renzi und mit der Verfassungsreform auf das falsche Pferd gesetzt und gleichzeitig die Südtiroler erfolgreich getäuscht“, so Pöder. „Zum Glück ist das Verfassungsreferendum auf gesamtstaatlicher Ebene krachend gescheitert. Mit massiven Lügen haben Kompatscher und Achammer sowie die SVP die Südtiroler mit dem Ja zur Verfassungsreform getäuscht“, so Pöder.

    „Landeshauptmann Arno Kompatscher und SVP-Obmann Philipp Achammer sollten sich für die Täuschung der Südtiroler Wähler entschuldigen.“

    Freude auch beim Bozner Lega-Nord-Vertreter Carlo Vettori, der das Nein zur Reform feiert als „Rettung der Autonomie.“

    +++ UPDATE 00.50 Uhr +++

    In Europa sorgt man sich nach dem Rücktritt Matteo Renzis um Konsequenzen für die EU und den Euro.

    „Renzi würde als Partner in EU fehlen“, erklärte der österreichische Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) , nachdem sich eine Schlappe für Italiens Regierungschef Matteo Renzi beim Verfassungsreferendum abzeichnete, am späten Sonntagabend.

    „Falls Renzi tatsächlich geht, ist das keine gute Nachricht für Europa. Würde als Partner zur notwendigen EU-Reform sehr fehlen,“ so Kern auf Twitter.

    Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn erwartet eigenen Angaben zufolge zunächst keine drastischen Folgen für die Europäische Union. „Ich sehe keine Niederlage für Europa“, sagte er am späten Sonntagabend. „Italien hat über eine Reform abgestimmt. Es wäre falsch, das jetzt auf die europäische Ebene zu ziehen. Das war eine innenpolitische Auseinandersetzung.“

    Allerdings befürchtet er Turbulenzen für den Euro, sollte es in Italien eine längere Phase der Unsicherheit geben, sagte Asselborn. „Für den Euro wäre es schlecht, wenn sich die Regierungskrise lange hinzöge.“

    +++ UPDATE 00.29 Uhr +++

    In einer Fernsehansprache wendet sich Matteo an Italiens Bürger – und gesteht seine Niederlage ein. Dann erklärt er seinen Rücktritt.

    bildschirmfoto-2016-12-05-um-00-24-05

    „Das Volk hat klar gesprochen“, sagt Renzi „es war ein großes Fest der Demokratie, die Wahlbeteiligung war deutlich höher als alles erwartet hatten.“ Natürlich habe es Polemiken im Wahlkampf gegeben, aber viele Bürger hätten sich der Verfassung, der Spielanleitung für Italien genähert.

    „Es lebe das Italien, das teilnimmt und entscheidet“, meint Renzi, „Das Nein hat klar gewonnen, seine Befürworter müssen nun ihre Verantwortung wahrnehmen. An die Fürsprecher des Ja sage ich: Ich schulde euch eine große Umarmung.“

    „Wir haben es versucht und den Italienern eine Chance gegeben, aber wir haben es nicht geschafft. Wir haben Millionen Stimmen bekommen, die leider nicht gereicht haben. Ich trage die Verantwortung und sage: Ich habe verloren, nicht ihr. Wer für eine Idee kämpft, kann nicht verlieren.“

    Nun könne man nicht so tun, als wäre nichts passiert, ins Bett gehen und hoffen, dass das Ganze vorüberzieht.

    Dann kündigt Renzi seinen Rücktritt an: „Ich habe es nicht geschafft und trete schon morgen zurück.“, sagt der italienische Ministerpräsident.

    +++ UPDATE 00.15 Uhr +++

    Die Ergebnisse aus Südtirols Gemeinden treffen ein – und zeigen einen klaren Sieg für das Ja.

    Damit ist Südtirol eine von nur drei Regionen, die für das Ja stimmten.

