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    Jetzt redet Achammer

    Jean Claude Juncker und Arno Kompatscher auf dem Magnagoplatz (Fotos: Lpa/Oskar Verant)

    Jean Claude Juncker und Arno Kompatscher auf dem Magnagoplatz (Fotos: Lpa/Oskar Verant)

    Philipp Achammer reagiert auf die Polemik zum Empfang von Jean-Claude Juncker: „Kultur und Tradition schließen nicht aus, sondern führen zusammen.“

    SVP-Obmann Philipp Achammer reagiert auf die Polemik, die nach dem landesüblichen Empfang anlässlich des Besuches von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Südtirol entstanden ist. „Die Pflege der Traditionen unseres Landes ist etwas, worauf alle Südtirolerinnen und Südtiroler stolz sein können“, so Achammer. „Weil das Leben von Kultur und Tradition zusammenführt und niemals ausschließt.“

    Die Äußerungen einiger Oppositionsabgeordneten, insbesondere jene des Abgeordneten Sven Knoll, die diesem Prinzip nicht entsprechen würden, kritisiert der SVP-Obmann dezidiert.

    LR Philipp Achammer

    Philipp Achammer

    Für Achammer ist es unverständlich, dass eine derartige Polemik rund um einen landesüblichen Empfang entstanden ist. „Einen hohen politischen Repräsentanten auf eine in Tirol gängige Art und Weise zu begrüßen, ist ein Akt der Höflichkeit“, so Achammer. Dies habe nichts damit zu tun, dass irgendjemand ausgeschlossen oder missachtet werden sollte. „Wenn schon passiert dies nun mit einigen öffentlichen Stellungnahmen, die ganz und gar nicht angebracht sind und nichts mit einem Zusammenleben in Ausgleich und gegenseitigem Respekt zu tun haben“, so Achammer.

    Die Südtiroler Volkspartei ist davon überzeugt, dass das Miteinander der verschiedenen Kulturen und Traditionen der in Südtirol lebenden Sprachgruppen ein großer Mehrwert sei: „Dieser Mehrwert wird aber nur dann seine Geltung finden, wenn auch ein wirkliches Bewusstsein dafür besteht. Wenn dies nicht der Fall ist, kann man natürlich auch immer und überall eine Provokation sehen – aber dann wird Zusammenleben nicht funktionieren.“

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    Kommentare (5)

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    • andreas69

      Ach ja, natürlich Herr Achhammer, Tradition und Brauchtum sollten zusammenführen (…?). Sollten sie es noch nicht wissen, bei den Italienern gehört die Nationalflagge zu ihrem Brauchtum. Warum lassen sich die meisten deutschsprachigen Südtiroler nicht einfach hinter dieser Tricolore versammeln? Ach ja, weil es verschiedene Brauchtümer mit verschiedenen Symbolen gibt! Also wenn sie wirklich etwas zu sagen haben, dann bitte mit ein wenig Vernunft und Hausverstand! Die Italiener lassen sich nicht für dumm verkaufen, gleich wie auch die Deutschen nicht. Beide Brauchtümer wären angesagt gewesen. Damit hätte man Respekt gezeigt und Respekt geerntet. So war’s halt ein lokales Affentheater, mit Knall!

      • yannis

        @andreas69,
        ob der Juncker bemerkt hat dass er nur die Federn zum schmücken der SVPD Machthaber da lassen sollte ? oder sollte er Ratschläge liefern wie man eine Steueroase „Südtirol“ nach dem Muster Luxemburg schafft.

    • andreas69

      @yannis
      Juncker gehört zum alten Establishment der EU mit viel Erfahrung in deren Strukturen. Großbritannien war vehement gegen seine Wahl als Kommissionspräsident und hat ihn blockiert. Damals hat Großbritannien das restliche Europa gewarnt: Oder Europa wagt Veränderungen, auch personeller Art, oder Großbritannien wird im Alleingang nach Veränderungen streben. Ein weiter so durfte es aus Sicht Camerons nicht geben.
      Er wurde damals von seinen Kollegen (fast) gehänselt und überstimmt und Junker wurde Kommissionspräsident. Und jetzt haben wir die Misere: Großbritannien will weg aus einer EU, die sich nicht mehr reformieren lässt und in ihren starren Strukturen beharrt. Das ist nicht die EU die sich die Bürger vorstellen.

      • yannis

        @andreas69

        so hatte ich mir die EU auch niemals vorgestellt, insbesondere wie man mit aller Gewalt immer wieder neue Mitgliedsstaaten einsammelte, die weder Wirtschaftlich noch Politisch dafür geeignet sind.
        Am deutlichsten wird das EU Szenario der politischen Verantwortungslosigkeit beim Umgang mit der Türkei / Erdogan.

    • sogeatsnet

      Dass bei diesem „Empfang“ unsere italienischen und ladinischen Freunde vergessen worden sind reiht sich in die dilettantische Arbeitsweise unserer Obersten ein, wie sie auch beim Treffen auf Schloss Sigmundskron „aus Platzmangel“ bewiesen worden war.
      Andererseits… wer hätte es dem Tommasini, dem Mussner oder auch dem Caramaschi verboten, sich kurz am Silvius-Magnago-Platz blicken zu lassen, wo sie es doch sooo weit gar nicht gehabt hätten von ihrem warmen Bürosessel zu diesem feucht-fröhlich-kalten Treffen unter dem „erdrückenden“ Laurin. Aber einfacher ist es doch, im warmen Bürosessel sitzen bleiben und sich auf die anschließenden provokanten schnellschüssigen geistblitzigen Wortmeldungen vorzubereiten…

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