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    LH trifft Nurtayev

    Kasachstan und Südtirol - weit weg voneinander und doch mit Gemeinsamkeiten. Im Bild: der kasachische Botschafter Nurtayev und LH Komptascher. Foto: LPA/mb

    Kasachstan und Südtirol – weit weg voneinander und doch mit Gemeinsamkeiten. Im Bild: der kasachische Botschafter Nurtayev und LH Komptascher. Foto: LPA/mb

    LH Kompatscher erörtert mit dem Botschafter des eurasischen Staates Kasachstan, Sergey Nurtayev, das Potenzial für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit.

    Wer hätte gedacht, dass sich Südtirols Engagement in puncto Leistungen in Zusammenhang mit der Weltausstellung Expo 2015 auch in Zukunft bezahlt machen würden? Die diesbezügliche Kompetenz einiger Südtiroler Betriebe ist nun auch in Kasachstan Hauptstadt Astana gefragt, wo die Expo 2017 stattfindet. Dies war eines der Themen, die Landeshauptmann Arno Kompatscher mit dem kasachischen Botschafter in Rom, Sergey Nurtayev, verbinden. Er hat Kompatscher heute einen Antrittsbesuch abgestattet – mit dabei waren der erste und der zweite Sekretär der Botschaft, Bagdat Akhylbekov und Seiilkhan Aubakirov.

    Im Gespräch ging es vor allem darum, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren. In diesem Zusammenhang besucht der Botschafter heute auch die IDM Südtirol. In Kasachstan tätig sind beispielsweise Stahlbau Pichler und Leitner. „Botschafter Nurtayev kennt Südtirol aus einem Urlaub und weiß über unser Land sehr gut Bescheid“, sagte der Landeshauptmann anerkennend im Anschluss an den Besuch. Zudem tauschten sich der Botschafter und der Landeshauptmann über die schon bestehende Zusammenarbeit des Versuchszentrums Laimburg mit Kasachstan, woher nämlich die Ursprungssorte des heimischen Apfels stammt. So importieren auch Südtiroler Baumschulen Apfelbäume aus Kasachstan.

    Kasachstan, eine frühere Sowjetrepublik, ist das neuntgrößte Land der Welt, ist aber mit 16 Millionen Einwohnern dünn besiedelt. Es grenzt im Norden an Russland, im Osten an China, im Westen ans Kaspische Meer, im Süden an Turkmenistan, Usbekistan und Kirgisistan. Mit der Unabhängigkeit 1991 hat sich die Anzahl der im Land lebenden Russen (25 Prozent) zugunsten der Kasachen (65 Prozent) verschoben. Zusätzlich leben noch andere Ethnien im Land. Die beiden Amtssprachen sind Kasachisch und Russisch, die beide in den Schulen unterrichtet werden. Kasachstan ist eine Präsidialrepublik – ihr Präsident Nursultan Nasrabajew lenkt den Staat seit 1991.

    Das Land ist reich an Bodenschätzen, allem voran Erdöl. Dreiviertel der Fläche kann bebaut werden, obwohl nur wenig Wasser zur Verfügung steht. Auch Tourismus gewinnt immer stärker an Bedeutung, da die Landschaft sehr vielfältig ist und es gibt zahlreiche Kulturstätten. Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen das Gebiet Tamgaly, das Mausoleum von Khoja Ahmed Yasawi und das Steppel- und Seengebiet Saryarka.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (1)

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    • franz

      Gute Beziehungen zu Kasachstans Herrscher Nursultan Nasarbajew machen sich bezahlt, das hat schon die Familie Clinton verstanden
      Die Beziehung der Clintons zu der kanadischen Uranminenindustrie geht auf das Jahr 2005 zurück. Damals bemühte sich der kanadische Mineninvestor Frank Giustra um Anteile an drei wichtigen kasachischen Uranminen, die vom staatlichen Unternehmen Kazatomprom betrieben wurden. Bill Clinton flog mit Giustra zu den Verhandlungen nach Almaty, wo sie mit dem autoritären Herrscher Nursultan Nasarbajew zu Abend aßen. Clintons Besuch war ein Propagandaerfolg für das autoritäre Regime.
      Und er machte offenbar genug Eindruck bei Nasarbajew, um Giustras Geschäftsinteressen zu beflügeln. Seine UrAsia Energy Ltd, die später mit der südafrikanischen Uranium One fusionierte, konnte wenige Tage später einen Vorvertrag über den Einstieg in die drei Minen unterzeichnen. Wenige Monate später spendete Giustra 31,3 Millionen Dollar an die Clinton Foundation. Clinton revanchierte sich im Jahr 2008 mit einem Auftritt bei einer glamourösen Spendengala Giustras für die gemeinsame nachhaltige Wachstumsinitiative der Clinton- und der Giustra-Foundation.
      Der russische Präsident Wladimir Putin dankt Bill Clinton für einen Auftritt. Bekam Clinton für seine Rede in Moskau wirklich 500.000 Dollar?
      https://www.welt.de/politik/ausland/article140005550/Stolpert-Hillary-Clinton-ueber-Millionen-aus-dem-Ausland.html

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