    HIER GEHTS ZU DEN ERGEBNISSEN, NACH GEMEINDEN AUFGELISTET.

    bildschirmfoto-2016-12-05-um-01-11-17

    +++ UPDATE 00.15 Uhr +++

    Nun ist es fix: Die Wahlbeteiligung in Südtirol lag bei hohen 67,40 Prozent, in der Landeshauptstadt gingen 71,10 Prozent zur Wahl.

     

    Ein Viertel der Stimmen in Südtirol sind ausgezählt. Bis jetzt siegt das Ja mit 62 Prozent der Stimmen, 38 Prozent der Südtiroler stimmten mit Nein.

    +++ UPDATE 00.10 Uhr +++

    Nur 31,3 Prozent der Auslandsitaliener haben gewählt. Das Ergebnis hat schon jetzt erste Auswirkungen auf den Euro, der um rund 1 Cent fiel.

    bildschirmfoto-2016-12-04-um-23-57-49

    Auch im vierten Exit Poll liegt das Ja italienweit abgeschlagen zurück. Italien hat entschieden.

    +++ UPDATE 23.35 Uhr +++

    Die niedrigste Wahlbeteiligung in Südtirol findet sich in St. Martin in Passeier, wo nur etwas mehr als die Hälfte (54,30 Prozent) der Wähler ihre Stimme abgaben. Spitzenreiter ist derzeit Kurtinig, wo 78,37 Prozent abstimmten.

    bildschirmfoto-2016-12-04-um-23-35-41

    Fixe Ergebnisse gibt es bis jetzt erst in Kuens, wo die Beteiligung bei hohen 76,75 Prozent liegt. Die kuriose Folge: Südtirol ist eine der wenigen Regionen, wo das Ja derzeit vorne liegt.

    bildschirmfoto-2016-12-04-um-23-32-14

    Derweil könnte das Ja sogar unter 40 Prozent fallen. Im jüngsten Exit Poll der Rai fällt die Chance für Matteo Renzi, seine Abstimmung doch noch zu gewinnen auf nahe Null.

    +++ UPDATE 23.22 Uhr +++

    bildschirmfoto-2016-12-04-um-23-20-28

    Ein neuer Exit Poll der Rai sieht einen Erdrutschsieg für die „Neinsager“ voraus. Renato Brunetti, Fraktionschef von Forza Italia, hat Matteo Renzi bereits zum Rücktritt aufgefordert.

    Der Ministerpräsident will um 24:00 Uhr im Palazzo Chigi sprechen.

    In einer ersten Stellungnahme spricht Lega-Chef Matteo Salvini von einem „Sieg des Volks gegen starke Mächte.“ Der streitbare Rechtspopulist glaubt bereits an einen klaren Sieg des Nein: „Danke, Danke, Danke, Danke, Danke.“

    Matteo Salvini

    In Südtirol sind, ähnlich wie im restlichen Italien, überraschend viele Wähler zu den Urnen geschritten. Der Zwischenstand liegt derzeit bei rund 66 Prozent Wahlbeteiligung. Ungeachtet des Ergebnisses sprechen Politiker beider Seiten von einem „großen Sieg für die Demokratie.“

    +++ UPDATE 23.05 Uhr +++

    Die Wahllokale sind geschlossen, ganz Italien wartet auf die ersten Ergebnisse und Hochrechnungen. 46.714.950 Wähler und Wählerinnen durften über ihre zukünftige Verfassung abstimmen. Um 19:00 lag die Wahlbeteiligung bei dem Rekordwert von 57,2 Prozent.

    Die ersten Exit-Polls der Rai zeichnen ein trauriges Bild für Matteo Renzi. Wie zuverlässig sie sind, zeigt sich voraussichtlich bereits um 23:30, wenn die ersten Hochrechnungen zur Verfügung stehen.

    bildschirmfoto-2016-12-04-um-23-00-59

    Die Wahlbeteiligung liegt italienweit um die 69 Prozent. Auch in den Exit-Polls von La7 und Mediaset liegt das Nein weit, vielleicht uneinholbar, vorne.

