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    Autonome Jagd

    Jagd JaegerNach schier endlosen Diskussionen ist es nun soweit: Südtirol kann in Zukunft die Jagd in den Naturparks selbst regeln und die jagdbaren Tierarten festlegen. Schon heute soll die Regierung grünes Licht geben.

    von Heinrich Schwarz

    Die Empörung war groß, als im Winter 2015 bekannt wurde, dass die Jagd in den Naturparks auf der Kippe steht. Das Verwaltungsgericht Trient hatte die Regelung in Frage gestellt und vertrat die staatlichen Bestimmungen, die die Jagd in regionalen Naturparks verbieten.

    In den Südtiroler Naturpark-Gemeinden wurde die Diskussion laut, die Naturparks abzuschaffen. Weitere Einschränkungen wolle man nicht hinnehmen. Einen offensiven Kurs fuhr dabei der Bürgermeister von Prettau, Robert Alexander Steger. Das Landschaftsbild würde unter einem Verbot stark leiden. 73 Prozent der Prettauer Gemeindefläche liegen im Naturpark Rieserferner-Ahrn. Der Gemeinderat zog sogar eine Volksabstimmung in Erwägung, um auf die Abschaffung zu drängen.

    Auch in der Jägerschaft sorgte das mögliche Jagdverbot für große Aufregung. Immerhin 46 Jagdreviere wären von einem Jagdverbot in den Naturparks betroffen.

    Im September 2015 kam dann der Durchbruch: Die Zwölferkommission in Rom genehmigte eine Durchführungsbestimmung, wonach die Provinzen Trentino und Südtirol die Jagd in ihren Naturparks selbst regeln können. SVP-Senator Karl Zeller erklärte damals: „Da auch das erforderliche positive Gutachten des Umweltministeriums vorliegt, wird der Erlass dieser Durchführungsbestimmung seitens Ministerrats in Kürze erfolgen.“

    Inzwischen ist mehr als ein Jahr vergangen. Beim Jagdverband stieg die Skepsis, ob aus der autonomen Bestimmung überhaupt noch etwas wird. Auf eine Verschiebung der Entscheidung folgte die nächste.

    Doch jetzt soll es klappen: Heute steht der Punkt auf der Tagesordnung der Ministerrats-Sitzung in Rom. Landeshauptmann Arno Kompatscher und die beiden SVP-Fraktionssprecher in Kammer und Senat, Daniel Alfreider und Karl Zeller, werden anwesend sein.

    „Das Thema ist eine heikle Sache, die auf nationaler Ebene für einen Riesenwirbel sorgte. Wir mussten erklären, warum in ganz Italien in Naturparks nicht gejagt werden darf, während wir diese Kompetenz holen können. Das Thema kam sogar bis zum Staatspräsidenten. Nun ist es aber gelungen, eine Lösung zu finden“, so Alfreider.

    EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL MIT ALLEN DETAILS LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

     

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