    Sollten sich die ersten Prognosen in dieser Form erfüllen, droht Italien eine Regierungskrise. Ministerpräsident Matteo Renzi hatte die Abstimmung auch zur Wahl über die Zukunft seiner Regierung erhoben.

    +++ UPDATE 21.30 Uhr +++

    Zur Erinnerung: Die Wahllokale sind bis 23.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt umgehend die Auszählung.

    Das Team von TAGESZEITUNG Online wird Sie im Liveticker laufend informieren: Zwischenergebnisse, Hochrechnungen, Kuriositäten und Stellungnahmen. Hier verpassen Sie nichts.

    +++ UPDATE 20.03 Uhr +++

    Hier nun die Wahlbeteiligung in Südtirol um 19.00 Uhr laut Innenministerium: 59,53 Prozent.

    Die niedrigste Wahlbeteiligung gibt es in St. Martin in Passeier mit 47,35 Prozent, die höchste in Neumarkt mit 87,25 Prozent. Es darf aber bezweifelt werden, ob diese Angabe in der Datenbank des Innenministeriums korrekt ist. Bozen kommt auf 63,11 Prozent.

    Das Trentino war mit 63,56 Prozent fleißiger als Südtirol.

    Italienweit gingen bis 19.00 Uhr 57,24 Prozent der Wahlberechtigten in die Wahllokale.

    +++ UPDATE 19.40 Uhr +++

    Es fehlen nur noch die Daten von wenigen Gemeinden. Demnach ist so gut wie sicher, dass bis 19.00 Uhr eine Wahlbeteiligung von rund 57,50 Prozent erreicht worden ist.

    Schon jetzt liegt der Prozentsatz also höher als beim letzten Verfassungsreferendum von 2006, als insgesamt 52,46 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen gingen.

    Die zwischenzeitliche Wahlbeteiligung in Südtirol: Rund 59 Prozent.

    Ein interessantes Detail: Beim Verfassungsreferendum von 2006 lag die Wahlbeteiligung am Ende bei 38,40 Prozent. Dabei konnte man damals sogar noch am Montag wählen gehen.

    Die Parteien und Bürgerbewegungen haben es also geschafft, die Wähler zu motivieren, auch wenn die Positionen zu den zentralen Reforminhalten sehr konträr und für den einfachen Bürger schwer zu verstehen sind.

    image+++ UPDATE 19.20 Uhr +++

    56,78 Prozent: So hoch ist die Wahlbeteiligung (Stand 19.00 Uhr), nachdem mehr als ein Drittel der Gemeinden die Daten abgeschickt hat.

    Südtirol dürfte auf eine zwischenzeitliche Wahlbeteiligung kommen, die ungefähr im nationalen Schnitt liegt.

    +++ UPDATE 19.02 Uhr +++

    Die Auswertung der Wahlbeteiligung bis 19.00 Uhr hat begonnen. Laut den ersten Hochrechnungen dürfte ein Wert von 50 Prozent locker erreicht werden. Für ein Referendum ist dies ein sehr hoher Wert.

    Ein Vergleich: Beim letzten Verfassungsreferendum im Jahr 2006 gingen 52,46 Prozent zur Wahl. Und die Wahllokale haben heute noch bis 23.00 Uhr geöffnet.

    Landeshauptmann Arno Kompatscher mit seiner Ehefrau bei der Stimmabgabe in Völs am Schlern

    LH Arno Kompatscher mit seiner Ehefrau bei der Stimmabgabe in Völs am Schlern

    +++ UPDATE 17.10 Uhr +++

    Am Nachmittag sorgte vor allem ein Thema für großes Aufsehen: die Bleistifte in den Wahllokalen.

    Immer wieder klagten Wähler aus den verschiedensten Städten und Gemeinden über die sozialen Netzwerke, dass die Bleistifte für das Ankreuzen auf den Wahlzetteln löschbar seien. Mehrere Politiker sprechen bereits von einer Manipulation.

    Doch das Innenministerium gab Entwarnung: Es handle sich um nicht löschbare Bleistifte, die ausschließlich für die Verwendung auf den Wahlzetteln vorgesehen seien.

    Wie viele Fälle es tatsächlich gibt, in denen fälschlicherweise einfache Bleistifte benutzt wurden, ist nicht bekannt.

    DAS HABEN WIR BISHER BERICHTET:

    Um 12.00 Uhr erfolgte die erste Auswertung der Wahlbeteiligung beim Referendum zur Verfassungsreform. 20,14 Prozent gingen bis dahin an die Urnen, so die Daten des Innenministeriums.

    imageIn Südtirol lag die Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr bei 20,74 Prozent.
    Die Südtiroler Gemeinde mit der niedrigsten Wahlbeteiligung ist Schluderns mit gerade einmal 11,64 Prozent, jene mit der höchsten ist Proveis mit 31,06 Prozent.

    Im Trentino gingen bislang 22,38 Prozent zur Wahl.

    Die nächste Zwischenbilanz zur Wahlbeteiligung wird um 19.00 Uhr gezogen. Um 23.00 Uhr stehen dann die endgültigen Zahlen fest. Anschließend wird mit der Auszählung der Stimmen begonnen.

    Hier finden Sie alle wichtigen Infos zum Referendum.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (32)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • shakespeare

      Südtirol als einziges land mit klarem JA, zum schämen !

      DANKE allen die mit NEIN gestimmt haben.

      Ein Sieg für die Demokratie.

      • einereiner

        SUPER! Danke an alle Wähler.
        Nur die Südtiroler sind an Dummheit nicht zu überbieten!

        • morgenstern

          Südtirol ist offensichtlich das Demokratie Verständnis abhanden gekommen, verständlich, wenn man seit Jahrzehnten von einer Diktatur regiert wird.

          • richard

            Genau so ischs! De Fettnapfen hobn nie gnueg und mechtn alleweil mear.
            SVP! Verabschiede dich, denn du bist die Diktatur für alle Menschen im Lande die sich das Brot durch lohnabhängige Arbeit verdienen müssen. Kein einziger Vertreter für uns Arbeiter, kein einziger der uns vor den Bauern und den Gleichgesinnten vertritt. 1/10 der Bevölkerung befehligt und diktiert die restlichen 9/10; zum heulen!

    • yannis

      @shakespeare,

      die Mehrheit der Südtiroler hat damit ihr erbärmliches Demokratieverständnis erneut bewiesen.
      Des weiteren scheint der Südtiroler, wie in Vergangenheit auch, gewissen Demagogen nach wie vor auf dem Leim zu gehen, wohl im Glauben als erstes am versprochen Profit teilzuhaben.

    • checker

      Schämt Euch Südtirol!!
      Wie kann man für so eine schlecht aufgesetzte Reform sein? Wie kann man für seine eigene Abschaffung stimmen?
      Wie kann man für so wirklose Riformen sein? Wie kann man für eine nicht gewählte Regierung stimmen?

      Die wenigsten haben sich den Verf. text überhaupt durchgelesen, sich aber das Maul zerrissen und geglaubt, sie wissen Bescheid. Magnago wird sich im Grabe umdrehen.

      Alle Parteien und politischen Leader in Südtirol haben bis jetzt immer gegen die Schutzklauseln gestimmt!!
      Ihr habt Euch kaufen lassen, von einer Luschenregierung ohne Konzept und Rückgrat

      • shakespeare

        Wie ? ganz einfach:

        Die meisten wissen nicht wirklich um was es im Detail geht.

        es vertrauen immer noch viel zu viele der Südtiroler Volkspartei die zum JA geraten hat.

        Ein schönes Bild das wir nach Italien senden, wieder mal.

        Das Volk ist klar gegen diese Reform und Südtirol hat als einziges Land ein klares Nein auf den Tisch gelegt
        weil Südtirol eine „Schutzklausel“ bekommen hätte wo uns diese Reform „anscheinend“ nicht betroffen hätte.

    • checker

      Definitiv, die meisten haben nur argumentiert: Bin für eine Reform, wussten aber gar nicht um was es genau ging und was eigentlich die besseren Instrumente als die Verfassungsreform gewesen wären.
      Und die Populisten will ich auch nicht haben…aber eine nicht gewählte Regierung ist ihnen wahrscheinlich lieber.
      So ein dummes Volk.

      Auch eine neue Regierung wird sich die Wahl der Südtiroler anschauen…
      Damit stimmt der Südtiroler nicht nur für die Schutzklausel, sondern mit der Zentralisierung für die eigene Abschaffung. Ein sogenannter Teufelspakt, für einen angeblichen kleinen Vorteil (der am Ende gar keiner wäre)geht man den Pakt mit dem „Teufel“ ein.
      Wir wissen wie „Faust“ von Goethe am Ende ausgeht.

      Ich distanziere mich hier ganz klar von den JA-Sagern.

    • richard

      SVP, jetzt könnt Ihr das Tiermorden Heimfahren!

    • franz

      Die Linkschaoten in Italien haben eins auf’s Dach bekommen und der Wähler schickt Renzi diese Versager in die Wüste – nach Hause ! 🙂 🙂 🙂
      Die Südtiroler sind bei Speck und ein Gläschen die nettesten Leute , da wird über alles Mögliche geredet:
      Politik scheint jedoch nicht ihre Stärke zu sein.
      Den Großteil der Südtiroler geht es zum übrigen Italien relativ gut, der Südtiroler ist politisch uninteressiert und glaubt was der Häuptling sagt, anders ist das nicht zu erklären.
      “ Sì solo in Toscana Emilia Romagna“
      e Trentino-Alto Adige
      Wenn die Partei Genossen vom PD- LH Kompatscher & CO ein bisschen Anstand hätten, würden sie ebenfalls zurücktreten.

      • franz

        “Der Südtiroler ist politisch uninteressiert und glaubt was der Häuptling sagt, anders ist das nicht zu erklären.“
        “UM ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein“
        Albert Einstein

      • meintag

        Es würde genügen wenn Senator Zeller Gesicht zeigen und es Renzi gleich tun würde. Aber auch dafür wird ihm wie immer eine Ausrede einfallen.

        • richard

          Solche Leit sein lei zum Absahnen guet! In Wirklichkeit lafn de vun Rom nach Bozen und wieder oii, weil ihr Geldbeutl wern sogar durchs hin und herfohren greassa!
          Zum schämen diese Südtiroler Politik. Des hat denen gfolln, ins olle mit dem PD in den Eimer zu schmeißn und des lei für ihre Interessn! A Wahnsinn wie des Lond sou eppas mittrogn konn?

    • wm

      @franz, stimmt nicht ganz, so muss es heißen: Sì solo in Toscana Emilia Romagna“ e Alto Adige“.
      Mich interessieren die Argumente von der SVP wieso die anderen Provinzen mit Sonderautonomie ( sieht man dass die alle rot sind) Nein wählen und wir mit Ja stimmen. Obwohl das Gesetz auch bei denen angewandt werden sollte, Trient hat eindeutig mit Nein gestimmt, obwohl sie identisch sind wie wir.
      Warum?

    • ambedue

      So, das war´s, wir SüdtirolerInnen haben die schönsten Zeiten hinter uns, lasst mal die Grillini und die Lega Nord an die Regierung, dann werden wir erleben, was Zentralismus bedeutet. Eine Region mit 1.000.000 Einwohner sind nix. Ab heute bin ich Fan eines jeden, der einen eigenen Staat Südtirol mit Trient (heutiger Status Quo) ausruft. Es lebe die Freiheit.

      • drago

        Meine Erinnerung kann mir natürlich einen Scherz spielen, aber als die Lega Nord zusammen mit Berlusconi an der Macht war, wurde die (wenn auch schwache) Kompetenzdelegierung an die Regionen verabschiedet, womit ich nicht das sonstige Handeln der Regierungen Berlusconi rechtfertigen möchte. Für die Politikerkultur (naja „Kultur“, die Qualität des italienischen Politikers war noch nie besonders hoch) Italiens war Berlusconi das schlechte Beispiel par excellence und schlechte Beispiele sind ja viel wirksamer als gute. Was die Grillini angeht, steht das Urteil noch aus. Grillo und Köllensperger sind beide Grillini, aber es liegen Welten dazwischen.

    • flizzer

      Gratulation! Ich hoffe B. Grillo kommt an die Macht – dann könnt ihr euch gegenseitig auf die Schultern klopfen – aber wichtig, in bester populistischer Manier, alles blockieren! BRAVO! – und keine Alternative bieten!
      Und als nächstes wünsche ich euch das Referendum zum Austritt aus der EU! Sobald dann der erste „Angriff“ auf unsere hochgelobte Autonomie kommt, HOFFENTLICH stehen die NEIN-Sager da an vorderster Front!

      • franz

        “…..in bester populistischer Manier, alles blockieren! BRAVO! – und keine Alternative bieten!“
        Nein in demokratischer Manier eine Oligarchie verhindert ! 🙂 🙂
        Den Angriff auf unsere Autonomie hätte es mit der Alleinherrschaft ( einer Art Diktatur -Oligarchie mit Renzi ) gegeben.
        Das Problem der SVP Vasallen bzw. den Großteil der Südtiroler ist, dass sie es anscheinend nicht verstanden haben. ( bisher hat man die SVP damit vertröstet, dass man diese Regionen mit Spezial Statut nicht antasten wird ) ,wohl weil man die Stimmen der SVP braucht, einmal die Alleinige Herrschaft mit 55 % in der Kammer und ein paar Senatoren die von der Mehrheitspartei Partei bzw. 5 Senatoren vom Staatspräsidenten ernannt werden, der wiederum von der Mehrheitspartei bestimmt wird.
        Zum Glück haben die Italiener unsere Autonomie gerettet. !

      • drago

        Dagegen zu sein, etwas zu ändern, nur der Änderung willen, ohne auf die Qualität zu schauen oder weil einem vorgemacht wird, ansonsten ginge die Welt unter, ist weder populistisch noch ewiges Neinsagen. Darüberhinaus ist der Wähler nicht gefragt, Alternativen zu bieten, sondern über die Fragestellung abzustimmen. Und wenn man nicht in der Lage ist, jemanden von den Vorteilen zu überzeugen, so sollte man sich an die eigene Nase fassen.

        • flizzer

          Es muss auch nicht der Wähler Alternativen bieten können sondern die Partei, die für ein NEIN wirbt!
          In Südtirol wurde es ja geschafft, die Leute von einem JA zu überzeugen!

          Anscheinend ist das restliche Italien mit dem „Mitdenken“ etwas überfordert – aber hey, die Arbeitslosenzahlen und die Verschuldung werden sinken – sicherlich wenn alles bleibt wie in den letzten 20 Jahren! Cudos!

          • franz

            Im Gegensatz zu den restlichen Italien sind die Südtiroler mit LH Kompatscher an der Spitze, anscheinend mit den Mitdenken ziemlich überfordert.
            Nachdem Renzi – zurücktritt ( angekündigt hat zurückzutreten ) gibt es die Chance
            dass sich etwas ändert.

            • franz

              Unseren LH Kompatscher & CO passt natürlich nicht, dass sich Bürger informieren und daher zum Schluss kommen, dass das was uns Renzi und die SVP mit LH Kompatscher erzählen, ein Schwachsinn ist.
              Wenn LH Kompatscher die Bürger als Fernsehtrottel hinstellt , welche die Flüchtlingskrise nur aufgrund der Fernsehberichte beurteilen würden. Damit bezeichnet Kompatscher die Flüchtlingskrise zudem als fernsehgemachte Krise.“
              http://www.tageszeitung.it/2016/07/03/ein-witz/

          • franz

            Mit den Mitdenken überfordert bist wie immer Du flizzer.
            Mit der Regierung Renzi und der Verfassungsreform würde die Arbeitslosenzahlen und die Staatsverschuldung weiter steigen bzw. die Zahlen von illegalen Immigranten würden auf einigen Millionen ansteigen.
            Übrigens hier der Beweis , dass Illegale immigranten in 4 Sterne Hotel’s leben und keine Miete bezahlen, das behauptet zumindest,
            Bello FiGo ft The GynoZz – Non Pago Affitto (SwaG NeGri) Stai Li A Pagare!!! [HD]
            https://www.youtube.com/watch?v=ookGv44MMd4

    • morgenstern

      Na dann, fröhliches Arsch kriechen im zukünftigen politischen Rom. Als Referendums Befürworteter ist die Gleitcreme im Handgepäck wohl einzige Mittel, für unser Land noch etwas zu erreichen.

    • fronz

      Bravo morgenstern, ganz deiner Meinung.

    • checker

      So, wir haben wieder gesehen, dass die Weltuntergangsszenarien nicht eingetreten sind, der Euro konnte heute sogar zulegen. Ich habe diese ganzen braven Systemsklaven langsam satt.

      Es ist schon immer beeindruckend, wie sehr sich die Leute lieber auf die Seite krimineller Mafiosi (wir haben mehr als 20 verurteilte Straftäter im Parlament) stellen, auf die Seite der Mainstreampresse, auf die Seite der korrupten Banken und dann die zurückzurufen, die nach Jahren Wirtschaftsstillstand, Globalisierungsverlusten, 12% Arbeitslosigkeit, 40% Jugendarbeitslosigkeit endlich einen Fortschritt anmahnen. Diese werden dann als Populisten, Rechte und Leute eingestuft die gefährlich für die Demokratie sind. Jede Veränderung birgt Risiken, ganz klar, aber auch die Südtiroler Autonomie wurde mutig erkämpft, aber das scheinen wir längst vergessen zu haben. Stattdessen nicken wir lieber unseren Führern zu, die unsere Seele an Systemverschrotter verkauft haben, die jetzt selber verschrottet wurden.

      Die Wahl der Südtiroler war die denkbar Schlechteste denn mit einem Ja zur Zentralisierung wird einer jeden Diskussion, ganz egal wer an der Regierung ist, der Wind aus den Segeln genommen. Eine Ohrfeige für Magnago und alle die die Einsatz für unser Land gegeben haben.

      Aber wenn es notwendig ist, werden wir sicher wieder die Meinung ändern…bleibt nur zu hoffen, dass sich dann keiner an unser Votum erinnert.

    • richard

      Ja, die SVP! Wie glaubwürdig können Menschen denn sein, welche für sich die Freiheit suchen, die Anderen aber in Unfreiheit schicken.
      Mit einem JA hätte der Staat nach freidünken die von anderen Regionen auch hart erworbenen Rechte wieder eingetrieben. Wie kann man so egozentrisch und unfrei sein, sich für solche Versuche hinzugeben?
      SVP! Go home for ever.

    • tiroler

      @franz: sie sind in der gleichen Kategorie einzustufen wie der rote Oskar, mit dem Unterschied, dass sie nichts studiert haben. Das fällt auf.

      • franz

        @tiroler
        In der Tat, ich bin zumindest was dieses Thema betrifft gleicher Meinung wie Oskar Peterlini.
        Ich habe auch nie behauptet , dass ich Senator bin.
        Manchmal reicht auch ein bisschen logisches Denken, Dir scheint anscheinend beides zu fehlen.
        Schon Arthur Schopenhauer meinte:
        “Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand“ 🙂

      • franz

        @tiroler
        Du gehörst wohl zu den Südtirolern die politisch uninteressiert sind und seinen Häuptling folgen, wie ein Schaf seiner Schafsherde. 🙂
        Schon Albert Einstein meinte:
        “UM ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein“ 🙂

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen